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Geschiebe

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Bilder (51 Bilder gesamt)

Mini-Achate im Diabas
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Mini-Achate im Diabas

Kleine Geschiebe-Achate im "Asby-Diabas". Herunft sehr wahrscheinlich Schweden; Fundort: Niederland/Limburg/Arcen; Größe:16,5x10 cm

Sammlung: Günter Erkens
Copyright: Archiv: Günter Erkens (Donat)
Beitrag: Donat 2010-07-04
Ignimbrit als Geschiebe
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Ignimbrit als Geschiebe

Herkunft: Dalarna, Schweden

Copyright: Gerhard Schöne
Beitrag: Stefan 2005-10-27
Geschiebe
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Geschiebe

Paskallavik-Porphyr; Fundort Ahrenshoop Fischlan

Sammlung: Gerhard Schöne
Copyright: Gerhard Schöne
Beitrag: Stefan 2005-11-02
Geschiebe
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Geschiebe

Ordoviz Crinoiden und Paläoporellen Kalk

Sammlung: Gerhard Schöne
Copyright: Gerhard Schöne
Beitrag: Stefan 2005-11-02
Geschiebe
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Geschiebe

Der Alte Schwede in Hamburg Övelgönne

Copyright: Gerhard Schöne
Beitrag: Stefan 2005-11-02
Porphyr aus Dalarna
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Porphyr aus Dalarna

Einsprenglingsreicher Porphyr aus Dalarna Schweden. Eigenfund 11.02.2016.Abgerntenes Maisfeld bei Tangstedt.Kreis Pinneberg Schleswig Holstein Alter ca.1,6 Milliarden Jahre. Mit den Gletschern von ...

Sammlung: wieger
Copyright: wieger
Beitrag: wieger 2016-02-28
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Zusatzangaben / Zusammenfassung

Man bemerkt im Gespräch mit weniger geologisch interessierten Menschen oft ein Erstaunen über den Begriff „Geschiebe“. Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch sind damit meist Gerölle gemeint, wie sie z.B. ein Gebirgsfluss ins Tal befördert. Eine alte Bezeichnung ist auch "erratische Blöcke" oder "Erratika", was soviel bedeutet wie "fehlplazierte Blöcke". Das soll erklären, daß die Herkunft dieser Blöcke von ganz woanders ist. Auch der Begriff Findling wird noch verwendet.

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Sedimentäre Gesteine  ⇒ Klastische Sedimente  ⇒ Psephit

Andere Sprachen

Spanisch

errático glaciar

Deutsch

Geschiebe

Englisch

glacial erratic

Ausführliche Beschreibung

Wasserbauliche Definition

In der Wasserwirtschaft wird damit jeglicher Transport fester Stoffe in einem Fluss benannt. Die Bundesanstalt für Wasserbau untersucht z.B. den Geschiebetransport durch den Ebbe- und Flutstrom in der Unterelbe durch Ermittlung der sogen. Tidekennwerte, während die Abwasserbranche darunter besonders die unerwünschten am Boden von Abwasserleitungen sich ablagernden Feststoffe versteht.

Nach wasserbaulicher Definition bezeichnet man mit Geschiebe den Anteil der Feststoffe, der gleitend, rollend oder springend auf der Flußsohle bewegt wird. Das von Fließgewässern abgelagerte Gesteinsmaterial wird als fluviatiles Sediment bezeichnet.


Dentale Definition

Sucht man im Internet nach diesem Begriff, trifft man häufig auf Texte aus dem Dentalbereich. Unter Geschiebe wird dort eine anspruchsvolle Technik zur Fixierung von Zahnprothesen verstanden.


Geologische Definition

Als Geschiebe bezeichnet man Gesteine, die während der vergangenen Eiszeiten durch Gletscher transportiert wurden (Gletschergeschiebe) und nach dem (vorläufigen) Verschwinden des Eises großflächig abgelagert wurden. Geschiebe sind vielfach die einzigen und damit unwiederbringlichen Dokumente der ehemaligen Bedeckung Nordeuropas.

Das von Gletschern abgelagerte Gesteinsmaterial, das infolge des Eistransports vielfache charakteristische Schrammen aufweist und daher gekritztes Geschiebe genannt wird, bildet glazigene Sedimente wie Moränen bzw. Tillite.

Geschiebe beinhalten oft Fossilien. Die meisten Geschiebeinteressierten beschäftigen sich mit Fossilien.

Der Mineraloge und Petrograph Prof. Roland Vinx, Hamburg, benutzt in seinem gerade erschienenen und m. E. sehr wichtigen neuen Buch „Gesteinsbestimmung im Gelände“ zur leichteren Unterscheidung vorsichtshalber den Begriff „Glazialgeschiebe“.

Das Geologische Wörterbuch von MURAWSKI & MEYER unterscheidet sehr genau zwischen „Flussgeschiebe” und „Geschiebe”. Es gilt hier, in diesem Kontext, die für Geologen gültige Definition, wonach Geschiebe auf Gletschereistransport begrenzt ist. Dabei kann es sich um große Findlinge, wie den 217 Tonnen schweren "Alten Schweden" aus der Elbe in Hamburg-Övelgönne handeln oder um kleinste Tonpartikel in einem Geschiebemergel. Es können aber auch große Gesteinsschollen sein, die vom Gletscher aus dem Untergrund herausgerissen und über weite Strecken verlagert worden sind.“


Leitgeschiebe

Unter einem Leitgeschiebe versteht man ein Gestein, dessen Herkunftsgebiet genau bekannt ist. Zusätzlich muß dieses Gebiet klein genug sein, um bei der Rekonstruktion der eiszeitlichen Gletscherbewegungen hilfreich zu sein. Weiterhin muß ein Leitgeschiebe genügend markante und unverwechselbare Merkmale haben, um sicher identifiziert werden zu können.

Leitgeschiebe

Herkunft

Alter

Rhombenporphyr

Herkunft: Oslogebiet

Faxekalk

Insel Sjælland, Dänemark

Tertiär

Pyterlit

Pyterlachti in Südostfinnland

Åland-Rapakiwi

Åland-Inseln

Scolithensandstein

Ostsee vor der schwedischen Südostküste

Beyrichienkalk

Ostsee vor der schwedischen Südostküste

Ostseequarzporphyr (braun und rot)

Ostsee vor der schwedischen Südostküste

Präkambrium

Julier-Granit

Alpen Inngletscher

Bergung / Großgeschiebe

Bergung_Findling
Bergung_Findling

Bergung eines Findlings aus der Elbe

Gerhard Schöne

Grossgeschiebe
Grossgeschiebe

Großgeschiebe 517t

Gerhard Schöne

Geschiebe
Geschiebe

Der Alte Schwede in Hamburg Övelgönne

Gerhard Schöne



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Aktualität: 29. Sep 2016 - 13:14:46