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Pentland, Joseph Barclay

Joseph Barclay Pentland (* 17. Januar 1797 Ballybofey, County Donegal; † 12. Juli 1873 London) war ein irischer Geograph und Naturforscher.

Pentland erhielt seine Ausbildung in Armagh und an der Pariser Universität, wo ihm seine Kenntnisse der vergleichenden Anatomie die Freundschaft des französischen Naturforschers Georges Cuvier einbrachte. Cuvier und Alexander von Humboldt empfahlen ihn, und so landete er 1826 im britischen Konsulatsdienst in Südamerika. Er bereiste Peru, Chile und Bolivien. Mit Woodbine Parish vermaß er 1826–27 einen großen Teil der bolivianischen Anden. Insbesondere machte er sich durch zahlreiche astronomische Ortsbestimmungen, durch Höhenmessungen wichtiger Andengipfel wie dem Chimborazo, Illimani und Sorata sowie durch Bestimmung der Schneehöhen verdient. 1836–39 fungierte Pentland als britischer Generalkonsul Boliviens. 1838 besichtigte er Cusco in Süd-Peru. Er verfasste unter anderem die Schrift Notices of the Bolivian Andes and southern affluents of the rivers Amazonas and Beni (London 1836).

Später lebte Pentland wieder in Europa, und zwar seit 1845 meistens in Italien. Er half James Fergusson bei der Abfassung von dessen Sketches of the Antiquities of Cusco und Mrs. Somerville mit Informationen über die Geologie Südamerikas für ihre Physical Geography (1848).

Das Mineral Pentlandit wurde nach ihm benannt. Ebenso der Mondkrater Pentland.


Literatur:

  • Pentland, Joseph Barclay. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Aufl., 1885–1892, 12.Bd., S.835.
  • George Clement Boase: Pentland, Joseph Barclay. In: Dictionary of National Biography (DNB). Bd.44 (1895), S.350f

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