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Moldavit

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Tektit / Moldavit
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Tektit / Moldavit

Fundort: Kiestagebau Ottendorf-Okrilla/ Sachsen/ Deutschland; Gewicht: 11,39 g; Größe : 51,0 x 23,4 x 9,5 mm

Beitrag: moldijaeger 2009-06-09
Fundstelle: Ottendorf-Okrilla / Bautzen, Landkreis / Sachsen / Deutschland
Moldavite
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Moldavite

Moldavite specimen from, Besednice, Český Krumlov, South Bohemia Region, Bohemia, Czech Republic; Size 39 х 28 х 11 mm

Copyright: pegmatite
Beitrag: pegmatite 2016-11-25
Fundstelle: Bessenitz (Besednice) / Böhmisch Krumau (Český Krumlov), Bezirk / Südböhmische Region (Jihocesky kraj) / Tschechien
Moldavite
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Moldavite

Moldavite specimen from, Besednice, Český Krumlov, South Bohemia Region, Bohemia, Czech Republic; Size 35 х 25 х 14 mm

Copyright: pegmatite
Beitrag: pegmatite 2016-12-28
Fundstelle: Bessenitz (Besednice) / Böhmisch Krumau (Český Krumlov), Bezirk / Südböhmische Region (Jihocesky kraj) / Tschechien
Moldavite
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Moldavite

Moldavite specimen from, Besednice, Český Krumlov, South Bohemia Region, Bohemia, Czech Republic; Size 37 х 26 х 17 mm

Copyright: pegmatite
Beitrag: pegmatite 2016-11-24
Fundstelle: Bessenitz (Besednice) / Böhmisch Krumau (Český Krumlov), Bezirk / Südböhmische Region (Jihocesky kraj) / Tschechien
Moldavite
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Moldavite

Moldavite specimen from, Besednice, Český Krumlov, South Bohemia Region, Bohemia, Czech Republic; Size 40 x 30 x 22 mm

Sammlung: pegmatite
Copyright: pegmatite
Beitrag: pegmatite 2014-11-02
Fundstelle: Bessenitz (Besednice) / Böhmisch Krumau (Český Krumlov), Bezirk / Südböhmische Region (Jihocesky kraj) / Tschechien
Moldavite
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Moldavite

Specimen = ca. 45 mm; Cesky Krumlov Area; Czech Republic

Sammlung: Andreas Schmid
Copyright: Andreas Schmid
Beitrag: Andreas Schmid 2016-05-20
Fundstelle: Böhmisch Krumau (Český Krumlov), Bezirk / Südböhmische Region (Jihocesky kraj) / Tschechien

Zusatzangaben / Zusammenfassung

Moldavite sind transluzente Gesteinsgläser (Tektite) von grüner bis brauner Farbe, die durch den Ries-Impakt vor etwa 14,8 Millionen Jahren entstanden sind. Primäre Fundgebiete der Moldavite erstrecken sich über Südböhmen, Mähren und Nordwestböhmen (bei Eger) in Tschechien. Sekundäre Fundgebiete (Umlagerung durch Paläo-Flüsse) befinden sich in der Lausitz (Sachsen/Brandenburg) in Deutschland, in Österreich und in der Slowakei (Einzelfund). In der Literatur werden auch Funde aus Polen erwähnt, deren Authentizität jedoch als fraglich einzustufen ist.

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Metamorphe Gesteine und Metasedimente  ⇒ Kataklastisches Gestein  ⇒ Impakt Metamorphes Gestein  ⇒ Impakt-Schmelz-Gestein  ⇒ Tektit



Gesteine  ⇒ Metamorphe Gesteine und Metasedimente  ⇒ Metamorphe Gläser  ⇒ Impakt-Schmelz-Gestein  ⇒ Tektit

