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Schlacke

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Schlacke, Kelten
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Schlacke, Kelten

Bergbaurevier Neuenbürg, Bereich Grösseltal, xx=7cm, keltische Schlacke mit hohem Eisenanteil

Sammlung: Reinhold
Copyright: Reinhold
Beitrag: Reinhold 2012-11-12
Schlacke
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Schlacke

keltisch, Neuenbürg, Nordschwarzwald, Bereich Grösseltal, BB 90 mm

Sammlung: Reinhold
Copyright: Reinhold
Beitrag: Reinhold 2014-12-16
Vulkanische Schlacke
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Vulkanische Schlacke

mit Anlauffarben, Insel Sao Miguel, Azoren, Bildbreite 90 mm

Sammlung: Reinhold
Copyright: Reinhold
Beitrag: Reinhold 2015-01-28
Hardystonit-Schlacke
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Hardystonit-Schlacke

Fundort Hettstedt,Saigerhütte;Bildbreite 3,5 cm

Sammlung: Kupperdroll
Copyright: Kupperdroll
Beitrag: Kupperdroll 2009-07-09
Hardystonit-Schlacke
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Hardystonit-Schlacke

Fundort Hettstedt,Saigerhütte;Bildbreite ca.6,0 cm

Sammlung: Kupperdroll
Copyright: Kupperdroll
Beitrag: Kupperdroll 2009-07-09
Schlacke(Augit-Schlacke)
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Schlacke(Augit-Schlacke)

Das ist ein gebrochener Schlackeblock.Man erkennt einen zonaren Aufbau und den Bereich der Augit xx. Sachsen-Anhalt/Mansfeld-Südharz/Mansfelder Grund-Helbra/Helbra/Kochhütte (August-Bebel-Hütte)

Sammlung: Kupperdroll
Copyright: Kupperdroll
Beitrag: Kupperdroll 2014-07-10

Zusatzangaben / Zusammenfassung

Schlacke hat mehrere Bedeutungen:

  • Metallurgie: Schlacke ist ein Sekundärprodukt aus der Erzverhüttung
  • Verbrennungsprozesse: Schlacke ist ein Verbrennungsrückstand aus einem Verbrennungsprozess
  • Petrographie: Die Kruste von vulkanischen Auswurfprodukten (Pyroklastite)
  • Medizin: Vermeintliche Stoffwechselabbauprodukte im menschlichen Körper, siehe Entschlackung
  • in der englischen Sprache wird als („Slag“) taubes Gestein im Bergbau bezeichnet, wohingegen die Schlacke vulkanischer Auswurfsprodukte ("Scoria") heißt.

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Magmatisches Gestein und Sediment  ⇒ Fragmentiertes magmatisches Gestein und Sediment  ⇒ Vulkanoklastische Magmatische Gesteine und Sedimente  ⇒ Pyroklastische Gesteine und Sedimente  ⇒ Pyroklastische Gesteine



Gesteine  ⇒ Sedimentäre Gesteine und Sedimente  ⇒ Fragmentiertes magmatisches Gestein und Sediment  ⇒ Vulkanoklastische Magmatische Gesteine und Sedimente  ⇒ Pyroklastische Gesteine und Sedimente  ⇒ Pyroklastische Gesteine



Gesteine  ⇒ Künstliche und natürliche Oberflächenablagerungen  ⇒ Fragmentiertes magmatisches Gestein und Sediment  ⇒ Vulkanoklastische Magmatische Gesteine und Sedimente  ⇒ Pyroklastische Gesteine und Sedimente  ⇒ Pyroklastische Gesteine

Andere Sprachen

Deutsch

Schlacke

Englisch

slag

Ausführliche Beschreibung

Petrographisch

Wenn Magma mit hohem Gasgehalt im Schlot eines Vulkanberges emporsteigt, schäumt es infolge der Druckentlastung auf und zerfällt in blasige Fetzen, die schließlich herausgeschleudert werden. Die groben Fetzen werden als Schlacken bezeichnet. Die blasige Natur der Schlacke beruht auf der Entgasung des Materials während der Eruption, bzw. während der Abkühlung beim Flug.

Fördert ein Vulkan ausschließlich Schlacke, spricht man von einer Schlackeneruption. Während des Fluges kühlt das Material ab und es entstehen so genannte Pyroklastite (von griechisch pyr = feuer und klásis = zerbrechen), zu denen sich auch feinere Partikel wie Staub und Asche gesellen. Auch Gesteinstrümmer, die von der Schlotwandung während der → Eruption abgerissen wurden, zählen zu den Pyroklastiten. (wissen.de)

Blasenreiche Schlacken haben mehr als 30% Hohlraumvolumen. Schlackentephra und Schlackentuffe bestehen zumeist aus unverschweißten Pyroklastiten mit unregelmäßig blasig-schlackigen Formen.

Schlacken sind gewöhnlich dunkelgrau bis schwarz, mit teilweise hohem Fe-Anteil. Die Oberfläche mancher Schlacken kann blau-irisierend sein; wenn Schlacke oxidiert, geht die Farbe in braunrot über. Die Zusammensetzung ist meist basaltisch bis andesitisch.

