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Feuerstein

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Bryozoa in Flint
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Bryozoa in Flint

Fundstelle: Nordrhein-Westfalen/Niederrhein/Kreis Viersen/Niederkrüchten; Größe: 5x 1,5 cm

Sammlung: daniel d.
Copyright: daniel d.
Beitrag: daniel d. 2011-03-01
Flint mit fossilem Seeigel
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Flint mit fossilem Seeigel

Flint mit fossilem Seeigel. Im Seeigelskelett verblieb ein kleiner Hohlraum, so dass sich blaugrauer Chalcedon mit kleinen Quarzkristallen darin bilden konnte. Mein erster "vernünftiger" Fund mit 9...

Sammlung: aca
Copyright: aca
Beitrag: aca 2014-10-04
Feuerstein mit Bryozoa (Moostierchen)
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Feuerstein mit Bryozoa (Moostierchen)

Größe: 9,5 x 6 cm; Fundort: Kreis Kleve, Niederrhein, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Sammlung: Donat
Copyright: Donat
Beitrag: Donat 2007-11-20
Feuerstein
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Feuerstein

Fundort: Kiesgrube Piskowitz: Kamenz, Oberlausitz, Sachsen, Deutschland; Größe 8cm x 6cm

Sammlung: ulicu
Copyright: ulicu
Beitrag: ulicu 2011-07-30
Feuerstein mit Grabgängen
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Feuerstein mit Grabgängen

Die Feuersteinbildung begann schon an der Grenze von Grabgängen (sehr wahrscheinlich von Krebsen). Den Hohlraum der Gänge ließ sie dann frei; Fundort: Im Rheinkies

Sammlung: Donat
Copyright: Donat
Beitrag: Donat 2008-11-25
Feuerstein-Knolle
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Feuerstein-Knolle

Umgebung Ilza, Heiligkreuz-Gebirge, Polen. 7 cm.

Sammlung: Jacek Bogdanski
Copyright: Adam Szuszkiewicz
Beitrag: Doc Diether 2008-05-21

Zusatzangaben / Zusammenfassung

Feuerstein ist aus aufgelösten Skelettresten (Kieselgel bzw. Kieselsäure) von Kieseltierchen entstanden. Deshalb finden sich auch häufig Reste von einstigen Lebewesen, wie etwa Bryozoen (Moostierchen), im Feuerstein.

In marinen Kalksedimenten der Kreide bildete sich vor 130 - 65 Mio. Jahren aus dem Kieselgel ein amorpher Opal, der schließlich zu feinkristallinem Chalcedon umgewandelt wurde. Typisch für Feuerstein ist seine weiße Rinde, die sich durch Wasserverlust bzw. Umwandlung von Opal zu Chalcedon bildet.

Während früher der Name "Feuerstein" oft als Überbegriff für unterschiedliche Kieselgesteine verwendet wurde, wird heute hingegen Feuerstein (Flint) als eine spezielle Form des Gesteins bzw. Überbegriffs "Hornstein" (Chert) angesehen und der "Hornstein-Gruppe" zugeordnet.

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Sedimentäre Gesteine und Sedimente  ⇒ Nicht-klastische Silikat-reiche Sedimente und Sedimentäre Gesteine  ⇒ Kieselige Gesteine  ⇒ Hornstein

Andere Sprachen

Deutsch

Feuerstein

Englisch

flint

norwegisch

Flint

Spanisch

Silex

Französisch

Silex

alternativ genutzter Name

Englisch

Firestone

Deutsch

Flint

Spanisch

Piedra de fuego

Ausführliche Beschreibung

Chemische Formel: SiO2 + n H2O + Spurenelemente (chemischer Fingerprint?!)

Feuerstein (englisch flint, französisch silex) ist aus aufgelösten Skelettresten (Kieselgel bzw. Kieselsäure) von Kieseltierchen entstanden. Feuerstein kann entweder bioklastisch oder durch chemische Ausfällung entstehen.

