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Løkkengranit

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Løkken-Granit
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Løkken-Granit

Fundort: Dänemark/Løkken. Geschiebefund mit unbekannter Herkunft. Größe ca. 4 cm. Poliert. Gestein mit den Bestandteilen dunkler Quarz, rotem Feldspat (Mikroklin). weiß-gelblicher Plagioklas. Pluto...

Sammlung: Jörg
Copyright: Jörg
Beitrag: Jörg 2011-05-29
Fundstelle: Hanstholm / Jütland / Dänemark

Zusatzangaben / Zusammenfassung

Der Løkken-Granit zählt zu den Plutoniten. Er weist einen ungewöhnlich hohen Anteil an dunklem Quarz auf. Daneben findet sich roter Feldspat (Mikroklin), und weiß-gelblicher Plagioklas.

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Magmatisches Gestein und Sediment  ⇒ Kristallin magmatisches Gestein  ⇒ Normal kristallines Gestein  ⇒ Grobkörnig kristallines Gestein  ⇒ Granitisches Gestein  ⇒ Granit

Andere Sprachen

Deutsch

Løkkengranit

Englisch

løkken granite

alternativ genutzter Name

Lökken-Granit

Ausführliche Beschreibung

Erstbeschreibung
Die Beschreibung des Løkken-Granit erfolgt erstmalig hier im Mineralienatlas, nachdem der Geschiebefund als neues, bislang unbekanntes Gestein, vom Mineralogisch-Petrographischen Institut der Universität Hamburg, bestätigt und eingestuft wurde. Das Gestein wurde nach den international gültigen Regeln der Subcommission on the Systematics of Igneous Rocks der IUGS (International Union of Geological Sciences), als Quarzreicher Granit eingestuft. Die namentliche Benennung erfolgte nach dem Rang eines Formationsnamens, wobei der Bezeichnung Granit, der erste Fundort voran gestellt wurde.
<brclear>Gefüge
Im Gefüge findet sich ein für Granite ungewöhnlich hoher Quarzanteil von über 60%, Auffällig für das Gefüge sind die Quarze, welche das Stadium der Neukristallisation durchlaufen haben, der Mikroklin jedoch im Stadium der Korrosion stehen geblieben ist. Als Genese kann der hohe Quarzanteil dadurch erklärt werden, das dieser ein spätes Kristallisat der fluiden Phase darstellt, und somit nicht den thermodynamischen Regeln der Auskristallisation von Magmen unterworfen war, die normalerweise derart hohe Quarzgehalte verhindern.
<brclear>Herkunft
Eine Herkunft kann für dieses Gestein momentan noch nicht benannt werden. Die am Fundort vorkommenden Leitgeschiebe entstammen zwar hauptsächlich der Oslo-Region, jedoch sind dort ebenfalls Geschiebe mit Herkunft Süd- bis Mittelschweden, und den Ålandinseln nachgewiesen worden.
<brclear>QAPF-Diagramm
Da der Quarzanteil über 60% liegt, und somit nicht mehr im Streckeisen-Schema unter den Feldern 3a oder 3b Anwendung findet, nimmt der Løkken-Granit eine Art "Sonderstellung" unter den Graniten ein.
<brclear>Ein besonderer Dank für die freundliche Mitwirkung und kompetente Unterstützung dem Gestein sein Innenleben zu entlocken an
Herrn Prof. R. Vinx, Mineralogisch-Petrographisches Institut der Universität Hamburg.

Referenzen, Verweise und Literatur

Quellenangabe

Gesteinszuordnungen (0)