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Kaolin

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Bilder (6 Bilder gesamt)

Lower Bostraze Quarry
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Lower Bostraze Quarry

Kaolin-Wand. St.Just, Cornwall, SW England, UK. 1992.

Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2010-05-20
Fundstelle: Lower Bostraze Quarry / St. Just / St. Just District / Cornwall Co. / England / UK
Kaolin
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Kaolin

mit dem Mineral Kaolinit, Fundort: Freital Burgk, Sachsen, Deutschland

Sammlung: Gerd Wansner
Copyright: Gerd Wansner
Beitrag: Gerd Wansner 2011-02-19
Fundstelle: Burgk / Freital / Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Landkreis / Sachsen / Deutschland
Kaolin
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Kaolin

Referenzbeleg des US Mineral Information Center; ohne Fundortangabe

Copyright: USGS
Beitrag: Collector 2007-12-23
Kaolinit auf Granit
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Kaolinit auf Granit

Das Mineral Kaolinit, der wesentliche; Bestandteil des Tongesteins Kaolin; Campolinde, Gebiet Lisboa, Portugal

Copyright: Martins da Pedra
Beitrag: Collector 2007-12-23
Kaolin
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Kaolin

Göpfersgrün, Wunsiedel, Fichtelgebirge. B:17cm.

Sammlung: Museum Wunsiedel
Copyright: Doc Diether
Beitrag: Doc Diether 2010-09-21
Fundstelle: Göpfersgrün / Wunsiedel / Wunsiedel im Fichtelgebirge, Landkreis / Oberfranken, Bezirk / Bayern / Deutschland
Kaolin mit kleinen Achat- und Quarzgängen
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Kaolin mit kleinen Achat- und Quarzgängen

Größe: 6 cm x 3 cm; FO: Kaolingrube Seilitz, nordwestlich von Meißen, Sachsen, Deutschland

Copyright: Fritzi
Beitrag: Fritzi 2014-02-17
Fundstelle: Seilitz / Meißen, Landkreis / Sachsen / Deutschland

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Sedimentäre Gesteine und Sedimente  ⇒ Sonstige Hydroxid-, Oxid- und Silikatsedimente und Sedimentäre Gesteine  ⇒ Residualgestein



Gesteine  ⇒ Sedimentäre Gesteine und Sedimente  ⇒ Klastische Sedimente  ⇒ Pelit

Andere Sprachen

Deutsch

Kaolin

Spanisch

caolín

Englisch

china clay

Ausführliche Beschreibung

(englisch: China Clay)

Kaolin ist eine Sammelbezeichnung für ein Gemisch meist eisenfreier Tongesteine (Tone) mit dem Mineral Kaolinit. Im deutschsprachigen Raum wird Kaolin auch als Porzellanerde bezeichnet, ein weiterer Begriff für reinen Kaolin, wie er in der Medizin oder Kosmetik verwendet wird, ist Bolus Alba. Im englischen Sprachraum wird Kaolin oder chinesischer Ton als China Clay bezeichnet.

Kaolinit selbst besteht aus mikroskopisch kleinen pseudohexagonalen Plättchen und Klumpen aus Plättchen, welche zu kompakten, lehmartigen Massen zusammengeballt sind. Das Mineral wird durch hydrothermale Verwitterung von Alkalifeldspäten und feldspatreichen Ausgangsgesteinen (Bsp. Granite und Rhyolithe), meist in humiden Klimazonen mit reichlich Niederschlägen, Humus-Bildung und Anwesenheit von Carbonsäuren bei pH-Werten unter 6 als direktes Präzipitat der Lehmfraktion der Sedimente gebildet. Kaolinit als Mineral kann auch aus vulkanischem Glas und aus Plagioklasen entstehen. Der durch Verwitterung aus Feldspat hevorgegangene Kaolin ist reinweiß, kann jedoch durch Fe-Oxide gelblich verfärbt sein. Meist sind natürliche Beimengungen von Quarz, Muskovit und/oder Magnetit enthalten. Seine chemische Zusammensetzung entspricht einem Aluminiumsilikathydrat der Formel: Al2Si2O5(OH)4.

Der Name Kaolin stammt vom erstbeschriebenen Fundort Gao-Ling (chinesisch: Weißer Hügel) in der chinesischen Provinz Jiangxi. Das verballhornte Wort Kaolin kam im 18. Jh. durch den französischen Jesuitenpater Xavier d'Entrecollees nach Europa.

Kaolin-Lagerstätten sind relativ selten; dort, wo sie sie sich befinden, werden sie meist seit langer Zeit abgebaut und sind Grundlage der weltweiten Porzellanindustrie. Reiner Kaolinit kommt in Kauling, Jiangxi, China vor. Kaolin wird seit mehr als 100 Jahren in zahlreichen sogen. "China clay pits" in Cornwall und Devon in England sowie bei Limoges, Haute Vienne in Frankreich abgebaut; weitere nennenswerte Vorkommen nahe Dresden, Kemmlitz, Seilitz und Zettlitz in Sachsen (Meißner Porzellan) und Hirschau in der Oberpfalz. (Größte deutsche Produzenten sind die Amberger Kaolinwerke und die Quarzwerke Frechen: Kriechbaum-Weinzierl, Tragwein (Kamig) und Aspang-Zöbern in Österreich. Große Lagerstätten gibt es auch im Donetzbecken in der Ukraine, in den USA in South- und North-Carolina, Arkansas und New Mexiko; in Kanada bei Huberdeau, Quebec und nahe Walton, Nova Scotia; desweiteren in Kolumbien, Usbekistan, Indien und Japan.

Verwendung von Kaolin

Kaolin wird wesentlich zur Herstellung von weißem Porzellan und für hellbrennende Tonmassen verwendet. Desweiteren Verwendung in der Kosmetik (Puder), bei der Papierherstellung (Füllstoff und Aufheller). Bei Farben und Lacken wird Kaolin als inerter Füllstoff eingesetzt, da er das Reflexionsvermögen, die Deckkraft und die Oberflächenhärte der gefärbten und lackierten Endprodukte verbessert. In der Reifenproduktion dient Kaolin als Weichmacher, in der Kunststoffindustrie als Füllstoff bei der Herstellung von Polyethylen.

Referenzen, Verweise und Literatur

Literatur

  • Hering,B., 2000; Weiße Farbmittel
  • Howe,A.A., 1914; A handbook to the collection of Kaolin, China-clay and China-stone: Mus. of pract. Geology. London
  • Okrusch,M., Matthes,S., 2005; Mineralogie (7. Aufl.)
  • Pounds,N.J.G., 1952; The China Clay Industry of Southwest England; Econ. Geogr.: 28, 1, 20-30

Links:


Quellangaben

Gesteinszuordnungen (1)

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