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Pinge

(auch gebräuchlich: Binge)

  • Durch den Einbruch eines Grubenbaues (Schacht, Stollen, Auffahrung untertage) entstandene, meist trichterartige Vertiefung, oft mit einer ringförmigen Halde umgeben, welche durch die abgesenkte Oberfläche hervorgerufen wird. Mehrere aneinandergereihte Pingen heißen Pingenzug.

bzw.

  • Pingen sind verlassene Erzgruben oder Schürfstellen, in denen (in Deutschland) Eisen- oder Bleierze und andere Mineralien abgebaut wurden. Jeder Pingentrichter kennzeichnet den Standort eines Bergwerkschachtes. Hier standen die Haspelbäume, mit deren Hilfe der Bergmann das Erz ans Tageslicht holte. Die ringförmigen Halden bildeten sich aus der Ablagerung von taubem Gestein.

Die größte in Deutschland befindliche Pinge/Binge befindet sich in Altenberg/Osterzgebirge. Weitere größere Bingen in dieser Region findet man u. a. in Sadisdorf und Seiffen.


Quellangaben

  • Lungau-Erzweg; 2004; Bergbau-Lexikon
  • Verfasser: Collector, erweitert 9/2018 durch Uwe E

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