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Glasiges magmatisches Gestein (玻璃)

Weitere Funktionen

Bilder (3 Bilder gesamt)

Vulkanisches Glas
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Vulkanisches Glas (SNr: A03052)

Kugelig gelblich mit Lavenit, die Lavenite wachsen igelartig aus der scheinbar frei schwebenden Vulkanglaskugel, BB = 3,5 mm; Fundort: In den Dellen, Mendig, Eifel, Rheinland-Pfalz, Deutschland.

Sammlung: Lithothek der Münchener Micromounter
Copyright: Hannes Osterhammer
Beitrag: Münchener Micromounter 2014-08-25
Bimsstein - Rhyolithisches Gestein
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Bimsstein - Rhyolithisches Gestein

42 x 23 x 31mm, 8g, hellgrau- weißer metallischer Glanz, fasrig-strohige Struktur mit deutlichen Poren, Insel Lipari - Italien,

Sammlung: Privatsammlung
Copyright: Sealauncher
Beitrag: Sealauncher 2013-09-07
Obsidianfluss
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Obsidianfluss

Ein mächtiger Obsidianfluss, welcher in die im Hintergrund scihtbare Newberry CAldera fließt. Oregon, USA.

Copyright: GNU General Public Licence
Beitrag: Collector 2013-05-31

Zusatzangaben / Zusammenfassung

Gesteinsglas ist keine eigentliche Gesteinsart, sondern die Bezeichnung für ein Gesteinsgefüge. Wir führen es wegen der besseren Übersicht dennoch unter den Gesteinen auf.

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Magmatisches Gestein und Sediment  ⇒ Kristallin magmatisches Gestein  ⇒ Normal kristallines Gestein  ⇒ Feinkörnig kristallines Gestein

Nächst niedrigere Stufe

Bimsstein

Hyaloklastit

Limu

Obsidian

Palagonit

Pechstein

Perlit

Andere Sprachen

Russisch

Вулканическое стекло

Deutsch

Glasiges magmatisches Gestein

Polnisch

Szkliwo wulkaniczne

Portugiesisch

Vidro vulcânico

Englisch

Volcanic glass

Niederländisch

Vulkanisch glas

alternativ genutzter Name

Chinesisch (Vereinfacht)

玻璃

Deutsch

Gesteinsglas

Deutsch

Vulkanglas

Deutsch

Vulkanisches Glas

Ausführliche Beschreibung

Gesteins- oder Vulkanglas

(englisch: igneous glass , volcanic glass)

Gesteinsglas gehört per se zu den Vulkaniten, ist jedoch keine eigentliche Gesteinsart, sondern die Bezeichnung für ein Gesteinsgefüge . Wie bei künstlichen Gläsern ist dieses amorph; vereinzelt können Kristallite eingelagert sein.

Gesteinsgläser entstehen durch rasches Abkühlen des zur Erdoberfläche aufgestiegenen Magmas . Aufgrund der zu kurzen Zeit bis zur Erstarrung der Schmelze kann das Material nicht auszukristallisieren. Durch gasreiche und zähe Lava bildet sich schaumiges Glas; bei gasarmer oder fester Lava bildet sich porenarmes, festes Gesteinsglas. Ausnahme sind Schlacken und Limu, welches sich aus und auf Lava bilden.

Vulkanglas hat keinerlei kristalline Struktur. Der Glasgehalt in % wird ( nach Streckeisen, 1978, 1979) durch folgende Präfixe definiert:

  • 0-20 Glashaltig
  • 20-50 Glasreich
  • 50-80 Glasig

Die bekanntesten Gesteinsgläser sind

  • Bims (Bimsstein); eine blasenreiche, schaumige Lava
  • Blasenreiche Schlacke ; bimssteinartige Krusten auf Lavaströmen
  • Obsidian; ein Vulkanglas, daß, wenn es kieselsäurereich ist, zur Rhyolith- Familie gehört; desgleichen gibt es andesitische, trachytische und phonolithische Obsidiane
  • Pechstein ist ein vulkanisches Glas, welches wie Pech glänzt und gewöhnlich wenige größere Kristalle sowie ca. 4 bis 10% Wasser enthält (im Gegensatz zu Obsidian, dessen Wassergehalt < 1% ist).
  • Perlit (auch Perlstein) ist vulkanisches Glas mit zahlreichen konzentrischen Sprüngen, welche beim Fragmentieren in etwa Perlen ähneln. Manche Perlite haben einen hohen Wassergehalt und dehnen sich bei Erwärmung aus.
  • Hyaloklastit ; Ein verfestigtes pyroklastisches Gestein ,welches aus kantigen Glasfragementen besteht

Seltene Gesteinsgläser

  • Limu ; ein basaltisches blasenreiches Glas, welches sich bildet, wenn Pahoehoe-Lava ins Meer fließt und sich rasch abkühlt

Abweichende Definitionen

Bei manchen Autoren gehören Bims und blasenreiche Schlacken zu den Pyroklastiten und Obsidian, Perlit und Pechstein zu den Rhyolithen . (Bsp.: Wimmenauer, W., 1985 ). Bei Schumann, W., 1994 (Der neue BLV Steine- und Mineralienführer) werden alle Gesteinsgläser als Vulkanite bezeichnet, wenn gleich eingeräumt wird, daß es sich eigentlich um keine Gesteinsart, sondern um eine Bezeichnung für ein Gesteinsgefüge handelt.

Die Gesteinsgläser in diesem Lexikon sind als Kompromiß an die o.a. Autoren unter den magmatischen Gesteinen aufgeführt, wenngleich sie von der IUGS nicht als solche definiert wurden.


Grenzfälle

Ob Tektite zu den Gesteingläsern gehören wird kontrovers diskutiert. Stammen sie vom Meteor(it) während des Fluges, sind es streng genommen keine Gesteingläser, da sie extraterrestischen Ursprungs sind. Wenn die Tektite allerdings erst durch den Impakt entstehen, bzw.vom Auswurf des Kraters stammen, sind es durch Druck und Schmelztemperatur erzeugte Gesteinsgläser.

Referenzen, Verweise und Literatur

Quellangabe

Gesteinszuordnungen (9)







 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 

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Aktualität: 24. Jun 2017 - 10:46:42