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Hornstein

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Hornstein-Knolle
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Hornstein-Knolle

BB: 12cm. Isteiner Klotz; Baden-Württemberg. (S-W).

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2008-03-17
Hohenloher Feuerstein
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Hohenloher Feuerstein

73 x 44 mm; Schuckhof, Kreis Schwäbisch Hall, Hohenloher Ebene, Baden Württemberg, Deutschland

Sammlung: Achim
Copyright: Achim
Beitrag: Achim 2010-12-04
"Jaspis"-Knolle
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"Jaspis"-Knolle

(Bohnerzjaspis = sekundär gefärbter Jurahornstein). 6 x 4,5 cm. Lesestein, Weinberg, Auggen. Baden-Württemberg. Deutschland.

Sammlung: Doc Diether
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2008-04-27
Altendorfer Hornstein
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Altendorfer Hornstein

Verkieselte Pflanzenachsen und Farnblätter; Fundort: Chemnitz, Stadtteil Altendorf, Sachsen, Deutschland; Farnachsen und Farnblätter (Mariopteris), Calamitenblätter, als Schenkung an Museum für Nat...

Sammlung: wolfilain
Copyright: wolfilain
Beitrag: wolfilain 2007-10-04
Hornstein
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Hornstein

Hornstein, oberflächlich durch Fe-Oxide verfärbt. Fundort: Havelland, Brandenburg

Copyright: Collector
Beitrag: Collector 2006-03-03
Hornstein
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Hornstein

in der Fundregion als Hohenloher Feuerstein benannt; ca. 90 * 50mm; Schuckhof, Kreis Schwäbisch Hall, Hohenloher Ebene, Baden Württemberg, Deutschland

Sammlung: Wolfgang Jost
Copyright: Achim
Beitrag: Achim 2010-11-21

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Sedimentäre Gesteine und Sedimente  ⇒ Nicht-klastische Silikat-reiche Sedimente und Sedimentäre Gesteine  ⇒ Kieselige Gesteine

Nächst niedrigere Stufe

Achat (Gestein)

Feuerstein

Jaspis (Gestein)

Nummulitenhornstein

Opaliner-Hornstein

Quarziger-Hornstein

Spongilit

Andere Sprachen

Deutsch

Hornstein

Englisch

chert

alternativ genutzter Name

Deutsch

Kieseltorf

hoher fossiler Inhalt

Ausführliche Beschreibung

Sedimentäres Gestein der Familie der Kieselgesteine. Eine kieselsäurereiche Konkretion, bzw. Ausfällung oder Ausscheidung, welche warzig-, knollen- oder schichten-bis lagenförmig auf Erzgängen, in gealterten karbonatischen Gesteinen, in Tiefsee-Sedimenten mit silikatischen Organismen und vulkanischen Ablagerungen vorkommt.

Im Allgemeinen wird Hornstein / Chert heute als Überbegriff für sedimentäre nichtklastische Kieselgesteine verwendet, konsequenterweise wären (bzw. sind) also auch Feuerstein und Radiolarit der "Hornstein-Gruppe" zuzuordnen.

Hornsteine bestehen weitgehend aus Opal, aus Gemischen von Opal mit Chalcedon oder aus Chalcedon. Tw. verwechselbar mit Feuerstein. Sie enthalten gelegentlich Makro- und häufig Mikrofossilien.

Der Mikrofossilinhalt dient auch zur weiteren Untergliederung der Hornsteine. Durchgesetzt hat sich die Vorgehensweise, Hornsteine nach dem deutlich dominierendern Anteil der unter dem Binokluar erkennbaren Mikrofauna-Reste zuzuordnen. Demnach wird bei marinen Hornsteinen meist zwischen Radiolariten, Spiculiten und Spongiliten unterschieden. Eine Dominanz von Bryozoenresten ("Moostierchen") tritt hingegen meist nur bei Feuerstein / Flint auf.
Nur allgemein von "Hornstein" wird hingegen gesprochen, wenn keine der mikrofossilen Komponenten dominiert, bzw. wenn nur oder überwiegend unbestimmbarer Detritus (kleinteilig fragmentierte Organismenreste) vorhanden ist.

Neben den (häufigeren) marinen Hornsteinen gibt es jedoch auch solche aus limnisch-terrestrischen Sedimenten. Diese können botanische Fossilien enthalten, wie z.B. die paläozoischen Hornsteine im Döhlener Becken und in der Gegend von Chemnitz. Im Volksmund werden solche Stücke aufgrund der der für das Erscheinungsbild charakteristischen fossilen Farnfiederchen als sogenannte "Madensteine" bezeichnet.
Ein weiteres bekanntes Beispiel ist der devonische Hornstein aus dem schottischen Rhynie (Rhynie Chert).
Limnisch-terrestrischer Hornstein wird meist nur allgemein als Hornstein bezeichnet, wenn er hingegen diverse botanische Reste (Pflanzenachsen, kleine Wurzeln, etc.) enthält, wird er zur Unterscheidung von den marinen Hornsteinen auch als "Kieseltorf" (permisch) oder als "Wurzelboden" bezeichnet.

Ein anderer gebräuchlicher Ansatz zur Unterscheidung verschiedener Hornsteine richtet sich nach der geologischen Herkunft (z.B. Muschelkalkhornstein, Bohnerzhornstein, ...), ist aber bezüglich der Gesteinsklassifikation nicht von Belang. Er sollte zudem erst nach der mikroskopischen Analyse der fossilen und nichtfossilen Komponenten (welche zu einer korrekten gesteinskundlichen Ansprache führt) angewendet werden, um das Ursprungsgebiet eines Stückes (z.B. bei archäologischen Artefakten) näher einzugrenzen.

Nicht zu verwechseln mit > Hornfels.


Weblinks und Downloads<brclear>

Literatur

  • M. Brandl (2014): Genesis, Provenance and Classification of Rocks within the Chert Group in Central Europe. Archaeologia Austriaca, Band 97–98/2013–2014, 33–58. doi: 10.1553/archaeologia97-98s33

Themen im Forum zu "Madenstein", "Kieseltorf" und "Rhynie Chert"

Referenzen, Verweise und Literatur

Quellenangabe

Gesteinszuordnungen (7)