Schlackenkegel (englisch cinder cone oder scoria cone)

bestehen aus nur locker geschichteter Tephra, die lediglich durch die Schwerkraft zusammengehalten wird. Ihre Flanken haben je nach Durchmesser der Schlacken einen Winkel von typischerweise um 33°.

Wird aus Vulkanschloten nur Lockermaterial gefördert, häufen sich die groben Fragmente in einem Wall um den Schlot an und bauen den Schlackenkegel auf. Sie sind die häufigsten Vulkane auf den Kontinenten, in Mitteleuropa sind sie aus der Eifel bekannt. Das Profil eines solchen Kegels ist durch den maximalen Böschungswinkel festgelegt, bei dem die Schuttmassen noch stabil sind, ohne hangabwärts zu rutschen. Die größeren, nahe am Gipfel herabfallenden Bruchstücke können sehr steile und standfeste Hänge bilden. Die feineren Teilchen werden weiter vom Schlot weggetragen und führen an der Basis des Kegels zu sanfteren Hängen. Der klassische konkave Vulkankegel mit seinem Zentralschlot am Gipfel lässt diese Veränderung der Hangform erkennen.

Beispiele sind der Paricutín in Mexiko und der Sunset Crater in Arizona.

Schweißschlackenkegel (engl. spatter cone)

Wenn ausgeworfene Lavafetzen bei ihrer Landung noch geschmolzen sind, nennt man sie ”Schweißschlacken“. Schweißschlackenkegel setzen sich aus größeren Lapilli und vulkanischen Bomben zusammen. Diese Bestandteile sind groß genug, um nach dem Ausstoß noch nahe an der Schmelztemperatur zu landen und so beim Aufprall zu Schweißschlacken zu verkleben. Die Flanken eines Schweißschlackenkegels sind oft wesentlich steiler als die eines Schlackenkegels.

Beispiele sind der Puʻu ʻŌʻō am Kīlauea auf Hawaiʻi und der Eldborg auf Island.


Vulkanisch

Durch Entgasung oft bizarr verformte, erstarrte Lava, häufig mit Gemengeteilen anderer Herkunft.


Industrielle Schlacken

Hardystonit-Schlacke
Hardystonit-Schlacke

Fundort Hettstedt,Saigerhütte;Bildbreite ca.6,0 cm

Kupperdroll

Diese Schlacken sind das Ergebnis von Verhüttungsprozessen. Sie sind hier also nicht natürlich entstanden. Da es eine Vielzahl von Erzen und Verhüttungsprozessen gibt, kommt es eben auch zu vielen Schlackebildungen. In diesen primären Schlackebildungen kommt es ganz selten vor, dass sich die betreffende Schlacke in Kristallen zeigt. Dann können es wunderschöne Bildungen sein.

Hardystonit
Hardystonit

Fundort: Saigerhütte, Hettstedt, Mansfelder Land, Sachsen-Anhalt, Deutschland; Bildbreite ca. 13 mm

Kupperdroll

Primäre Schlackenminerale (also im/beim Schmelzprozess entstanden) sind (z.B. aus der Kupferverhüttung) Fayalit, Forsterit, Hardystonit und die Pyroxen-Gruppe(z.B. Augit...) als die verbreitesten Vertreter.

Sekundäre Schlackenminerale sind beim Verwitterungsprozess sämtlicher Verhüttungsmaterialien (Ofensteine, Ofenbruch, Erz- und Kohlereste, Schlacke), welche lagenartig auf den "Schlackehalden" verbracht wurden, entstanden.

Die bei Verhüttungsprozessen angefallene Schlacke ist nicht nur Abfall. Die chem.-physik. Eigenschaften der Schlacke lassen es zu, aus ihr Formkörper mit hoher Härte und chem. Resistenz mit geringer Verschleißneigung herzustellen. Diese Formkörper wurden im Strassen- und Gebäudebau verwendet. Als dann noch die latenthydraulischen Eigenschaften erkannt wurden, konnte sie auch als Zumahlstoff in der Zementindustrie verwendet werden. Gemahlen wird Schlacke aber auch als Splitt und Schotter im Wegebau verwendet. Phosphatreiche Schlacke (aus dem Thomas-Verfahren) wird sogar als Düngemittel eingesetzt.


Schlackenmineralien

sind ein Streitobjekt in der Welt der Mineraliensammler. Die einen Sammler erkennen Schlackenmineralien nicht als Mineralien an, die anderen spezialisieren sich und sammeln nur Schlackenmineralien, da der Bildungsprozess der Schlackenmineralien natürlich und frei von menschlichen Einflüssen ist. Kontroverse: Bei auf Halden sekundär entstandenen Mineralien werden vergleichbare Diskussionen nicht geführt, obgleich auch hier der Mensch Einfluss genommen hat.

Referenzen, Verweise und Literatur

Quellenangabe

  • Erweiterung Petrographie: Collector
  • Brockhaus Enzyklopädie
  • Erzeugung von NE-Metallen; Autorenkollektiv,VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie,Leipzig 1977

Gesteinszuordnungen (2)