Andere Sprachen

Deutsch

Moldavit

Tschechisch

Vltavín

Englisch

moldavite

Ehemaliger Name

Deutsch

Bouteillenstein

Deutsch

Moldawit

Ausführliche Beschreibung

Allgemeines

Moldavite zählen zu den Tektiten, einer Gruppe natürlicher, SiO2-reicher Gläser mit sehr geringen Wassergehalten, die auf einen Asteroideneinschlag auf der Erdoberfläche zurückzuführen sind. Heute weiß man, dass diese holohyalinen, bis zu mehrere Zentimeter großen Gebilde nicht aus kosmischem, sondern aus aufgeschmolzenem irdischen Material (überwiegend quarzreiche Sedimente) bestehen und während eines ballistischen Fluges erstarrten. Die (meist) mehrere hundert bis mehrere tausend Kilometer vom Einschlagsort (Krater) entfernten Bereiche, in denen die Tektite niedergingen, werden als Streufelder bezeichnet. Weltweit sind nur vier Tektit-Streufelder bekannt bzw. als solche anerkannt (Australasiatisches Streufeld, Streufeld der Elfenbeinküste, Mitteleuropäisches Streufeld und Nordamerikanisches Streufeld). Hinzu kommen weitere Streufelder mit unsicherem Status (z. B. in Zentralamerika) und lokale Einzelfunde von Tektiten und tektitähnlichen Gläsern. Die Moldavite gehören dem Mitteleuropäischen Streufeld an, welches sich ursprünglich östlich des Ries-Kraters über das Gebiet der heute als Südböhmen und (West-)Mähren bekannten Regionen erstreckte. Durch Flusstransport über lange Strecken (mehrere hundert Kilometer) gelangten einige Moldavite schließlich auch in die heutige Lausitz, wo sie in Sedimenten der Altelbe (Schotter der Senftenberger und der Bautzener Elbe sowie deren glaziale Umlagerungen) gefunden werden können (Hurtig 2017, 2019 und darin genannte Quellen).

(zitiert aus Hurtig 2020)

Eigenschaften

(Mohs-)Härte: 6,5 bis 6,9; Dichte: 2,27 bis 2,46 g/cm3; Glasglanz; Einschlüsse von Gasblasen, Schlieren und Lechatelieriten; Farbe: blassgrün bis braun (mind. 20 Farbnuancen, gelegentlich zweifarbig); Masse: bis max. 258,5 g

Name

Der Name bezieht sich auf die ersten Fundorte in der Nähe der Moldau (Fluss) in Südböhmen und wurde von dem böhmischen Mineralogen F. X. M. Zippe im Jahr 1837 geprägt (damals noch in der Schreibweise Moldawit). Im englischen Sprachraum werden sie als moldavites und im tschechischen Sprachraum als Vltavíny bezeichnet (bezogen auf den tschechischen Namen der Moldau: Vltava).

Fundgebiete

In Südböhmen (Region Budweis einschl. Radomilice) kennt man mittlerweile hunderte Fundstellen. Von hier stammen über 99,6 % aller Moldavit-Funde. Die schwersten Moldavite (bisher sind 8 Exemplare über 200 g bekannt) stammen allerdings ausnahmslos aus Mähren. Dort existieren zwar ebenfalls dutzende Fundstellen (überwiegend Felder), doch die Funddichte ist deutlich geringer als in Südböhmen. Ein kleines Vorkommen von Moldaviten befindet sich in der Nähe der Stadt Eger in Nordwestböhmen. Aus der Lausitz (Sachsen/Brandenburg) sind mittlerweile über 40 Fundorte bekannt. Von den über 2700 registrierten Lausitzer Moldaviten wurden 82,6 % allein in der Kiesgrube bei Ottendorf-Okrilla in der Nähe von Dresden gefunden (Ablagerungen der Senftenberger Elbe).

Verwendung

Moldavite werden u.a. als Schmucksteine (facettierte Steine, Gravuren) verwendet.

Referenzen, Verweise und Literatur

Links (intern)

im Forum:


Links (extern)

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Literatur:

Quellangaben

Gesteinszuordnungen (1)

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