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Helmut von Philipsborn

Prof. Dr. Helmut v. PHILIPSBORN (* 1892 - + 19.10.1983), Deutscher Mineraloge.

Er begann 1910 in Jena mit dem Jura-Studium, welches er 3 Jahre später in Lausanne abschloss. Da ihn die Juristerei nicht befriedigte, begann er 1914 in Jena Mineralogie zu studieren. Das Studium wurde durch den Wehrdienst unterbrochen. Ab 1919 ging es dann weiter und er promovierte 1923 über mylonitische Granitgneise im sächs. Granulitgebirge. Danach war er wissenschaftlich bei der Kaliforschungsanstalt in Staßfurt tätig und Assistentenjahrean der Universität Giessen sowie der techn. Universität Berlin-Charlottenburg. Er habilitierte sich 1928. Bereits 1929 wurde er O. Professor für Mineralogie und Lötprobierkunde an der Bergakademie Freiberg, wo er u.A. auch die Sammlungen betreute.

Trotz Wehrdienst blieb er bis Kriegsende in Freiberg. Nach 1945 wirkte er in Clausthal-Zellerfeld und übersiedelte 1950 als Kustos an das Mineralogsche Museum der Uni Bonn. Da das Museum, bis auf Bruchteile der alten Sammlung, vernichtet war, ging er rüstig ans Werk und ließ die Sammlung wieder auferstehen.

1956 wurde v. Philipsborn zum o. Professeor für angewandte Mineralogie an die Universität Bonn berufen. 1960 erfolgte die Emeritierung.

Sein Lebenswerk war: Beschreibende Mineralogie und Petrographie, systematische Mineralogie, besonders das Bestimmen von Mineralien; Biokristallographie, angewandte Mineralogie, insbesonders mineralische Rohstoffe.

Besonders bekannt gemacht haben ihn 2 Werke:
1. Die Tafeln zur Bestimmung der Mineralien nach äußeren Kennzeichen bei Schweizerbart in Stuttgart.
2. Seine Erzkunde im Enke Verlag, Stuttgart.

Das Mineral "Philipsbornit" wurde nach ihm benannt.


Literatur:

  • Philipsborn, H. von (1977). Whiskers, Hoppers und Dendriten: Kristallskelette - physikalisch-chemische Ursachen anomaler Wachstumsformen. Lapis, Jg.2, Nr.12, S.8-13.
  • Philipsborn, H. von (1978). Widmannstättensche Figuren. Lapis, Jg.3, Nr.12, S.12-15+32.
  • Lapis Red. (1983). Lapis Aktuell: Hellmut von Philipsborn 1892-1983. Lapis, Jg.8, Nr.12, S.4.

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