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Ontogenese

Das Studium individueller Kristalle und ihrer Aggregate als physikalische Körper im Gegensatz zum Studium der Mineralspezies und ihrer Paragenesen (Phylogenese).

Die Ontogenese stellt ein wichtiges Konzept innerhalb der Mineralogie dar, darauf begründet, dass dieselbe Mineralart, abhängig von der jeweiligen spezifischen Wachstumsumgebung verschiedene physikalisch-physische Formen aufweist. Dies trifft besonders auf das Studium der unterschiedlichen Speläotheme mit ihrer charakteristischen Umgebung (Höhlen)zu. Durch ontogenetische Techniken ist es möglich, Höhlenmineralien aus der genetischen Perspektive zu studieren. Die Ontogenese erklärt nicht nur, wie Speläotheme wachsen, sondern warum es verschiedene Speläothem-Arten gibt.

Die Begriffe Ontogenese und Phylogenese sind in der westlichen Mineralogie noch relativ fremde Begriffe. Sie wurden ursprünglich (angelehnt an die Biologie / Paläontologie als Teildisziplinen der "Genetischen Mineralogie" um 1920 formuliert. Die genetische Mineralogie beschäftigt sich im Gegensatz zur "klassischen Mineralogie" mit der Herkunft und der Entwicklung von Mineralkörpern und schließt die Kernbildung, die auslösenden Faktoren für das Wachstum, Entwicklung, Alterung und Veränderung mit ein (genetische Geschichte). Die Ontogenese eines vielzelligen Organismus lässt sich in vier Phasen einteilen: Embryogenese, Juvenilstadium, Adultstadium, Seneszenz“

s.a. > Höhle , Aggregat, Kora


Literatur

  • Fersman, A.E.; 1935; Achievements of Soviet mineralogy and geochemistry during recent years; 1929-1934; Izdatel`stvo, A.N.S.S.R.
  • Grigor`ev, D.P.; 1961; Ontogeny of Minerals; Lvov; Engl. Translation 1965 by Israel Program for Scientific Translations
  • Zhabin, A.G.; 1979; Ontogeny of Minerals; Nauka, Moskau. (in russisch)

Quellangaben


Einordnung