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Glimmerton

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Glimmerton
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Glimmerton

Glimmerton anstehend, Bildbreite ca. 1 m, Miozän-Langenfeldium, Groß Pampau

Sammlung: dentalius
Copyright: dentalius
Beitrag: Mineralienatlas 2009-03-08
Fundstelle: Kiesgrube Ohle u. Lau / Groß Pampau / Herzogtum Lauenburg, Landkreis / Schleswig-Holstein / Deutschland
Glimmerton
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Glimmerton

Glimmerton, durchgetrocknet, Abmessungen ca. 7 x 3 cm, reflektierende Glimmerpartikel, Miozän-Langenfeldium, Groß Pampau

Sammlung: dentalius
Copyright: dentalius
Beitrag: Mineralienatlas 2009-03-08
Fundstelle: Kiesgrube Ohle u. Lau / Groß Pampau / Herzogtum Lauenburg, Landkreis / Schleswig-Holstein / Deutschland

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Sedimentäre Gesteine und Sedimente  ⇒ Klastische Sedimente  ⇒ Pelit  ⇒ Ton und Tonstein

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Glimmerton

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Glimmerton

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Glimmerton

Ausführliche Beschreibung

Allgemeine Beschreibung

Glimmerton, bzw. Glimmerschluff ist ein von vielen Glimmertpartikeln durchzogenes Sediment der Urnordsee, das in der Regel nicht verfestigt auftritt. Er wird unterschieden in oberer und unterer Glimmerton.

Die Schichten wirken als Grundwasserhemmer zwischen Grundwasserleiter-Komplexen (z.B. Braunkohlensande) und sind hauptsächlich in größerer Tiefe abgelagert.

Die Mächtigkeit der Schichten schwankt. Für Hamburg wird eine Mächtigkeit von 100m angegeben.

Während der Eiszeit wurden durch die Gletscherbewegungen Tonschollen abgerissen und z.T. weit verdriftet. Diese lokalen Vorkommen wurden in den letzten Jahrhunderten von kleineren Ziegeleien bis zur Erschöpfung des Vorkommens abgebaut. Aufgrund des Ziegeleiensterbens und Konzentrationsprozessen in diesem Sektor sind heute nahezu keine Aufschlüsse mehr vorhanden.

Durch die auftretenden Scherkräfte während des Gletschervortriebs und durch das Gewicht der Gletscher ist das Sediment von vielen Rissen durchzogen.

Zur stratigraphischen Einordnung des Sediments siehe (Link startet Download einer PDF-Datei, 7,2 mb): Stratigraphische Tabelle von Deutschland

Verwendung

Neben der Ziegelfertigung (z.B. Hintermauerwerk, hochwärmedämmend) kann Glimmerton aufgrund seiner wasserabdichtenden Eigenschaft als Dichtungsschicht eingesetzt werden. Als Beipiele für die Verwendung können die Erstellung von Regenrückhaltebecken, die Erstellung von Deponieabdeckungen gegen eindringendes Oberflächenwasser, oder auch die Abdichtungslage bei der Neuerstellung einer Deponie angeführt werden. (Dies gilt natürlich analog für viele Tone)

Struktur

Glimmerton tritt als fetter und magerer Ton auf, teils in erkennbarer Schichtung, teils ohne. Einige magere Schichten enthalten einen hohen Anteil an glaukonitischen Sanden.

In Teilbereichen/Schichten, auch geografisch betrachtet, ist der Ton entkalkt.

Farbe

Je nach Ablagerungsbedingungen und enthaltenen Mineralien von fast schwarz bis hellgrau, dunkelbraun bis grün.

Ablagerungszeiträume

Oberer Glimmerton: Langhium bis Tortonium, bzw. Reinbekium bis Gramium

Unterer Glimmerton: Aquitanium bis Burdigalium, bzw. Vierlandium bis Hemmoorium

Fossilien

Der Fossilgehalt ist stark different, je nach Lebensbedingung während der Ablagerung. Nahezu fossilfreie Schichten können angetroffen werden. Gerade die teilweise Entkalkung führte zur Zerstörung von Kalkschalern.

Aufgrund glazialer Prozesse wurden die meisten enthaltenen größeren Fossilien zerschert.

Referenzen, Verweise und Literatur

Weblinks

Gesteinszuordnungen (0)

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Aktualität: 14. Sep 2019 - 09:27:20

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