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Das südlimburgische Kreidegebiet

Steckbrief

Land

Niederlande

Re­gi­on

Limburg, Provinz / Kreidegebiet

GPS-Ko­or­di­na­ten

Das südlimburgische Kreidegebiet



Das südlimburgische Kreidegebiet

WGS 84: 
Lat.: 50,81764923° N, 
Long: 5,88867188° E
WGS 84: 
Lat.: 50° 49' 3,537" N,
   Long: 5° 53' 19,219" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=977
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Der südliche Teil der niederländischen Provinz Limburg, das angrenzende Gebiet im Osten Belgiens und der westliche Teil des Aachener Raumes waren zur Zeit des oberen Jura (Malm), der Unterkreide und der unteren Oberkreide Teil des Festlands. Während dieser Zeit wurden die Ablagerungen des Trias und des unteren und mittleren Jura zum großen Teil abgetragen.

Mit Beginn der oberen Oberkreide wurde das Gebiet von Nordwesten her vom Meer überflutet, bedingt durch die Absenkung der Oberfläche und dem Ansteigen des Meeresspiegels. Damit wurde es zum Randgebiet des belgisch-niederländischen Kreidemeeres. War dieses Meer zu Anfang noch flach, so wurden zum Ende der Kreidezeit Meerestiefen von über 100m erreicht.

Im Laufe der oberen Oberkreide wurden in diesem Gebiet mächtige Sande und Kalke abgelagert. Diese Ablagerungen begannen zu Zeiten des Santon im östlichen Teil mit den Aachener Schichten, terrestrischen Tonen und Sanden. Darauf folgte während des Campan die Ablagerung von zum Teil glaukonithaltigen Sanden aus den Vaalser Schichten in Küstennähe und schließlich im späteren Campan und dem Maastricht, die Bildung der Kalke der Gulpener Schichten und Maastrichter Schichten.

Auch nach dem Ende der Kreidezeit wurden im hier betrachteten Gebiet während des Paläozän weitere Kalke abgelagert. Diesen folgten im Pleistozän Kies- und Sandablagerungen der Urmaas und schließlich eine mehr oder minder mächtige Bedeckung durch Löss.

Die folgende Grafik zeigt den Aufbau der Sande und Kalke, die während der oberen Oberkreide im Südlimburger und westlichen Aachener Raum gebildet wurden. Siehe auch die Typlokalitäten der Schichten.

Kreideschichten Limburg
Kreideschichten Limburg

Die Kreideschichten im Südlimburger und Aachener Raum nach Grafiken von Felder/Bosch und Richter

bardenoki

Fossilien

Aachener Formation

  • Tone von Hergenrath: inkohlte Holzstücke, Pflanzenreste und Markasit- und Pyritknollen
  • Sande von Aachen und Hauset: verkieselte Holzstücke mit Spuren von Bohrwürmern und Bohrmuscheln, limonitisierte Zapfen von Nadelbäumen

Vaalser Formation

  • Muscheln (Pecten virgatus NILSSON, Pecten Laevis NILSSON), Schnecken (Turbo retifer J.BÖHM, Turritella nodosa A.RÖMER), Ammonoideen (Hamites roemeri GEINITZ, Scaphites aquisgranensis SCHLÜTER), Fische (Klasse: Elasmobanchii und Teleastomi) und Belemniten (Gonioteuthis granulataquadra (STOLLEY), Belemnitella praecursor JELETZKY)

Gulpener Formation

  • Zevenwegen Kalk: Seeigel (Galeola papillosa, Micraster schröderi, Echinocorys gf. scutatus) und Belemnitenrosten
  • Vylener Kalk: An der Basis befindet sich der sogenannte Belemnitenfriedhof, in dem teilweise bis zu 5000 Rosten pro m2 gezählt wurden
  • Kalk von Lanaye: Seeigel (Hemipneustes striatoradiatus), Brachiopoden (Thecidia papillata, Trigonocemus pectiniformis), Belemniten
  • Orsbacher Kalk: Seeigel (Hemiaster sp., Ananchytes ovata KLEIN, Hemipneustes radiatus D’ORBIGNY, Bourgueticrinus ellipticus (MILLER)), Dibranchiaten (Belemnella lanceolata (SCHLOTHEIM)) und Brachiopoden (Rhynchonella plicatilis SOWERBY, Terebratula carnea SOWERBY)

Maastrichter Formation

  • Valkenburger, Kunrader und Vetschauer Kalk: Dieser beginnt mit dem Lichtenberg-Horizont und führt Seeigel (Hemiaster prunella DESOR, Nucleophygus scrobiculatus (GOLDFUSS), Hemipneustes striato-radiatus (LESKE), Hemipneustes radiatus D’ORBIGNY), Brachipoden, Muscheln (Pecten membranaceus NILSSON, Lima semisulcata NILSSON), Pycnodonta vesicularis (LAMARCK)), Dibranchiaten (Belemnitella junior NOWAK
  • Nekumer Kalk: Seeigel (Hemipneustes striatoradiatus), Krebsscheren (Protocalianassa faujasi), Belemniten, Muscheln, Austern. Im Nekumer Kalk tritt das sogenannte Hemipneustes-Niveau auf, in dem der Seeigel Hemipneustes striatoradiatus massenweise angetroffen wird
  • Meerssener Kalk: Seeigel (Hemipneustes striatoradiatus), Belemniten (Belemnella junior, Belemnella (Neobelmnella) kazimiroviensis), Krebsscheren (Protocalianassa faujasi), Muscheln, Austern, Ammoniten (Hoploscaphis constrictus, Baculites vertebralis, Sphenodiscus brinkhorsti)

Fundstellen in der niederländischen Provinz Limburg

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Fundstellen und Aufschlüsse im benachbarten ostbelgischen und Aachener Raum

Mineralien (Anzahl: 2)

Gesteine (Anzahl: 1)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

Einordnung