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Ultrabasische Gesteine

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Zusatzangaben / Zusammenfassung

Es gibt kein Gestein mit dem Namen Ultrabasit. Es gibt jedoch Gesteinsarten, welche ultrabasisch sind.

Gruppierung

Zugehörig zu

Andere Sprachen

Deutsch

Ultrabasische Gesteine

Spanisch

rocas ultrabásicas

Englisch

ultrabasic rock

alternativ genutzter Name

Deutsch

Ultrabasite (Gesteine)

Ausführliche Beschreibung

Ultrabasit war ein ehemaliger Sammelname, welcher nicht korrekt als Synonym für ultramafische Gesteine benutzt wurde.

Es gibt ultrabasische Gesteine im Sinne des Chemismus, jedoch keinen Gesteinsnamen per se. Ultrabasit ist kein Gestein. "Ultrabasit Gestein" ist auch kein Gestein.

Die wichtigsten ultrabasischen Gesteine sind: Peridotit und Pikrit (sowie deren Gruppen-Mitglieder) und Gesteine, welche fast nur aus Chromit und Ilmenit bestehen. Der Name Ultrabasit war ein Sammelname, welcher falsch als Synonym für ultramafische Gesteine verwendet wurde. Streckeisen (1967) schlug einen Ersatz durch den Namen Mafitit vor; dies wurde jedoch später zugunsten des Begriffs Ultramafitit aufgegeben. Mittlereile ist auch dies nicht mehr gültig; Ultramafitit wurde ein Sammelname für ultramafische vulkanische Gesteine (die plutonischen ultramafischen Äquivalente heißen Ultramafitolit). Das in der Literatur ehemalig verwendete Synonym Ultramafit wurde nicht mehr benutzt, dagegen ist der Begriff ultramafisch gültig, wenngleich er meist für Gesteine benutzt wird, welche fast gänzlich aus mafischen Mineralien bestehen (wie Peridotit, Dunit etc., aber auch für ultramafische Vulkanite)

Es gibt kein eigenständiges Gestein mit dem Namen Ultrabasit.

Ultrabasische Gesteine bestehen grundsätzlich aus Fe-Mg-Mineralien und - so lautete die ursprünglich Definition - einem SiO2-Gehalt unter 45%; ausgeschlossen waren auch Feldspat und Feldspatoide. Diese künstlich gesetzte Grenze von 45% wurde beseitigt, da man erkannte, das es viele Gesteinsarten gibt, welche ohne Zeifel ultrabasiche Eigenschaften haben, jedoch zu mehr als 45% SiO2 bestehen. (Beispiel: Ein Gestein, welches fast gänzlich aus Hypersthen besteht, kann 43 55% SiO2 enthalten; ein anderes, fast nur aus Bronzit bestehend, kann 53-55% SiO als Bestandteil haben (s.a. > Pyroxene). Ultrabasich sind auch solche Gesteine, welche Chrommineralien und Elemente der Platingruppe enthalten.

Die häufigsten ultrabasischen Gesteine sind grobkörnige plutonische Gesteine; vulkanische ultrabasische Gestene gibt es weit weniger; diese sind feinkörnig oder glasig. Einige Typen können auch in kleineren Intrusiva auftreten (Dykes, Sills), werden jedoch gewöhnlich mit separaten Namen bezeichnet. Porphyritische Arten sind eher selten.

Die drei wichtigsten Arten ultrabasischer Gesteine sind
  • 1.Peridotite, welche vorherrschend aus Olivin mit oder ohne andere Fe-Mg-Mineralien.
  • 2.Perknite?, welche vorherrschend aus Fe-Mg-Mineralien, anders als Olivin, bestehen
  • 3. Pikrite, welche zu 90% aus Fe-Mg-Mineralien und bis zu 10% Feldspat bestehen. Bei steigendem Feldspatgehalt werden diese Gesteine zu gabbroischen Gesteinen. Dies ist die einzige Gruppe ultrabasischer Gesteine, welche Vulkanite enthält.

(e.g. Oceanit?, Ankaramit? sowie Phonolith, Tephriphonolith, Phonotephrit, Tephritbasanit und Picrobasalt.

Bekannte, mineralreiche ultrabasische Massive sind Kovdor, Afrikanda, Turiy und Mys im Gebiet Kola-Halbinsel-Karelien in Russland.

Referenzen, Verweise und Literatur

Literatur

  • Hochleitner, R. (1982). Gesteine. Basische und ultrabasische Gesteine. Lapis, Jg.7, Nr.10, S.34-35.
  • Le Maitre, R.W. (Hrsg.); 1989; IUGS-Recommendation; Classification of Igneous Rocks
  • Mitchell, A.H.G., Garson, M.S.; 1981; Mineral Deposits and Global Tectonic Settings

Weblinks

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