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Wieliczka (Groß Salze)

Steckbrief

Land

Polen

Re­gi­on

Kleinpolen (Malopolskie), Woiwodschaft / Wieliczka (Wielicki), Powiat / Wieliczka (Groß Salze)

An­fahrts­be­sch­rei­bung

17 km SO von Krakau.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Besucherbergwerk und Museum Unter- und Übertage.

Geo­lo­gie

Salzlager.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Wieliczka (Groß Salze) (N 49° 59', E 20° 3')



Wieliczka (Groß Salze)

WGS 84: 
Lat.: 49,98333333° N, 
Long: 20,05° E
WGS 84: 
Lat.: 49° 58' 60" N,
   Long: 20° 3' 0" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=16840
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (6 Bilder gesamt)

Fördergerüst in Wieliczka
Aufrufe (Bild: 1487364712): 235
Fördergerüst in Wieliczka

Fördergerüst und Museumsanlagen in Wieliczka/Polen

Copyright: dendrocopos
Beitrag: dendrocopos 2017-02-17
Förderstrecke
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Förderstrecke

Förderstrecke in der Steinsalzgrube in Wieliczka/Polen

Copyright: dendrocopos
Beitrag: dendrocopos 2017-02-17
Vorrichtungsstrecke
Aufrufe (Bild: 1487362602): 175
Vorrichtungsstrecke

Vorrichtungsstrecke, z.T. verbrochen in der Steinsalzgrube Wieliczka/Polen

Copyright: dendrocopos
Beitrag: dendrocopos 2017-02-17

Ausführliche Beschreibung

"Das historische Salzbergwerk in Wieliczka ist weltweit das einzige Bergwerk, das seit dem Mittelalter bis heute ununterbrochen in Betrieb ist. Die originellen Fördertechniken (Korridore, Förderschächte, Kammern, Salzseen, Stollen, Schurfschächte) mit einer Gesamtlänge von ca. 300 km auf 9 Sohlen, reichen in eine Tiefe von 327 m und illustrieren sämtliche Enwicklungsetappen der bergmännischen Technik in den einzelnen historischen Epochen."

So lautet ein Auszug aus der Begründung für die Eintragung des Salzbergwerks Wieliczka in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO.

Erstmals wird Wieliczka als Magnum Sal (Großes Salz) in einer päpstlichen Urkunde um 1125 erwähnt. Die Stadt erhielt 1290 das fränkische Stadtrecht durch Herzog Przemysl von Krakau und Sandomir verliehen und war königliche Bergstadt. 1361 erhielt Wieliczka von Kasimir dem Großen das Magdeburger Recht und unterstand dem Obersten Gericht der sechs kleinpolnischen Städte in Krakau. Das Salzhandelsprivileg beinhaltete den direkten Einkauf auf der Saline und den Verkauf auf den Märkten. Am Ausgang des 16. Jahrhunderts war die Blütezeit der Stadt beendet. Ursache dafür waren zum einen die zerrütteten politischen Verhältnisse in Polen, aber auch durch ungenügende Sicherung der Bergwerke verursachte Bergschäden und Tagebrüche. Insbesondere der Brand des Bonerschachtes von 1644-1646, bei dem 20 Bergleute ums Leben kamen, führte durch das Zusammenfallen des Schachtes zu großen Schäden in der Stadt. 1772 entstand jedoch mit der Öffnung der Saline für den Besucherverkehr auch deren Weltruhm. Zu Beginn des 19. Jhd. begann der Kurbetrieb in Wieliczka, als Dr. Felix Boczkowski die Heilwirkung der Salzsole erkannte. 1971 zum Kurort aufgewertet. 1992 kam es durch einen Wassereinbruch im Bergwerk zu einem Tagebruch am Bahnhof und dem Kloster; durch eine Rettungsaktion konnten das Bergwerk und das Kloster gesichert werden. Seit 1993 ist die Salzförderung eingestellt und das Bergwerk dient ausschließlich dem Tourismus und als Sanatorium. Dennoch ist Wieliczka ein wichtiger polnischer Salzproduzent, jedoch ausschließlich von Siedesalz. Wegen der Gefahr des Einsturzes der Saline und damit auch der Stadt bei Wassereinbrüchen wird das eindringende Wasser an die Oberfläche befördert und daraus Siedesalz gewonnen.

Vielfältige und beeindruckende unterirdische Kammern und Skulpturen aus Salz. Bemerkenswert der sehr schwere bergmännische Ausbau mit dicken Eichenstempeln alle Meter, dazwischen weitere Holzverschalungen. Schon Goethe zogen die Besonderheiten hierher.

Bemerkenswert das Vorkommen von Salzkohle, einer minderwertigen Kohlesorte.

Mineralien (Anzahl: 11)

Mineralbilder (24 Bilder gesamt)

Halit
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Halit

historischer Förderkübel mit sekundären Halitkristallen im Museum der Steinsalzgrube in Wieliczka

Copyright: dendrocopos
Beitrag: dendrocopos 2017-02-17
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Haarsalz
Aufrufe (Bild: 1487364471): 512
Haarsalz

Haarzalzbildungen in der Steinsalzgrube Wieliczka

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Beitrag: dendrocopos 2017-02-17
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Anhydrit
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Anhydrit  D

von Wieliczka, Kleinpolen, Polen. B:30cm.

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Beitrag: ZEO 2012-07-28
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Gesteine (Anzahl: 3)

Gesteinsbilder (3 Bilder gesamt)

tektonische Störungen
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tektonische Störungen

tektonische Störung am Stoß einer Vorrichtungsstrecke in der Steinsalzgrube in Wieliczka

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Beitrag: dendrocopos 2017-02-17
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tektonische Störungen
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tektonische Störungen

tektonische Störungen in einer Vorrichtungsstrecke der Steinsalzgrube Wieliczka/Polen

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Beitrag: dendrocopos 2017-02-17
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Anhydrit
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Anhydrit

blauer Anhydrit im Soß einer Vorrichtungsstrecke im Steinsalzabbau der Grube Wieliczka/Polen

Copyright: dendrocopos
Beitrag: dendrocopos 2017-02-17
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Fossilien (Anzahl: 6)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Quellen:

  • F. Unger. Die Pflanzenreste im Salzstocke von Wieliczka. Verlag: Wien, K.K. Hof-und Staatsdruckerei, 1850.
  • Bancroft, P. (1988). Wieliczka Saltworks Museum - Wieliczka, Poland. Min.Rec., Vol.19, H.1, S.32-33.
  • Mining Ann. Rev. (1985):523.
  • Min. Rec. 19 (1) 1988.
  • Molenda, R., K. d'Obyrn & K. Zieba (2010). Wieliczka & Bochnia. Miozäne Salzlagerstätten in der Umgebung von Krakau. Min.-Welt, Jg.21, H.6, S.18-31.

Weblinks:

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