Als Feuerstein wird üblicherweise der Flint aus der Kreidezeit und dem untersten Tertiär (Danium) bezeichnet, welcher an (Mikro-) Fossilien meist überwiegend Bryozoenreste (untergeordnet teils mehrachsige Spicula, sonstige Schwammreste, Foraminiferen etc.) enthält. Typische Fundplätze sind die Ostseeküste (Baltischer Feuerstein), die Kreidefelsen von Rügen, die Maastrichter Region, die Burgunder Region, etc. Feuersteine aus anderen erdgeschichtlichen Perioden werden als Hornsteine bezeichnet, so z.B. der Hornstein des Jura, Keuper oder Muschelkalk (siehe unten).

  • Knollentypen: irreguläre oder reguläre Knollen, Platten, Fladen
  • Transparenz: opak, transparent oder Kanten-transparent
  • Glanz: matt, fettig, seidig
  • Farbe: variiert je nach Herkunft und von Knolle zu Knolle

    • Typische Farben des baltischen Feuersteins: blaugrau, grau bis nahezu schwarz
    • Berühmt ist der "rote Flint" von Helgoland, Insel
    • Eine gelblichbraune "Honigfarbe" kann - zusammen mit massivem Auftreten von Bryozoen - ein Hinweis auf eine Entstehung im Danium sein (muß aber nicht).
  • Patina: meist weiß oder gelblich, kann oberflächlich oder komplett durchpatiniert sein
  • Rinde: glatt, glatt bis rau, rau, feinkörnig, grobkörnig, schwammartig, leicht unregelmäßig, stark unregelmäßig, klüftig
  • Strichfarbe: weiß
  • Fossilien: oft Mikrofossilien, aber auch Makrofossilien wie Seeigel oder Brachiopoden
  • Morphologie: sehr feinkörnig und glatt, rauh an verwitterten Oberflächen, Mineralbestand - Kieselsäure in der Varietät Chalcedon.

Lagerstätten:

  • primäre Lagerstätten: massige Kalke, gebankte und geschichtete Kalke, Mergel, wechselnd Mergel und Kalke
  • sekundäre Lagerstätten: Residuallagerstätten, Flussschotter, Breccie, Konglomerate sowie eiszeitliche Moränen (auch südlich der primären Vorkommen - siehe: Feuersteinlinie)

Problematik Archäologie vs. Geologie:

In der Archäologie werden (bzw. wurden) die Begriffe Silex, Feuerstein und Hornstein oft anders verwendet als in der Geologie/Petrographie. Der Begriff Feuerstein reduziert sich auf verkieselte Aggregate aus der Oberkreide und auf solche aus dem Unteren Tertiär (was aber mittlerweile allgemein gebräuchlich geworden ist). Materialien aus anderen Epochen werden als Hornsteine bezeichnet (Perm, Muschelkalk, Keuper, Jura).

Der Begriff Silex stammt aus dem Französischen und meint eigentlich dasselbe wie Feuerstein, wird nur leider häufig im deutschsprachigen Raum als Oberbegriff für alle silikatischen Aggegrate verwendet, die in der Prähistorie genutzt wurden (so z.B. auch für Obsidian und andere nicht-sedimentäre Kieselbildungen). Diese Vorgehensweise ist irreführend und sollte daher vermieden werden

Weitere Irrtümer und Fehlzuweisungen:

  • Der sogenannte "Hohenloher Feuerstein" gilt als Varietät des Keuper-Hornsteins (sh. Schuckhof)

Links

Literatur

  • KRÜGER (1980): Untersuchungen über die roten Flinte von Helgoland und eine Deutung möglicher Färbungsursachen.Meyniania 32; 105-112, Kiel.

Referenzen, Verweise und Literatur

Weblinks

Deutsche Seiten

Französische Seiten

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Gesteinszuordnungen (0)