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Riesengebirge (Karkonosze)

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Polen / Niederschlesien (Dolnoslaskie), Woiwodschaft / Riesengebirge (Karkonosze)

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Das Riesengebirge erstreckt sich an der Grenze zwischen dem polnischen Niederschlesien und Tschechien, und erreicht auf der Schneekoppe (Śnieżka) eine Höhe von 1602 m.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Eindrucksvolle Felsformationen.

Geo­lo­gie

Das Riesengebirge besitzt eine komplexe geologische Struktur. Zahlreiche Gesteine, z.B. Granite, Glimmerschiefer und Gneise. Mineralien wie z. B. Bergkristall. Reste aus der Eiszeit sind die Gletscherseen im N Teil des Gebirges.

Der Granit stellt die Hauptmasse der Gesteine. Im Kern des Vorkommens liegt der Zentralgranit, der von älteren Gneisen und Glimmerschichten ummantelt wird. Der sogenannte Riesengebirgsgranit besteht aus rötlichblauem oder fleischrotem bis weißblauem Orthoklas, gelbbraunem Oligoklas, Quarz und Biotit. Des Weiteren kommen Plagioklas, Muskovit, Pyrit, Apatit und Zirkon vor. Der Granit hat ein porphyrisches oder gleich- bzw. feinkörniges Gefüge.

Der Granit mit porphyrischem Gefüge, in dessen feinkörniger Grundmasse sich einzelne große Minerale als sogenannte Einsprenglinge befinden, wird am Ostrand des Riesengebirges und S von Jelenia Góra (Hirschberg) gefunden.

Im Riesengebirgsgranit sind Magmamassen eingedrungen, die Ganggesteine gebildet haben. Die Vorkommen sind bis zu 30 m breit und zum Teil km-lang. Aplite und Pegmatite, porphyrische Granite und Lamprophyre. Es finden sich des Weiteren Onit und Kersantit. Basalte treten N von Jelenia Góra und Orle (Karlsthal) massenhaft an die Oberfläche.

Der rote porphyrische Riesengebirgsgranit wurde um Jannowitz, Karpniki (Fischbach) und Strużnica (Neudorf) abgebaut.

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=52014
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Verkürzte Pfadangabe

Riesengebirge, Niederschlesien, Woiwodschaft, PL
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (3 Bilder gesamt)

Riesengebirge
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Riesengebirge

Riesengebirge (Karkonosze), Niederschlesien, Polen. 6.2016.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2020-07-20
Riesengebirge mit Schneekoppe
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Riesengebirge mit Schneekoppe

Riesengebirge (Karkonosze),Niederschlesien, Polen. 5.2002.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2020-07-17
Schneekoppe von Schreiberhau aus
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Schneekoppe von Schreiberhau aus

Riesengebirge (Karkonosze),Niederschlesien, Polen. 5.2002.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2020-07-17

Ausführliche Beschreibung

Im Mittelalter begann der Bergbau. Zunächst waren es Edelsteine, dann kamen Eisenerz und andere Mineralien dazu. Für die Verarbeitung der Erze waren große Mengen Holz erforderlich, das man hier fand.

Ausgewählte Orte im Riesengebirge:

Mineralien (Anzahl: 12)

Gesteine (Anzahl: 11)

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Legende

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Aktualität: 30. Jul 2020 - 23:39:31

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Externe Verweise (Links)

Wikiwand Riesengebirge
ergis.cz
wikipedia Riesengebirge

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Johann Jokely: Das Riesengebirge in Böhmen. In: Jb. k.k. Geol. RA., Bd.12, H.3, Jg. 1861/1862, Wien, S.396–420.
  • Milch, L. (1898). Beiträge zur Kenntnis der granitischen Gesteine des Riesengebirges. T.1. In: N. Jb. Min., Geol. Paläont. Beil. Bd.12, S.115–237.
  • Milch, L. (1901). Beiträge zur Kenntnis der granitischen Gesteine des Riesengebirges. T.2. In: N. Jb. Min., Geol. Paläont. Beil. Bd.15, S.105–204.
  • Milch, L. (1911). Über die Beziehung des Riesengebirgsgranits („Ganitit“) zu den ihn im Süden begleitenden „Granitit“-Zuge. In: Cbl. f. Min., Geol. u. Pal. Bd.7, S.197–205.
  • Berg, G.E.W. (1923). Der Granit des Riesengebirges und seine Ganggesteine (Petrographische Studien). Abh. Preuß. Geol. LA, N.F., 94, Berlin.
  • Cloos, H. (1924). Bau und Oberflächengestaltung des Riesengebirges in Schlesien. (Geol.Rundsch.15, Berlin 1924)
  • Cloos, H. (1925). Einführung in die tektonische Behandlung magmatischer Erscheinungen (Granittektonik) – Das Riesengebirge in Schlesien. (Verlag Borntraeger, Berlin 1925).
  • Milch, L. (1927). Der Pluton des Riesengebirges (nach H. Cloos). In: Fortschr. Min., Krist. u. Petr. Bd.66, S.229–52.
  • Walther Dressler: Die Schlesischen Gebirge. Bd.1: Riesen- und Isergebirge, Bober-Katzbach-Gebirge, Landeshuter Bergland. Storm Reiseführer, Berlin 1931.
  • W. Dienemann und O. Burre: Die nutzbaren Gesteine Deutschlands und ihre Lagerstätten mit Ausnahme der Kohlen, Erze und Salze. Enke-Verlag, Stuttgart S.61ff.
  • Pollmann, B. (1996): Riesengebirge mit Isergebirge, Rother Wanderführer; München 1996, ISBN 3-7633-4222-2
  • Menzel, H. (1999). Einige geologische Merkmale des Riesengebirges in Schlesien (Karkonosze, Polen). Aufschluss, Jg.50, Nr.1, S.46-55.
  • Menzel, H. (2008). Aplit auf dem Prudelberg (Wotosza) und der Heinrichsburg (Zamek ksiecia Henryka) bei Stonsdorf (Staniszów) im Riesengebirge (Karkonosze) Polen. Aufschluss, Jg.59, Nr.3, S.155-60.
  • Menzel, H. (2008). Gletschertöpfe im Riesengebirge (Karkonosze). Aufschluss, Jg.59, Nr.4, S.231-36.