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Oldham, Thomas

Thomas Oldham (* 4. Mai 1816 Dublin; † 17. Juli 1878 Rugby) war ein irischer Geologe.

Ab 1831 studierte er am Trinity College Dublin (Bachelor-Abschluss 1836) und Bauingenieurwesen an der University of Edinburgh, wo er auch Geologie bei Robert Jameson hörte. Ab 1838 war er in der geologischen Landesaufnahme von Irland tätig und kartierte in der Gegend von Londonderry und Tyrone. Nach Auflösung von Portlocks Survey 1843 war er Kurator der Geological Society of Dublin und ab 1845 als Nachfolger von John Phillips Professor für Geologie am Trinity College Dublin. 1846 wurde er außerdem Leiter der Sektion Irland des Geological Survey of Great Britain and Ireland.

Er wurde als Direktor des neu gegründeten Geological Survey of India berufen und traf 1851 er in Kalkutta ein. Der zur East India Company gehörige Survey sollte zunächst Kohle suchen, Oldham überzeugte seine Vorgesetzten aber davon, dass zunächst eine geologische Landesaufnahme erfolgen müsste und er sorgte 1856 im Rahmen einer Neuorganisation für eine ausreichende Ausstattung mit Bibliothek und eigener Sammlung (Museum) von Gesteinen, Mineralien und Fossilien. Er sorgte aber auch für die Anstellung und Ausbildung indischer Mitarbeiter und gründete beim GSI die Zeitschrift Palaeontographica Indica.

Die Spurenfossilien Oldhamia (Ediacarium, Kambrium) wurden 1848 von Edward Forbes nach ihm benannt. Auch das Mineral Oldhamit ist nach ihm benannt. Von ihm stammen rund 120 wissenschaftliche Veröffentlichungen. 1866 war er maßgeblich an der Gründung des Indian Museum beteiligt.

1848 wurde er Fellow der Royal Society, deren Royal Medal er 1875 erhielt, wurde er Fellow der Geological Society of London und Mitglied der Royal Irish Academy, Mitglied der Asiatic Society of Bengal und war viermal deren Präsident. 1857 wurde er Mitglied der Leopoldina.


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