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Migmatit (Migmatite)

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Migmatit
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Migmatit

mit stromatitischer Textur; helle Leukosome, dunkle Melanosome und Paläosome; Fundort: Sipoo, Finnland

Copyright: Archiv: Peter Seroka (Collector)
Beitrag: Collector 2006-03-05
Migmatit
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Migmatit

Migmatit mit ptygmatischer Textur (ptygmatische Faltung von Leukosomen in einer Matrix von Paläosom; Fundort: Unbekannt, USA

Copyright: USGS
Beitrag: Collector 2006-07-04
Amphibolitischer Migmatit (glaziales Geschiebe)
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Amphibolitischer Migmatit (glaziales Geschiebe)

Fundort: Strand westlich von Heligendamm (Ostsee), Herkunft : wahrscheinlich aus Schweden, Größe 36 x 30 cm

Sammlung: Helmi
Copyright: Helmi
Beitrag: Helmi 2009-04-07
Migmatit (glaziales Geschiebe)
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Migmatit (glaziales Geschiebe)

Fundort: Strand westlich von Heligendamm (Ostsee); Herkunft : wahrscheinlich Schweden; Größe 88 x 29 cm

Sammlung: Helmi
Copyright: Helmi
Beitrag: Helmi 2009-04-08
Migmatit (glaziales Geschiebe)
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Migmatit (glaziales Geschiebe)

Fundort: Strand westlich von Heligendamm (Ostsee); Herkunft : wahrscheinlich Schweden; Größe 56 x 35 cm

Sammlung: Helmi
Copyright: Helmi
Beitrag: Helmi 2009-04-08
Migmatit
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Migmatit

Fundort: Klitmøller, S Hanstholm; Herkunft: Skandinavien; Größe: 10,5 cm; Metamorphit (Regionalmetamorphes Gestein) als Geschiebefund. Das Makrogefüge des Gesteins weist mehrere Merkmale auf: 1. Au...

Sammlung: Jörg
Copyright: Jörg
Beitrag: Jörg 2011-06-11

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Metamorphe Gesteine und Metasedimente  ⇒ Hochgradig Metamorphe Gesteine  ⇒ Migmatite und verwandte Gesteine

Nächst niedrigere Stufe

Agmatit

Arterit

Metatexit

Migmatitische Schiefer

Migmatitischer Gneis

Migmatitischer Granofels

Andere Sprachen

Deutsch

Migmatit

Spanisch

migmatita

Englisch

migmatite

Ausführliche Beschreibung

Migmatite

Als Migmatit bezeichnet man ein teilweise aufgeschmolzenes metamorphes Gestein.

Charakteristische Eigenschaften

Migmatite sind makroskopisch im Erscheinungsbild sehr vielfältig, teilweise mit metamorphem und zum Teil auch magmatisch aussehendem Gefüge. Die hellen Anteile (Leukosome) in den Migmatiten sind von granitartiger Zusammensetzung (Quarz und Feldspat). Diese sind bei der teilweisen Aufschmelzung (Anatexis) mobil geworden, der Rest ("Restit"), in geringer Entfernung an Ort und Stelle verblieben, ist dunkel (Melanosom), da vorwiegend aus mafischen Mineralien wie Biotit, Hornblende, Cordierit und Granat bestehend. Durch die wechselnde Anordnung (ader- lagen- nestartig, auch schlierenförmig oder nebelig) von Leukosom und Melanosom im cm bis dm-Bereich erhalten die Migmatite oft sehr verschiedene und auffallende Gefüge.

Weitere Gefügeelemente sind das Paläosom, welches das unveränderte metamorphe Ausgangsgestein repräsentiert und das Neosom, welches gegenüber dem Paläosom als jüngere Bildung im Gesteinsverband erscheint.


Kennzeichnung

Zur Kennzeichnung der unterschiedlichen Makrogefüge von Migmatiten gibt es folgende Begriffe:

  • agmatitisch (Bruchstücke von Paläosomj in meist hellerem Neosom)
  • diktyonitisch (schmale Adern von Neosom in Paläosom)
  • stromatitisch (mit Lagentextur)
  • ptygamitisch (eng gefaltete helle Adern in Paläosom)
  • Augentexturen (Linsen- oder augenförmige Ansammlungen von Leukosom-Mineralien; meist Feldspat)
  • Fleckentexturen (unregelmäßige Ansammlung von Cordierit, bzw. Hornblende oder anderen Mafiten)
  • nebulitische Texturen (schlierig-wolkige Textur

Bildung

Migmatite bilden sich im Übergangsbereich metamorph-magmatisch ( Ultrametamorphose). Im engeren Sinne enstehen sie durch partielle Aufschmelzung des Quarz-Feldspat-Anteils (Metatekte, welche pegmatitischen Schmelzen ähneln)in Metamorphiten und dessen lokaler Trennung von den nicht aufgeschmolzenen dunklen Mineralien, so daß helle und dunkle Lagen das Gestein aufbauen (Metatexite oder Venite). Wird die leukokrate Schmelzphase über größere Entfernungen herangeführt und injiziert, spricht man von Injektionsgneisen ( s.a. Arterite).

Migmatite im weiteren Sinne sind auch die Metablastite.

Typische Migmatitvorkommen sind aus dem südlichen Mittelschwarzwald bekannt (Urenkopf bei Haslach, Todtnautal und Zastlertal u.a.)

Referenzen, Verweise und Literatur

Literatur

  • Mehnert, K.R., 1968; Migmatites and the Origin of Granite; Elsevier
  • Wimmenauer, W., 1985; Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine

Quelle

Gesteinszuordnungen (6)