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Damaraland in Namibia

Steckbrief

Land

Namibia

Re­gi­on

Kunene, Region / Damaraland

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=939
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Ausführliche Beschreibung

Geografie

Das Damaraland ist ca. 48.000km² groß und erstreckt sich von der Grenze des Kaokovelds im N bis zur Bahnlinie Swakopmund-Usakos im S; die W-Grenze verläuft im Abstand von ca. 60km parallel zur Namib-Wüste, im E bis etwa zur Linie Kamanjab-Khorixas-Uis.


Geologie des Damaralandes

Im Oberen Präkambrium (vor ca. 200 Mrd. Jahren) existierten im Bereich des heutigen Südafrika zwei sehr große Festlandsockel (Kratone), der Kongo-Kraton und der Kalahari-Kraton, welche im Zuge verschiedener Orogenesen die Basis für den gesamten afrikanischen Kontinent bildeten. Zwischen beiden Kratonen lag das Damara-Meer, welches sich vom heutigen Nord-Namibia / Süd-Angola bis an den Indischen Ozean (Südafrika / Mozambique ) erstreckte. Vor etwa 900 MA (spätes Proterozoikum) schob sich der Kalahari-Kraton Richtung NE unter den Kongo-Kraton (Subduktion), verdrängte das Damara-Meer und es kam zur Kollision beider Kratone. Im Unteren Paläozoikum (vor ca. 650-500 MA) wurden die im Damara-Meer gelagerten Sedimente unter Auffaltungen nach oben gepresst. Gegen Ende dieser Auffaltungen intrudierten besonders im SW Magmen, kamen jedoch unterhalb der Erdoberfläche zum Stillstand und kristallisierten aus.

In der Kreidezeit (bestimmt zwischen 124 bis 137 MA) wurden als Folge der Riftbildung und Plume-Aktivität zahlreiche magmatische Komplexe in die NE-tendierenden Damara-Region im NW Namibias platziert. Dabei entstanden sehr großflächige bis zu 1.000 mächtige Basaltdecken (Flutbasalte, Vulkanite der Karoo-Folge, Paraná-Etendeka-Basalte in Form von Tafelbergen im nördlichen Damaraland bis zum Kaokoveld) sowie tw. bis über 1.500m hohe Granitkomplexe, post-Karoo-Komplexe), welche das heutige Bild prägen.

Diese Magmatit-Komplexe des Damaraland-Gebirgsgürtels bestehen aus ca. 20 vulkanischen und subvulkanischen Ringkomplexen, welche, zusammen mit den Flutbasalten und den felsischen Vulkaniten der Paraná-Etendeka-Provinz als "Damaraland Magmatische Provinz" bezeichnet werden. Sie werden (nach Martin et. al., 1960) in drei Kategorien eingeteilt:

  • Granitkomplexe: z.B. Brandberg, Erongo, Spitzkoppe
  • Basische Komplexe: z.B. Cape Cross, Messum, Okenyenya
  • Peralkaline und Carbonatitkomplexe: z.B. Kalkfeld, Okoruso, Paresis

Die granitischen und basischen Komplexe liegen näher zur Küste des Atlantik; die Carbonatitkomplexe erstrecken sich mehr im Inland bis nahe zum Kongo-Kraton.

Die Paraná-Etendeka Flutbasalt-Provinz erstreckt sich von der Küste ca. 350 km ins Inland und umfasst (nach unterschiedlichen Magmatypen)die wichtigsten flutvulkanischen Gebiete:

  • Mafische Magmen : Tafelkop, Doros, Horingbaai, Huab und Tafelberg
  • Silikatische Magmen: Goboboseb, Springbok, Grootberg.

Mineralien (Anzahl: 148)

Mineralbilder (6 Bilder gesamt)

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Namibia/Damaraland/Palmwag, Breite 6cm

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Beitrag: dendrocopos 2011-01-26
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Namibia/Damaraland/Palmwag, Breite 4cm

Sammlung: dendrocopos
Copyright: dendrocopos
Beitrag: dendrocopos 2011-01-26
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Namibia/Damaraland/Palmwag, Breite 6cm

Sammlung: dendrocopos
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Beitrag: dendrocopos 2011-01-26

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