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Rosenbusch, Harry

Karl Heinrich Ferdinand Rosenbusch, gen.Harry Rosenbusch, (* 24. Juni 1836 Einbeck; † 20. Januar 1914 Heidelberg) war ein deutscher Geologe.

Obwohl Rosenbusch Halbwaise war, konnte er dennoch das Gymnasium in Hildesheim besuchen. 1855 begann er in Göttingen ein Studium, das er zwei Jahre später jedoch abbrach, um nach Brasilien zu reisen. 1862 kehrte er nach Deutschland zurück, 1868 wurde er nach Dissertation und Habilitation Privatdozent für Mineralogie.

Rosenbusch lehrte und forschte von 1873 bis 1877 als Professor für Petrographie und Mineralogie an der Universität Straßburg und danach an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Mit Rudolf Fuess entwickelte er das erste petrografische Mikroskop aus deutscher Produktion. 1888 wurde Rosenbusch erster Direktor der Großherzoglichen Badischen Geologischen Landesanstalt. Als erste Landesgeologen berief er Adolf Sauer (1852–1932) und Ferdinand Schalch.

Ehrungen:

  • 1885 Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften
  • 1902 korr. Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • 1903 Auszeichnung mit der Wollaston-Medaille

Literatur:

  • Mikroskopische Physiographie der petrographisch wichtigen Mineralien.
  • Die mikroskopische Physiographie der massigen Gesteine.
  • Elemente der Gesteinslehre, Schweitzerbart 1923 (Neuauflage mit Alfred Osann).
  • O.H. Erdmannsdörffer. Carl Heinrich Ferdinand Rosenbusch : Zu s. 100. Geburtstage, 24. Juni 1936. Heidelberg : Weiß.
  • Barbara Sperling: Rosenbusch, Karl Harry Ferdinand. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Bd.22, Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S.65 f.
  • Dagmar Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803–1932. (Hrsg.): Rektorat der Ruprecht-Karls-Universität-Heidelberg. Springer Berlin Heidelberg Tokio. 2012. 324 S. ISBN 978-3642707612

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