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Palache, Charles

Charles Palache (* 18.7.1869 San Francisco; + 5.12.1954 Berkeley, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Mineraloge und Kristallograph.

Er stammte aus einer Familie sephardischer Juden, die schon seit 2 Generationen in den USA lebte. Er besuchte die Berkeley High School, wo er schon frühes Interesse an Naturgeschichte hatte. Dann studierte er ab 1887 Bergbau an der University of California. 1894 promovierte er bei Andrew C. Lawson in Geologie. In einer frühen Arbeit kartierte er das Gebiet der San Francisco-Halbinsel und Berkeley und begann sich für Mineralogie zu interessieren. Palache ging 1894 zum Studium zu Ferdinand Zirkel nach Leipzig, sowie Ernst Weinschenk nach München wo er Mineralogie studierte. Prägend wurde der Aufenthalt im folgenden Jahr in Heidelberg bei den Petrographen Harry Rosenbusch und Alfred Osann sowie bei dem Kristallographen Victor Mordechai Goldschmidt.

Im Herbst 1895 ging er nach Kalifornien zurück und wurde Assistent des Petrographen John E. Wolff an der Harvard University. Er wurde 1902 dort Assistant Professor für Mineralogie und 1910 Professor. 1922 übernahm er nach der Emeritierung von Wolff die Fakultät und das bedeutende Mineralogische Museum, das er selbst durch seine Sammeltätigkeit erheblich bereicherte. 1941 emeritierte er.

Palache befasste sich vor allem mit Kristallographie, der geometrischen Form von Kristallen, wobei er die Methoden von Goldschmidt unter Verwendung von dessen Zwei-Zirkel-Goniometer ausbaute. Er beschrieb einige neue Typ-Mineralien. Mit Berman und Clifford Frondel gab er 1944 die 7. Auflage von "Dana´s System of Mineralogy" heraus.

1937 erhielt er die erste Roebling Medal. Er war 1921 Präsident der Mineralogical Society of America und ab 1950 deren Ehrenpräsident. 1937 war er Präsident der Geological Society of America. Er war Mitglied der National Academy of Sciences und der American Academy of Arts and Sciences, Ehrenmitglied der Mineralogical Society of Great Britain und der New York Academy of Sciences sowie der belgischen geologischen Gesellschaft. 1941 wurde er Ehrendoktor der University of California. Er war Mitherausgeber der Zeitschrift für Kristallographie und des American Journal of Science.


Literatur:

  • Palache, C. & Warren, C.H. (1908). XXXI. Kröhnkit, Natrochalcit (ein neues Mineral) und andere Sulfate aus Chile. Z. Krystallogr. u. Min., 45, S.529-38.
  • Palache, C. (1933). The Minerals of Franklin and Sterling Hill, Sussex Co., New Jersey. Geol. Survey Prof. Paper 180.
  • Palache, C., Bauer, L.H. & Berman, H. (1938). Yeatmanite, a new mineral, and sarkinite from Franklin, New Jersey. Am. Min., Vol.23, S.527-30.
  • Palache, C. & Foshag, W.F. (1938). Antofagastite and bandylite, two new copper minerals from Chile. Am. Min., Vol.23, S.85-90.
  • Frondel, C. (1966). Memorial of Charles Palache. Geol. Survey Prof. Paper 180.

Weblinks:


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