'._('einklappen').'
 

Perm / Permian

BILD:1154460823

Die Erde im Perm

BILD:1162467447

Stereosternum tumidum, Goias, Brasilien
Foto: Stefan

BILD:1126805087

Lebachacanthus colosseus, Saarpfalz
Paläontologisches Museum Nierstein

BILD:1132138898

Calamites, Bielandia, Brasilien
Sammlung u. Foto: Wolfgang

Alter: 251,1 +/- 0,4 - 299 +/- 2,8 Mio. Jahre

Das Perm ist eine erdgeschichtliche Periode des Paläozoikum. Es umfasst den Zeitraum von vor ca. 299 Mio. Jahren bis vor ca. 251 Mio. Jahren. Nach unten wird das Perm durch das Karbon, nach oben durch das Trias begrenzt.

Nach der internationalen Gliederung der IUGS ist das Perm in die drei Epochen Loping, Guadalup und Cisural geteilt. In Deutschland wird auch die Einteilung in Rotliegendes und Zechstein verwendet, welche einer Unterscheidung nach Festland und der Überflutung durch das sogenannte Zechsteinmeer Rechnung trägt. Häufig sind an der Basis der Meeresablagerungen Kupferschieferschichten anzutreffen. Für eine genaue zeitliche Einordnung siehe die Geologische Zeittafel.

Namensgebung

Die Bezeichnung Perm wurde 1841 erstmals vom britischen Geologen Roderick Murchison verwendet. Namensgebend ist die im Ural gelegene russische Stand Perm.

Paläogeographie

Mit dem Perm vollendete sich die Bildung des Superkontinentes Pangaea. Damit waren nahezu alle Landmassen in einem Kontinent vereint. Die riesige Landmasse erstreckte sich von Pol zu Pol, umgeben vom Urozean Panthalassa (siehe auch Kontinentaldrift).

Klima

Große Teile der südlichen Landmassen waren von einer mächtigen Eisschicht bedeckt, die zu Beginn des Perms ihren Höhepunkt erreichte. Das heutige Mitteleuropa lag zu dieser Zeit am Äquator, geprägt durch heißes Wüstenklima. Im Allgemeinen herrschte aber trockes, kühles Klima vor. Durch Abschmelzung der Eismassen kommt es wiederholt zu starkem Anstieg des Meeresspiegels, der zu Überflutungen der Landmassen führte. Mit dem Rückgang des Meeres kam es aufgrund von Verdunstung in kontinentalen Becken weltweit zur Ablagerung großer Stein- und Kalisalzlager.

Flora

In der belebten Welt setzt sich die Entwicklung des Karbon fort. In der Pflanzenwelt überwiegen zunächst noch die Schuppenbäume (Lepidodendron) und Siegelbäume (Sigillaria) des Karbon. Zur Mitte des Perm habe die Koniferen die führende Rolle übernommen, die sich den ändernden klimatischen Bedinungen besser anpassen können. Neben den Koniferen entwickleten sich mit den Ginkos und Palmfarnen weitere moderne Bäume.

Fauna

Das maritime Leben war reich an Mollusken, Echinodermen, Brachiopoden und Ammonideen. An Land entwickelten sich im Reich der Insekten die Käfer (Coleoptera) und Fliegen (Diptera). Ebenso sind Gliederfüßler, Amphibien und Reptilien anzutreffen. Zum Ausgang des Perms treten die ersten Archosaurier auf. Siehe auch die Übersicht der Lebewesen im Perm.

Die Grenze vom Perm zur Trias ist durch ein großes Massenaussterben geprägt. Es wird angenommen, dass ca. 70% der Landlebewesen und 90 - 95% der marinen Lebewesen ausstarben, darunter Großforaminiferen, paläozoische Korallen, Trilobiten und Eurypteriden. Auch Bryozoen, Brachiopoden, Crinoiden und Ammonoideen wurden stark dezimiert. Verschiedene Theorien geben Gründe für das Massenaussterben an. Unter anderen sind dies:

  • Veränderung des Klimas durch in die Atmosphäre gelangte Gase aufgrund von langandauernder Vulkantätigkeit über einen Zeitraum von 165000 - 600000 Jahren
  • Einschlag eines großen Meteoriten, wogegen aber das Fehlen von Iridium in hoher Konzentration in den entsprechenden Schichten spricht. Allerdings wurde im Juni 2006 die Entdeckung eines riesigen Kraters (ca. 500km) im Gebiet der heutigen Antarktis veröffentlicht, der einem Einschlag am Ende des Perm zu entsprechen scheint
  • Auswirkungen des sogenannten Gamma-Ray-Burst-Effekt (Gammastrahlenblitz) bei einer Supernova innerhalb einer Entfernung von 30 Lichtjahren von der Erde


Quellenangabe

weitere Links


Einordnung