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Paul Niggli

Paul Niggli (* 26. 6. 1888 in Zofingen; † 13. 1. 1953 in Zürich) war ein Schweizer Geowissenschafter und Kristallograph.

Er studierte Naturwissenschaften an der ETH Zürich und war ab 1914 Privatdozent an der Universität Zürich. 1915 wurde er außerordentlicher Professor an der Universität Leipzig, 1918 ebensolcher an der Universität Tübingen. Von 1920 bis 1953 war er ordentlicher Professor für Mineralogie und Petrographie an der ETH Zürich, wo er von 1928 bis 1931 auch Rektor war. Zudem war er 1940 bis 1942 Rektor der Universität Zürich. 1921 bis 1940 war er Redakteur der „Zeitschrift für Kristallographie“.

Niggli brachte wichtige Beiträge zur Symmetrielehre (Raumgruppen). Von ihm stammt auch der Begriff „Gitterkomplex“, der die Anordnung von Atomen im Kristallgitter wiedergibt, und somit den Vergleich von Kristallstrukturen erlaubt.
Er entwickelte dazu die „Niggli-Formel“ (auch „Niggli-Schreibweise“), welche die Darstellung von Verknüpfungsmustern in der Struktur von Kristallen ermöglicht. Die Koordinationszahlen der Atome werden dabei als Bruchzahlen dargestellt und lassen sich so aus der Formel direkt ablesen. Durch Addition der einzelnen Brüche ergibt sich bei Niggli-Formeln, falls alle Atome berücksichtigt wurden, die Summenformel der Verbindung.

Auch die Niggli-Werte wurden von ihm definiert - eine Vorschrift, um chemische Komponenten in einem Magmatit vereinfachend zusammenzufassen und für eine Interpretation aufzubereiten.

Nach ihm wurde das Mineral Niggliit benannt, sein Sohn Ernst Niggli war ebenfalls Geologe.


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