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Kongsberger Silbergruben

Steckbrief

Land

Norwegen

Re­gi­on

Buskerud, Provinz / Kongsberg / Kongsberger Silbergruben

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Bereich W der Stadt. Erschlossen mit einem Bergbaupfad.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Pingen, Schürfe, Stollen, Schächte, Halden (aufgelassen). Besucherbergwerk.

Geo­lo­gie

Das Grubenfeld liegt in präkambrischen hochmetamorphen Sedimenten und Tiefengesteinen der sog. Kongsberg-Bamble-Formation: durch Dioritisierung älterer umgewandelter Gesteine gebildete Bändergneise, so daß dioritisierte Gneise vorliegen. Amphibolite, roter granitischer Gneis (Kongsberg-Granit). Durchbrochen werden sie von Diabas-Gängen, die eng mit Quarz-Gängen verbunden sind. Starke metamorphe Umwandlung und mit Sulfiden imprägniert. Das sind die Fahlbänder der Region. In ihnen sind dioritische Gneise in Biotit-Granat-, Sericit-, Chlorit-Schiefer, amphibolitische Bänder in Granat-Amphibol- und Granat-Chlorit-Schiefer verändert worden. Die Zonen sind 180 - 900 m breit und 10 km lang. Sie sind mit Kiesen, Glanzen und Blenden imprägniert.

Die älteren Quarz-Gänge, bis zu 10 m breit, führen Sulfide von Fe,, Cu, Zn und Pb und treten in großer Zahl auf, sind oft brekziiert. Die jüngeren Calcit-Gänge (sog. Hauptgänge: enthalten Ni-Co-Arsenide und Ag. Man findet sie ausschließlich in den Fahlbändern. Sie sind Träger der meisten in Kongsberg aufgefundenen Mineralien, vor allem der herrlichen Silberstufen.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=7832
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Kongsberg 1660
Aufrufe (Bild: 1228998851): 961
Kongsberg 1660

Zeitgenössischer Stich

Copyright: Archiv: Peter Seroka (Collector)
Beitrag: Collector 2008-12-11

Ausführliche Beschreibung

Die Abbaumethoden waren anfangs sehr primitiv. Man erhitzte den Fels mit Holzfeuern und kühlte ihn dann schnell mit kaltem Wasser ab, um ihn dadurch zu zerkleinern. Man kann sich vorstellen, dass dabei eine Unmenge an Holz verbraucht wurde und dass das Arbeiten unter diesen Bedingungen extrem ungesund war. Ab dem frühen 18. Jahrhundert setzten sich Handbohrer und Schießpulver als Hilfsmittel durch. Um 1770 arbeiteten in insgesamt 78 verschieden Minen etwa 4.200 Personen. Im Jahre 1833 wurde ein neuer Produktionsrekord mit 9,3 Tonnen Silber erreicht. Ab 1874 erleichterte das Dynamit den Abbau, hatte aber durch seine Sprengkraft auch seine Risiken. Im Jahre 1915 erreichte die Produktivität mit 15,6 Tonnen ihren Höhepunkt. Doch ab den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ging die Förderung stark zurück und 1957 wurde die Silbermine als unrentabel eingestuft und stillgelegt

Mineralien (Anzahl: 136)

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Elektrum (Var.: Gold)M
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Mineral -> micht anerkanntes Mineral
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Aktualität: 19. Jul 2017 - 17:24:48

Mineralbilder (36 Bilder gesamt)

Silber
Aufrufe (Bild: 1458302817): 280
Silber

Silber; ged. Silber hier als Gangerz; Stufe ist 35 cm breit und 22 cm hoch; gut erkennbar der massive Silbergang in der Mitte; von 1 cm bis 2 cm dicke auf 26 cm Länge; Ungesäuert Haldenfund; Gebiet...

Sammlung: Privat - Museum M+M. Sendelbach
Copyright: PriMus1
Beitrag: PriMus1 2016-03-18
Silber
Aufrufe (Bild: 1458301333): 247
Silber

Silber ged; Silberblech auf Matrix 2,5 x 1 cm; ungesäuerter Haldenfund; Gebiet Kongsberg Norwegen

Sammlung: Privat - Museum M+M. Sendelbach
Copyright: PriMus1
Beitrag: PriMus1 2016-03-18
Silber
Aufrufe (Bild: 1458301196): 223
Silber

Silber ged; Silberstüfchen 4 x 4,5 cm; Haldenfund; Gebiet Kongsberg Norwegen

Sammlung: Privat - Museum M+M. Sendelbach
Copyright: PriMus1
Beitrag: PriMus1 2016-03-18

Gesteine (Anzahl: 13)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Readwin, T.A. (1877): V. —Notes on Some Norwegian Minerals. Min. Mag. 1:229-33.
  • Morton, C. (1884): Några goniometriska bestämningar å kalkspat från Arendal, Kongsberg, Utö och Bamle. Meddelanden från Stockholms Högskola nr 34. Översigt af K. Svenska Vet.-Akad. Förhandlingar 1884 No.8, 16 S.
  • Bugge C. (1917): Kongsbergfeltets geologi. Norges Geol. Undersøkelse 82, 272 S.
  • Bugge, A. (1936): Kongsberg-Bamle formasionen. Norges geol. undersckelse : 146.
  • Lietz, J. (1939): Mikroskopische und chemische Untersuchungen an Kongsberger Silbererzen. Z. Ang. Min. 2: 65-113.
  • Neumann, H. (1944): Silver deposits at Kongsberg. Norges Geol. Undersøkelse 162. 133 S.
  • Bugge, A. (1967): Kongsberg Sølvverk. Norges Geol. Undersøkelse 250C, S.65-84.
  • Van der Wel, D. (1972): Contribution to the Mineralogy of Norway No. 51. Asbestos minerals from Kongsberg silver deposit. Norsk Geol. Tidsskrift: 52, S.287-94.
  • Nordrum, F.S. (1979): Kongsberg Sølvverk. NAGS-nytt 6(3), S.4-15.
  • Johnsen, O. (1986). Famous mineral localities: The Kongsberg silver Mines Norway. Min. Rec., 17(1), 19-35.
  • Heltzen, A.M. (1987): Sammenhengen mellom amfibolittene og sølvets opptreden på Kongsberg. NAGS-nytt 14 (1), S.16-23.
  • Johnsen, O. (1987): Sølv fra Kongsberg. Om bergverkshistorie og mineralrikdom. Bode Verlag. 48 S.
  • Nordrum, F.S. (1995): Mineralfunn på Kongsberg etter nedleggelsen av Sølvverket. Bergverksmuseets skrift nr 9, S.42-47.
  • Bancroft, P., Nordrum, F.S. & Lyckberg, P. (2001): Kongsberg revisited. Min. Rec. 32: 181-205.
  • Nordrum, F. S. ; Larsen, A. O. & Erambert, M. (2003): Ba,Sr-mineraler i Kongsberg sølvforekomster- en foreløpig rapport. Norsk Bergverksmuseum skrift 25: 43-50.
  • Berg, B.I. and Nordrum, F.S. (2003): Omsetning av sølvstuffer ved Kongsberg Sølvverk på 1600- og 1700 tallet. Norsk Bergverksmuseum skrift 25: 69-81.
  • Stammann, H. & Zimmermann, H. (2004). Eine S-Norwegen-Exkursion. Aufschluss, Jg.55, Nr.5, S.259-68.
  • Segalstad, T.V. (2012): Hvordan ble Kongsberg-sølvet dannet? Norsk Bergverksmuseum Skrifter, 49, 101-16.

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