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Gläsendorf (Szklary)

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Polen / Niederschlesien (Dolnoslaskie), Woiwodschaft / Ząbkowice Śląskie (Zabkowicki), Powiat / Frankenstein (Zabkowice Slaskie) / Gläsendorf (Szklary)

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Ca. 60km S von Breslau (Wroclaw). Von Frankenstein (Zabkowice Sl) 6km N gelegen.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Untertagebetrieb, dann Tagebaue, Halden. (aufgelassen)

Geo­lo­gie

Nickellagerstätte vom Silikat-Typ (Ni-haltiger Serpentinit). Gebildet durch hydrothermale und später lateritische Verwitterung von ultramafitischem Gestein (Peridotite). Das Lager wird von zahlreichen pegmatitischen und oligoklastischen Gängen durchschnitten, welche assoziiert sind mit dem benachbarten Variszischen Syenit-Massiv.

Neuere Ergebnisse von Bohrungen bestätigen historische Daten. Die Prospektionen ergaben insgesamt: über 15 Mio. Erz, was noch ungefähr 94.000 t Nickel enthält.

Diese Mineralien sind in dem Verwitterungshorizont des Serpentinites im Gläsendorf-Massiv zu finden und zwar in Gängen von wenigen mm bis einigen cm Grösse. Ebenso einige Nickelsilikate unter der Bezeichnung „Garnierit“ (Nepouit, Nickelsaponit....).

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=4261
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Verkürzte Pfadangabe

Gläsendorf, Frankenstein, Ząbkowice Śląskie, Powiat, Niederschlesien, Woiwodschaft, PL
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (7 Bilder gesamt)

Schornstein mit Resten der ehemaligen Nickel-Fabrik
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Schornstein mit Resten der ehemaligen Nickel-Fabrik

Gläsendorf, Frankenstein, Niederschlesien, Polen. 6.2016.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2016-06-24
Stollenmundloch im Gebiet des Tagebaus Martha
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Stollenmundloch im Gebiet des Tagebaus Martha

Gläsendorf, Frankenstein, Niederschlesien, Polen. 6.2016.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2016-06-24
Tagebau Martha
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Tagebau Martha

Gläsendorf, Frankenstein, Niederschlesien, Polen. 6.2016.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2016-06-24

Ausführliche Beschreibung

1740 wurde Gläsendorf erstmals als Fundort von Chrysopras, weißem Edelopal und Chalcedon erwähnt (1.bekanntes Vorkommen). Der Lieblings-Stein von Friedrich dem Großen war der hier gefundene Chrysopras! Auf Nickel abgebaut seit 1891, zuerst als Untertage-Betrieb, dann seit 1935 als Tagebau. Leider ist die Nickelgrube seit 1986 geschlossen, aber bis jetzt kann man hier auch noch mit etwas Ausdauer und Glück den weltweit einzigartigen apfelgrünen Chrysopras finden.

Die ehemalige Nickelerz-Grube hieß "Martha". Sie wurde 1986 stillgelegt. Es wurden etwa 20.000 t Nickel produziert.

Häufig wird die Fundortbezeichnung Frankenstein verwendet, die Stadt war jedoch nur Standort der Werksverwaltung. Der Standort der Schlesischen Nickelwerke, die einzig in Europa das Nickelerz am Fundpunkt verhütteten, und des Abbaus lag jedoch in Gläsendorf (Szklary).

Tatsächliche Fundmöglichkeiten für Chrysoprase und Opale gab es in mehreren umliegenden Ortschaften, bedingt durch vier Serpentinkuppen in nahezu NS Richtung und eines Serpentinmassivs SW von Frankenstein. In den Ortschaften Grochau ( Grochów ) bzw Baumgarten ( Braszowice ) gab es auch einen Magnesit-Abbau.

Mineralien (Anzahl: 91)

Mineralbilder (1 Bilder gesamt)

Chrysopras
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Chrysopras

Sklary/Gläsendorf, Zabkowice Slaskie(Frankenstein), Dolnoslaskie(Niederschlesien, Polen - 10 x 6 cm

Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2018-12-16
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Gesteine (Anzahl: 5)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Breithaupt (1823). Kerolit. (Typ-Publ.)
  • Breithaupt (1832). Chrysopras. (Typ-Publ.)
  • Kraft, F.G. (1943). Friedr. Krupp Aktiengesellschaft Essen. Abt. Schlesische Nickelwerke bei Frankenstein, Schlesien. S.248-54.
  • Spangenberg, K. und Müller, M. (1949): Die lateritische Zersetzung des Peridotits bei der Bildung der Nickelerzlagerstätte von Frankenstein in Schlesien. Contr.Miner.Petr. 1(5/6), 560-72.
  • Sobczak, T. und N. (1990). Die klassischen Chrysopras-Vorkommen von Szklary in Niederschlesien. Lapis, Jg.15, Nr.10, S.29.
  • Eggli, V. (1994). Eine Reise nach Polen: Chrysopras von Szklary. Mineralienfr., Jg. 32, Nr.1, S.1-4.
  • Wolfgang Seidel. Ende nach 100 Jahren: "Schlesische Nickelwerke" bei Frankenstein. Schlesien heute, 12, 2000. S.12-13.
  • Sachanbiński, M., Piórewicz, R., Michalin, R. (2000): Heavy minerals in the serpentinite weathering cover of the Szklary massif. Geol. Sudetica: 33(2): 131-41.
  • Löbig, F. und E. Kleist (2010). Ansehnliche Funde auf "Goethes Spuren"; Exkursionsbericht der VFMG. Aufschluss, Beil., Jg.61, Nr.1, S.4.
  • Berichte: Northern Mining Limited bzw. KGHM Polska Miedz SA.

Weblinks:

Quellenangaben

Einordnung