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Okorusu Mine (Okarusu Mine; Okaruso Mine; Okoruso Mine)

Steckbrief

Land

Namibia

Re­gi­on

Otjozondjupa, Region / Otjiwarongo, Kreis / Okorusu Mine (Okarusu Mine; Okaruso Mine; Okoruso Mine)

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Tagebau. (aktiv)

Geo­lo­gie

Fluorit.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Okorusu Mine



Okorusu Mine

WGS 84: 
Lat.: 20,05776921° S, 
Long: 16,75011218° E
WGS 84: 
Lat.: 20° 3' 27,969" S,
   Long: 16° 45' 0,404" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=971
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Abbauwand der Okorusu Mine 1986
Aufrufe (Bild: 1395080233): 1104
Abbauwand der Okorusu Mine 1986

Die in der Wand sichtbare braune Lage besteht aus massiven Magnetiterz, welches sich oberhalb des Flußspates befindet.

Sammlung: Frank-Detlef Paul
Copyright: Frank-Detlef Paul
Beitrag: Detlef 2014-03-17
Limonit in situ
Aufrufe (Bild: 1315146443): 1741
Limonit in situ

Okorusu, Otjiwarongo District, Region Otjozondjupa, Namibia

Copyright: Jürgen Tron
Beitrag: slugslayer 2011-09-04
Fluorit in situ
Aufrufe (Bild: 1315145979): 1829
Fluorit in situ

Okorusu, Otjiwarongo District, Region Otjozondjupa, Namibia

Copyright: Jürgen Tron
Beitrag: slugslayer 2011-09-04

Ausführliche Beschreibung

Die Okorusu Mine liegt in Nordzentral-Namibia, genauer an den Grenzen vom Otjiwarongo- und vom Grootfontein-Distrikt (ca. 50 km nördlich des Ortes Otjiwarongo).Sie ist die größte Flußspatlagerstätte Namibias (in welcher neben Flußspat auch Eisenerz abgebaut wurde (Limonit und Hämatit)).


Geschichte und Besitzverhältnisse der Grube

In Okorusu ist der Fluorit schon seit der deutschen Kolonialzeit bekannt. Der erste Abbau erfolgte in den 1920er Jahren. Damals waren es lediglich zwei kleine Stollen. Die südafrikanische Firma ISCOR kaufte die Mine Ende des Zweiten Weltkriegs. Später wurde das gesamte Gebiet erkundet. Bis 1955 wurden 200.000 Tonnen Flußspat abgebaut. Man beendete den Abbau, als in Südafrika neue Vorkommen entdeckt wurden, obwohl die Reserven auf mehrere Mio. Tonnen geschätzt wurden. 1972 wurde die Mine von der Firma Bethlehem Steel verwaltet. Im Jahre 1988 nahm die Firma Okorusu Fluorspar Limited (ISCOR Ltd. mit 26% beteiligt) den Betrieb in Okorusu wieder auf: der größte Abnehmer des Flußspats ist die Solvay-Gruppe.


Geologie, Lagerstätte, Bergbau

Metasomatisch gealterte Alkaligesteine, wesentlich Hortonolit-Monzonit-Syenite, Foyait, Urtit, Tinguait, Bostonit, Alkali-Pyroxen-Fenite und magnetitführende Carbonatite, welche in Quarzit, Schiefer und Dolomit ringförmig intrudiert sind, sowie Sedimente. Es gibt auffallende genetische Analogien zur Lithologie und zu den Flußspatvorkommen von Santa Catarina (Brasilien), welche in Zusammenhang mit der mesozoischen Riftbildung des Gondwana-Kontinents stehen (siehe Geologie Namibia).

