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Messum Krater

Steckbrief

Land

Namibia

Re­gi­on

Kunene, Region / Damaraland / Messum Krater

GPS-Ko­or­di­na­ten

Damaraland - Messum Krater - S 21°24'45,27" E 14°12'07,94"



Damaraland - Messum Krater

WGS 84: 
Lat.: 21,412575° S, 
Long: 14,20220556° E
WGS 84: 
Lat.: 21° 24' 45,27" S,
   Long: 14° 12' 7,94" E

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=948
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Messum-Krater
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Messum-Krater

Westlicher Rand des Messum-Kraters am Atlantik

Copyright: Peter Seroka
Beitrag: Collector 2006-01-03

Ausführliche Beschreibung

Herkunft des Namens

Nach Captain W. Messum, welcher das SW-afrikanische Inland zwischen 1846-1848 vom Atlantik aus erkundete und bis zum Brandberg vorstieß.


Lage

Der Messum Krater liegt SW vom Brandberg. Zu erreichen von Uis, ca. 45 km auf der D 2342; dann ca. 22km über teilweise schlecht einsehbare, sandige Wüstenpisten bis zum östliche Kraterrand; Durchfahrt durch den Krater (etwa 20km Durchmesser) bis zum SE-Rand.

Hinweis: Es gibt auch alternative Anfahrtmöglichkeiten: Von Cape Cross ca. 30 km, dann rechts Pad 2303, welcher nach 65 km auf den Pad D 2342 führt.

Achtung: Die meisten Teile beider Strecken sind in sehr schlechtem Zustand und für PKW und Camper nicht passierbar.


Geologie

Der Messum Krater ist ein Vulkan, welcher im post-Karoo (Paraná-Etendeka, untere Kreide, vor ca. 133 MA) im Zusammenhang mit dem Auseinanderbrechen des Gondwana-Kontinents intrudierte und mit den Goboboseb-Bergen das Goboboseb-Messum-Vulkanzentrum bildet (und mit dem Vulkanzentrum im südamerikanischen Paraná korreliert). Der Vulkan, mit einem Durchmesser von etwa 20km, besteht aus intrusivem Gabbro u.a. Vulkaniten; im Kern Granite und Nephelin-Syenite. Sedimentäre Schichten aus Sandstein, Arkosen und sandigen Schiefer, tw. überlagert von blasigem Basalt


Sammler-Info

Der Messum Krater ist ein geologisch-mineralogisch-botanisch-zoologisch-archäologisch hochinteressantes Vorkommen und könnte einer der Höhepunkte eines jeden Namibia-Sammelurlaubs sein. Der Anblick aus rötlichem Sand und schwarzem vulkanischen Gestein ist atemberaubend. Der nächtliche Sternenhimmel mit dem Kreuz des Südens ist einmalig.

Auf dem Weg zum Krater durchquert man Landstriche mit uralten und spektakulären Welwitschias. Zebras und Schlangen gehören zur Landschaft. Es ist jedoch recht schwierig, zum Krater zu gelangen; grundsätzlich nur mit mindestens zwei 4x4-Fahrzeugen (um sich ggf. gegenseitig aus einem Sandloch zu ziehen) und empfehlenswert mit einem geländekundigen Führer. Man sollte mindestens drei Tage inkl. Hin- und Rückfahrt einplanen! Auf dem Weg zum Krater kann man auch Abstecher zum Brandberg einplanen (bzw. Brandberg West Mine).

Im östlichen Teil des Kraters gibt es Möglichkeiten zum Zelten. Wasser in ausreichender Menge und Lebensmittel sowie Brennstoff für den Grill müssen mitgebracht werden.

Achtung: Es gibt jede Menge Schlangen (und Skorpione), daher Vorsicht beim Buddeln. Bedingt durch die nahe Lage am kalten Atlantik bilden sich vom frühen Morgen bis gegen etwa Vormittag tw. starke Nebel, die über den Kraterrand herabsteigen, sodaß man keine Sicht hat und das Sammeln erschwert wird. Positiv ist, dass, solange die kalten Nebel über die Kraterwände und den Boden wabern, die Schlangen erstarrt sind und man sie vorsichtig umgehen kann. Wegen der Schlangen und Skorpione niemals unter Steine mit bloßer Hand greifen, immer erst mit der Schaufel oder einem Stock stochern und ggf. schnell zur Seite springen; Handschuhe sind absolutes Muss!


Mineralien und Mineraliensuche

Es gibt ausgezeichnete Fundmöglichkeiten für Quarze (ungewöhnlich halbfertige Quarze in den unmöglichsten Formen bis hin zu extrem flachtafeligen Platten mit rasiermesserscharfen Kanten; einheitlich durchgefärbte Amethyste, Amethyst-Szepter, Quarz- und Amethyst-Spiralen (! - extrem seltene Ausbildung) und natürlich wunderschöne, rosafarbene, idiomorph ausgebildete Mikrokline als Bavenoer und Manebacher Zwillinge. Alle Mineralien (mit Ausnahme der Quarz-Spindeln) kommen in respektablen cm-Größen vor, die Mikroklinkristalle bis zu 25cm.

Die meisten Kristalle der u.a. Mineralien liegen in nicht mehr als 10-75 cm unter dem sandigen Boden und sind tw. auf der Oberfläche ersichtlich. Rechterhand vom Zeltplatz (ca. 30-50m) kommen Amethystszepter auf farblosen schlanken Quarzkristallen in den Spalten des Gesteins vor. Werkzeuge: Schaufel, Hammer, Meißel. Gute Fundmöglichkeiten für Mikrokline im Sandboden auch oberhalb des Zeltplatzes am ansteigenden Hügel.

(Anmerkung des Verfassers: Bei einem meiner letzten Besuche im Jahr 1999, Expeditionsgruppe aus 6 Mitgliedern, Führer Gavie Cloete, konnten wir an 1 1/2 Tagen zusammen etwas mehr als 500 Kristalle bergen und mussten - leider, aber weil wir alle keine Händler sind und nicht werden wollen - das meiste zurücklassen. Wenngleich der Messum Krater doch ab und zu von Sammlern besucht wird, dürfte es sehr gute Fundmöglichkeiten bis in die ferne Zukunft geben).

Mineralien (Anzahl: 4)

Gesteine (Anzahl: 2)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellangaben

Einordnung