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Aplit

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Bilder (8 Bilder gesamt)

Aplit
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Aplit

Aplit, etwa 7x6cm, Fundort: Winklarn, Oberpfalz

Copyright: Erik
Beitrag: Erik 2006-03-03
Aplitgreisen
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Aplitgreisen

vergreister Aplitgang, Zinnstein-Reicherz, BB ca. 80 cm, Sauberg Untertage, Ehrenfriedersdorf, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland, 19.01.2008

Sammlung: geomueller
Copyright: geomueller
Beitrag: geomueller 2008-01-26
Gangkreuz
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Gangkreuz

Gangkreuz eines Quarz/Zinnstein- mit einem Aplitgang, BB ca. 2 m, Sauberg Untertage, Ehrenfriedersdorf, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland, 19.01.2008

Sammlung: geomueller
Copyright: geomueller
Beitrag: geomueller 2008-01-26
Aplitgranit
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Aplitgranit

(Erstfelder Gneis). Aar-Massiv, Zugangsstollen NEAG Amsteg. Reusstal, Uri, Schweiz.

Sammlung: Archiv Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2010-11-07
fünfstrahliger Aplitgang
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fünfstrahliger Aplitgang

Aufschluß an der Straße Via della Costa (SP25) zwischen Fetovaia und Pomonte /Insel Elba

Sammlung: Moni
Copyright: Moni
Beitrag: Moni 2010-11-14
Turmlinnadeln in Aplitgang
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Turmlinnadeln in Aplitgang

Steinbruch südl. San Piero, Größe Turmalinnadeln: ca. 2cm

Sammlung: Moni
Copyright: Moni
Beitrag: Moni 2010-11-28

Zusatzangaben / Zusammenfassung

(griechisch: aploos = einfach )

ein vorwiegend aus Kalifeldspat und Quarz bestehendes, weißes bis hellgraues, feinkörniges, tw. zoniertes Ganggestein. Auch Gruppenname für alle leukokraten feinkörnigen bis aphanitischen Ganggesteine. Ihre Mächtigkeit reicht von wenige cm breiten Gängen bis selten in Dezimeter stärke.

Der Name Aplit sollte nicht mehr verwendet werden um Adern oder Fazies feinkörniger Kristallen zu benennen. Namen wie felsitische oder mikrogranitische Ader sollten Verwendung finden. Adern oder Fazies mit sehr feiner bis mittlerer Textur dessen Kristalle magmatischen Ursprung nahelegen, sollten nach dem Schema für feinkörnige bis mittelkörnige Gesteine klassifiziert werden.

Der Begriff "aplitic" kann in einem Gesteinsnamen nur in Verbindung mit einem Root-Namen angewendet werden um eine relativ feinkörnig texturierte Fazies in einem grobkörnigen Gestein zu beschreiben.

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Magmatisches Gestein und Sediment  ⇒ Kristallin magmatisches Gestein  ⇒ Normal kristallines Gestein  ⇒ Feinkörnig kristallines Gestein



Gesteine  ⇒ Metamorphe Gesteine und Metasedimente  ⇒ Metasomatische und Hydrothermale Gesteine  ⇒ Metasomatische Aplite und Pegmatite

Andere Sprachen

Deutsch

Aplit

Spanisch

aplita

Englisch

aplite

Ausführliche Beschreibung

Entstehung

Aplite entstanden durch schnelle Abkühlung einer Restschmelze in den aufreißenden Klüften eines erkaltenden Plutons.

Aplite sind wesentlich Gesteine mit granitischen Eigenschaften; es gibt jedoch auch Syenit-, Diorit- und Gabbroaplite. Granitaplite sind hellfarbige, feinkörnige Gesteine mit der gleichen Zusammensetzung wie Granit, in welchen jedoch Biotit selten oder nicht vorhandern ist.

Aplite enthalten oft pneumatolytische Mineralien wie Topas, Turmalin, Fluorit sowie Konzentrationen von Be und Li.

Die Entstehung der Aplite kann auf 2 unterschiedliche Wege geschehen, magmatisch und metasomatisch.

Magmatische Entstehung

Bei der magmatischen Entstehung füllt eutektische Restschmelze aufreißende Gangspalten des plutonischen Umgebungsgesteins meist lückenlos aus und kühlt zügig ab, worauf die geringe Korngröße schließen lässt. Risse und ganze Gangsysteme entstehen in späten Stadien der Plutone durch Abkühlung und daraus resultieren Spannungen im Gesteinskörper.

Metasomatische Entstehung

Bei den metasomatischen Apliten findet ein teilweiser Austausch der chemischen Bestandteile vor Ort, im bereits ferfestigten Gestein mittels chemischer Reaktionen statt. Durch den chemischen Prozess verarmt das Wirtsgestein - das Paläosom, der metamorph aussehende Teil eines Migmatites und verliert an helleren Bestandteilen wie Feldspat. Es entwickelt sich zu einem Melanosom dem dunklen, an mafischen Mineralen angereicherte Teil eines Migmatites. Die entmischten Bestandteile reichern sich im Leukosom, dem hellen quarz-feldspatreiche und magmatisch aussehende Teil eines Migmatites, dem Aplit an.


Referenzen, Verweise und Literatur

Literatur

  • Töger, W.E.; 1938; Spezielle Petrographie der Eruptivgesteine

Quellangaben

Gesteinszuordnungen (1)