Okorusu ist eine der weltgrößten Carbonatit-Verdrängungslagerstätten, bestehend aus drei Erzkörpern (A, B und C) unterschiedlicher Form und Größe. Die Vorräte des Erzkörpers A werden auf mehr als 2,0 Mio. Tonnen (mit mehr als 60% CaF2) geschätzt. Am Kontakt zum Nebengestein tritt tw. Magnetit auf. Für keinen der drei Erzkörper ist in der Teufe ein Ende der Flußspatführung bekannt. Der Flußspat wird durch Bohren und Sprengen im Tagebau abgebaut, zerkleinert, entschlämmt und anschließend das Konzentrat durch Flotationsprozesse angereichert und eingedickt. Das Konzentrat gelangt per Bahn nach Walvisbay und wird per Schiff nach Übersee exportiert.


Fluorit

Fluorit kommt in Okorusu unterschiedlich vor. Zum einen körnig, vor allem in einem Feldspat-Limonit-Calcit-Gestein, sowie als Gangfüllung und in Brekzien. In Kontakten zur Carbonatitüberlagerung weist der Erzkörper zahlreiche Hohlräume auf, in welchen sich unzählige, prächtige Fluoritstufen finden und zu Sammlerzwecken auf den Weltmarkt gelangen. Typische Fluorite kommen als einfache und modifizierte Würfel (Hexaeder) bis 15cm, als gestufte Oktaeder und als Kombinationen vor. Typische Farben sind tiefviolett bis grünlichviolett, auch grünlichblau zonar verfärbt, seltener sind gelbe Kristalle. Fast immer sind die Kristalle hochglänzend und transparent. Ganz selten hat der Fluorit Anlauffarben. Die interessantesten Stufen bestehen aus Kristallen mit Phantombildungen, Kristalle mit Kub'Oktaederkernen und / oder parkettierten Oberflächen. Der Fluorit ist nicht selten mit Goethit oder Calcit verwachsen.


Sammlerinfo

  • Auf älteren Sammlungsetiketten wird für Fluorite aus Okorusu als Fundort auch der Name " Farm Marburg " angegeben
  • Ein Besuch der Grube ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Selbersammeln ist so gut wie unmöglich (es soll ein Abkommen mit einem Aufkäufer geben, welchem die Rechte an der Bergung von Sammlerstufen zustehen).

Mineralien (Anzahl: 18)

Mineralbilder (88 Bilder gesamt)

Fluorit
Aufrufe (Bild: 1345805257): 612
Fluorit

Größe: 5,5 x 6,8 x 8,5 cm; Fundort: Okorusu, Otjiwarongo District, Region Otjozondjupa, Namibia

Copyright: Christiane David
Beitrag: Hg 2012-08-24
Fluorit
Aufrufe (Bild: 1465297931): 807
Fluorit

X = 22 mm; Okorusu Mine, Otjiwarongo District, Otjozondjupa Region; Namibia

Sammlung: Andreas Schmid
Copyright: Andreas Schmid
Beitrag: Andreas Schmid 2016-06-07
Fluorit
Aufrufe (Bild: 1186978804): 457
Fluorit

Okorusu-Fluorit mit charakteristischer Färbung, Namibia; Größe: 7,2 x 5 cm

Copyright: Rob Lavinsky
Beitrag: Collector 2007-08-13

Gesteine (Anzahl: 11)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Bartoli, P.-A. (1996). Regards sur l'économie minière et la minéralogie générale de la Namibie (Afrique Australe). Règne Minéral, Nr.9, S.5-34.
  • Rustemeyer, P. (2000). Okorusu: Fundstelle attraktiver Fluorite in Namibia. Lapis, Jg.25, Nr.3, S.24-29.
  • Brandstetter, R. (2011). Aus der Okorusu Mine in Namibia. Lapis, Jg.36, Nr.9, S.13-23.
  • van der Meersche, E. & Brandstetter, R. (2011). Sensationell flächenreiche Fluorite aus dem B-Pit der Okorusu Mine, Namibia. Lapis, Jg.36, Nr.9, S.24-26.
  • Malzahn, H. (2014). Neues über die Fluorit-Lagerstätte Okorusu in Namibia. Min.-Welt, Jg.25, H.2. S.48-61.
  • Cairncross, B. (2018). The Okorusu Mine, Otjozondjupa Region, Namibia, Min.Rec. Vol.49, Nr.3, S.375-398.

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Quellenangaben

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