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Särna-Quarzporphyr

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Särna-Quarzporphyr
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Särna-Quarzporphyr

Geschiebefund aus Hanstholm. Größe: 9 X 17 cm; Ignimbrit mit Herkunft NW des Siljan-See/Dalarna.

Sammlung: Jörg
Copyright: Jörg
Beitrag: Jörg 2011-11-16
Fundstelle: Hanstholm / Jütland / Dänemark

Zusatzangaben / Zusammenfassung

Ein Ignimbrit mit Herkunft Dalarna/Schweden. Das Foto zeigt die rote Variante, welche ausschließlich als Leitgeschiebe verwendbar ist.

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Magmatisches Gestein und Sediment  ⇒ Kristallin magmatisches Gestein  ⇒ Normal kristallines Gestein  ⇒ Feinkörnig kristallines Gestein  ⇒ Rhyolithisches Gestein  ⇒ Quarzporphyr  ⇒ Ignimbrit

Andere Sprachen

Deutsch

Särna-Quarzporphyr

Englisch

särna quarzporphyry

Ausführliche Beschreibung

Gefüge

Der Särna-Quarzporphyr zeigt eine für Ignimbrite typische, schlierige Grundmasse, welche durch zerdrückte Bimsfladen geprägt ist. In dieser liegen auffällig viele Quarzeinsprenglinge (0,5 - 3 mm) verteilt, die keiner Einregelung folgen, und keinerlei Anzeichen für eine metamorphe Überprägung (auch keine Korrosion) zeigen dürfen. Die Quarze sind in der Regel farblos, seltener rauchgrau. Als weitere dominante Gefügeanteil finden sich gerundete, kleine rote Kalifeldspäte (1 - 5 mm), welche mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen sind. Perthitische Entmischungen derselben sind nicht bekannt. Grünliche Plagioklase spielen eine untergeordnete Rolle, und fehlen in manchen Geschieben ganz. Als Mafite können accessorisch Chlorit und/oder Hornblende (Biotit) in der Form kleinerer Nester oder Schlieren in Erscheinung treten, was jedoch nur in Ausnahmen zutrifft.

Särna-Quarzporphyr
Särna-Quarzporphyr

Geschiebefund aus Hanstholm. Größe des Geschiebes 9 X 17 cm, Detailausschnit: 5 X 5 cm; Ignimbrit mit Herkunft NW des Siljan-See/Dalarna.

Jörg

Verwechslungsmöglichkeiten

In der Dalarna kommt eine Vielzahl von sich ähnelnden Gesteinen vor, deren Unterscheidung oft nicht einfach ist. Gegenüber dem Särna-Quarzporphyr, welcher ein extrusives Gestein darstellt, kommt in der Nähe des Anstehen dessen intrusive Form, der rote Särna-Porphyr vor. Bei diesem weisen die Quarze ein obligatorisch gequetschtes Aussehen auf, und folgen einer fluidalen Einregelung, weche von der Fließrichtung des Magma nahe des Schlots zeugen. Der rote Särna-Porphyr zählt als Subvulkanit, bzw. oberflächennahes Ganggestein zu den Intrusivgesteinen, bei dessen langsamerer Auskühlung größere Einsprenglinge entstehen konnten. Särna-Quarzporphyre gehen weiter westlich in die Gruppe der Idre-Porpphyre über. Diese weisen sich durch einen höheren Quarzgehalt, größere Einsprenglinge und einen erhöhten Anteil an grünlichem bis weißem Plagioklas aus. Särna-Quarzporphyre zeigen generell keine Anzeichen einer metamorphen Einwirkung, wie es für die Gesteine der Dalarna typisch ist. Ein weiteres Unterscheidungsmenrkmal zur Abgrenzung von Idre-Porphyren, ist deren geringfügig bis deutliche Ausprägung als Helleflint (Helle=Gestein, Flint=Feuerstein), was im Aussehen, je westlicher diese Gesteine auftreten, deutlich eine metamorphe, lagige Überprägung erkennen lässt.

Herkunft

Das Anstehende der Särna-Quarzporphyre befindet sich in der schwedischen Provinz Dalarna, NW des Siljan-See gelegen.

Alter

Wie für die Gesteine dieser Gegend häufig, ca. 1,6 Milliarden Jahre.

Quellennachweis

Literatur

  • Hesemann J. 1975: Kristalline Geschiebe der nordischen Vereisungen, GLA Nordrhein-Westfalen S. 120
  • Zandstra J. G. 1988: Noordelijke kristallijne gidsgesteenten, E. J. Brill 1988

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