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Polytypie

Polytypie ist ein besonderer Fall von Polymorphie.

Als Polytypen werden Substanzen definiert, welche in verschiedenen strukturellen Modifikationen auftreten, wovon jede so betrachtet werden kann, als wenn sie aus gestapelten Schichten (atomaren Struktureinheiten) mit (nahezu) identischer Struktur und Zusammensetzung und mit Modifikationen, welche nur in ihrer Stapelfolge (Sequenz) voneinander abweichen, aufgebaut sind.

Der komplette Name für einen Polytyp besteht aus dem Mineralnamen und einem Bindestrich zu einem Suffix. Der Suffix besteht aus einer Zahl und einem Großbuchstaben. Die Zahl beschreibt die Stapelfolge und der Buchstabe das Kristallsystem. ( eg. C=Kubisch, H=Hexagonal, R=Rhomboedrisch, T=Trigonal,Q=Tetragonal, O=Orthorhombisch, M=Monoklin, A=Triklin (von anorthisch)

Bsp.: Molybdänit-2H (Stapelung 1,2,1,2,1 ..., H = Hexagonal und Molybdänit-3R (Stapelung 1,2,3,1,2,3,1...., R-Rhomboedrisch); Silber-3C; Silber-2H, Silber-4H u.a.

Polytypen sind keine eigenständigen Mineralien !

Die Eigenschaften können sich aber sehr wohl unterscheiden. So ist der hexagonale Polytyp SiC-4H ein begehrtes Material in der Halbleitertechnologie ( Substrat, Wafer, Schottky-Dioden etc. ). SiC-4H ist transparent, die meisten anderen Typen vom SiC sind schwarz.


Literatur

  • Nickel, E.H.; 1993; Standardization of polytype suffixes. American Mineralogist, 78, 1313
  • Nickel,E.H., Mandarino, J.A.; 1987; Procedures involving the IMA Commission on New Minerals and Mineral Names and Guidelines on Mineral Nomenclature; American Mineralogist, 72, 1031-1042

Quellangaben


Einordnung