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Quiruvilca Mine (La Libertad Mine)

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Peru / La Libertad, Region / Santiago de Chuco, Provinz / Quiruvilca District / Quiruvilca Mine (La Libertad Mine)

Geo­lo­gie

Cu-Pb-Zn-Ag-Au Vererzungen. Produktion 1984: 358.000 t Erz. (2.400 t Cu; 3.500 t Pb; 10.000 t Zn; 55.200 kg Ag & 78 kg Au).

Exzellente Stufen von Auripigment, Enargit, Hutchinsonit und Pyrit.

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1068
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Quiruvilca, Quiruvilca, Santiago de Chuco, La Libertad, PE
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (1 Bilder gesamt)

Quiruvilca
Aufrufe (Bild: 1136287296): 1187
Quiruvilca

Teilansicht der Lagerstätte; Im Vordergrund Flotationsrückstände

Copyright: Collector
Beitrag: Collector 2006-01-03

Ausführliche Beschreibung

Die Hutchinsonite von Quiruvilca

Hutchinsonit galt als relativ seltenes Mineral, bis er etwa 1972 in Quiruvilca auftauchte. Vor dieser Entdeckung war Hutchinsonit nur (beinahe) mikrokristallin von der Typlokalität Grube Lengenbach bekannt und aus der Grube Segen Gottes. In Lengenbach kommt Hutchinsonit im Dolomit vor, zusammen mit Sphalerit, Pyrit, Realgar, Orpiment, Sartorit und anderen Thallium-Mineralien, darunter auch Rathit und Hatchit; in Wiesloch zusammen mit Orpiment, Galenit, Jordanit und Sphalerit.
Die ersten Analysen mit Lengenbach-Material fanden 1907 statt (Smith & Prior). Die Analysen waren gut in Anbetracht der geringen Menge an Material (0,01 g); allerdings waren die Proben durch silber- und kupferhaltigen Phasen verunreinigt, was die chemische Formel (Pb,Tl)2(Cu,Ag)As5S10 ergab. Modernere Analysen (Takeuchi u.a.) von Lengenbach-Material im Jahre 1965 zeigten ganz klar, dass Kupfer und Silber keine essentiellen Bestandteile des Hutchinsonit sind. Sodann lautete die Formel (Pb,Tl)2As5S9.

Die Hutchinsonite aus Quiruvilca sind weitaus besser als die deutschen und schweizerischen. Eine viel größere Menge an Stufen und Kristallen wurde in der Libertad Mine gefunden. Im Smithsonian Instistute in Washington D.C., USA befindet sich ein Kristall von 10x10x2 cm.
Die Farbe von Hutchinsonit wird als tiefrot mit Braunton beschrieben anhand der wesentlich kleineren Mikrokristalle von Lengenbach. Die aus Peru stammenden sind so groß, dass sie silbrig-grau erscheinen und einen metallischen Glanz aufweisen. Unter der Lupe zeigt sich der Hutchinsonit jedoch rot in internen Reflektionen. Die Farbe von Hutchinsonitpulver ist auch zinnoberrot.

In Paragenese mit Hutchinsonit tritt in Quiruvilca Orpiment in zwei verschiedenen Aggregatsformen auf.
Orpiment in direkter Nachbarschaft mit Hutchinsonit bildet Aggregate kleiner igeliger Grüppchen von oberflächlich tieforanger Farbe; im Inneren sind die Kristalle senfgelb.
Orpiment, nicht direkt zusammen mit/oder auch ohne Hutchinsonit kommt in Gruppen aus großen, gut entwickelten Kristallen vor, welche recht häufig auftreten und ebenso von tieforanger Farbe sind, aber hellgoldgelb an frischen Bruchstellen. Auf solchen Stufen findet man auch Enargit, Baryt und Pyrit.

Unbestreitbar sind die Hutchinsonite von La Libertad von höchster Qualität.

Mineralien (Anzahl: 40)

Mineralbilder (86 Bilder gesamt)

Enargite
Aufrufe (Bild: 1519985497): 402
Enargite

Perfect quality Enargite specimen, from Quiruvilca Mine, Quiruvilca District, Santiago de Chuco Province, La Libertad Department, Peru; Size 90 х 36 х 20 mm

Copyright: pegmatite
Beitrag: pegmatite 2018-03-02
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Hutchinsonit mit Auripigment
Aufrufe (Bild: 1403595969): 1806
Hutchinsonit mit Auripigment

Bildbreite: 3 mm; Fundort: Quiruvilca Mine, Santiago de Chuco, La Libertad, Peru

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2014-06-24
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Pyrit
Aufrufe (Bild: 1233986440): 441
Pyrit

Größe: 34x23x21 mm; Fundort: Quiruvilca Mine, Santiago de Chuco, La Libertad, Peru

Copyright: Rob Lavinsky
Beitrag: slugslayer 2009-02-07
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Smith, G.F. H. & Prior, G.T. (1907). Min. Mag.: 14, 283-307.
  • Seeliger, E. (1954). N.Jb. Min. Abh.: 86, 163-78.
  • Takéuchi, Y., Ghose, S. & Nowacki, W. (1965). Z. Kristallogr. 121, 321-48.
  • Dunn, P.J. (1977). MR: 8, 394.
  • White, J.S. & Nelen, J.A. (1985). MR: 16, 6, 459-60.
  • Berlepsch, P. (1998). Hutchinsonit vom Lengenbach, von Wiesloch und Quiruvilca. Lapis, Jg.23, Nr.10, S.39-41.
  • Hyrsl & Rosales (2003). Min. Rec. 34: 241-54.
  • Hyrsl, J. (2015). Über die neuen Mineralienfunde in Peru. Min.-Welt, Jg.26, H.2, S.26-53.
  • Hyrsl, J. (2016). Mineralien-Eldorado Anden. Min.-Welt, Jg.27, H.6, S.42-69.
  • Hyrsl, J. (2019). Neue Mineralien-Funde in Peru von 2015 bis 2018. Min.-Welt, Jg.30, H.1, S.42-59.
  • Hyrsl, J. (2019). Rhodochrosit aus Peru. In: Rhodochrosit, ExtraLapis Nr.56, S.96-109.