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Ruinenmarmor

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Ruinenmarmor
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Ruinenmarmor

Pietra Paesina (Landschaftsstein), eine Kalkstein-Variante (kein Marmor)

Copyright: Lysippos
Beitrag: Collector 2013-06-14
Ruinenmarmor
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Ruinenmarmor

Sog. „Ruinenmarmor“ (auch „Landschaftsmarmor") bzw. „Ruinenmergel“ (feinkörniger Kalkstein bis Schluffstein), ca. 5 x 4 cm; (Paläo-)Donauschotter (urspr. aus der Flyschzone), NÖ, AT

Copyright: oliverOliver
Beitrag: oliverOliver 2018-11-03
Fundstelle: Niederösterreich / Österreich

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Sedimentäre Gesteine und Sedimente  ⇒ Karbonat-Sedimente und Sedimentäre Gesteine  ⇒ Kalk-Sedimente und Kalkstein  ⇒ Kalkstein

Namen

Italienisch

Pietra Paesina

Andere Sprachen

Deutsch

Ruinenmarmor

alternativ genutzter Name

Deutsch

Landschaftsmarmor

Ausführliche Beschreibung

Ruinenmarmor (auch Landschaftsmarmor) ist ein traditioneller Trivialbegriff für spezifisch geschichtete Kalksteine mit zahlreichen Frakturen. Vereinzelte Vorkommen von kalzitisch überprägten Schluffsteinen werden bei einem entsprechenden Erscheinungsbild ebenfalls mit diesem Begriff bezeichnet.
Fundstellen befinden sich z.B. in Italien (vor allem in der Nähe von Florenz, zwischen Rignano sull' Arno und Santa Brigada, auch im Fluss Arno - diese zählen zu den bekanntesten Fundstätten in Europa), aber auch in Österreich, Deutschland, Tschechien, Großbritannien und Pakistan.

Bei diesen Gesteinen, die als Marmore bezeichnet werden, handelt sich nicht um „echte“ Marmore im petrographischen bzw. geologischen Sinn, sondern um Kalksteine oder Schluffstein. Durch tektonische Beanspruchung entstanden Verwerfungen und Bruchlinien im Gestein, entlang derer mit Metalloxiden angereicherte Lösungen eindringen konnten. Diese verfärbten das Gestein partiell in unterschiedlichen Farbtönen, wodurch Strukturen etstanden, die an ruinenartige Gebilde oder Landschaften erinnern. Die hohe Dichte des Gesteinsgefüges ermöglicht eine gute Politur.

Ruinenmarmor wurde seit der Renaissancezeit und im anschließenden Barock für Steinintarsien an Schränken, Tischen und Anrichten verwendet. Platten aus diesem Material werden auch heute noch als kunstgewerbliche Objekte hergestellt und häufig zur Gestaltung von Wandbildern oder für Tischplatten verwendet.

Referenzen, Verweise und Literatur

Links

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