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Mina Baia Sprie

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Rumänien / Maramures, Kreis / Baia Sprie (Felsöbánya) / Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine)

An­fahrts­be­sch­rei­bung

9 km E von Baia Mare.

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1084
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Verkürzte Pfadangabe

⚒ Baia Sprie, Baia Sprie, Maramures, RO
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (7 Bilder gesamt)

Gallerie Stolleneingang Schacht 6
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Gallerie Stolleneingang Schacht 6

Blick auf den zwischenzeitlich verschlossenen und stillgelegten Stolleneingang zum Blindschacht 6. Aufnahme vom 15.05.2008

Copyright: loparit
Beitrag: loparit 2009-04-27
Blick auf die Verladestationen
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Blick auf die Verladestationen

Vom Stollenmundloch kommend der Blick auf die beiden Verladerampen. Hier wurden die Loren hineingefahren und von Hand gedreht und so entleert. Aufnahme vom 15.05.2008

Copyright: loparit
Beitrag: loparit 2009-04-27
Verladerampe bei Schacht 5
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Verladerampe bei Schacht 5

Blick auf die Aussenanlage: Verladerampe, rechts Mannschaftsgebäude, im hinteren linken Bereich der Stolleneingang zum Blindschacht 5. Aufnahme vom 15.05.2008

Copyright: loparit
Beitrag: loparit 2009-04-27

Ausführliche Beschreibung

Erste wissenschaftliche Veröffentlichungen gehen auf das Jahr 1774 zurück und stammen von Ignaz von Born. Nach seinen Befahrungen schrieb er schon damals über "nadelförmige Spiesglanz Crystalle" und seltsame, rotgelbe Tropfsteine.

Die Erzlagerstätte befindet sich im Grubenhügel, Grubenberg oder Erzberg "Dealul Minei". Das frische Gestein ist ein Amphibol- bzw. Pyroxen-Andesit, doch haben die hydrothermalen, erzbringenden Lösungen den Andesit stark zersetzt.


Die Mina Baia Sprie baute auf zwei wichtigen Gängen ab.

Der Hauptgang "Filonul Pricipal" hat eine Länge von 2200 m bei einer Breite von 1-6 m, in manchen Zonen jedoch auch zwischen 10 und 20 m.

Der Neue Gang "Filonul Nou" liegt in der südlichen Kontaktzone des Andesits mit den sedimentären Schichten.

Es sind 3 Mineralisationstypen bekannt:

  1. die erschöpfte Gold-Silber-Formation,
  2. die Blei-Zink-Kupfer-Formation, welche zum größten Teil ausgebeutet ist und
  3. die heute im Abbau befindliche Kupferreiche Formation, in der Blei und Zink nur untergeordnet auftreten.

Von den mehr als 90 verschiedenen bekannten Mineralien sind 6 (Andorit, Dietrichit, Felsöbányait, Klebelsbergit, Szmikit und Semseyit) erstmals von der Mina Baia Sprie beschrieben.

(Quellen: DUNNING 1982; MÖLLER 1986; HUBER & MURESAN 1996; COOK & DAMIAN 1997)

Mineralien (Anzahl: 73)

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Baryti
Baryt in prächtigen dick- und auch dünntafeligen Kristallen bis 15 cm Größe waren keine Seltenheit. Die Kristalle kamen in verschiedenen Farben von farblos, milchigweiß, gelb, grau und schwarz vor. Am bekanntesten sind wohl die kräftig roten Stufen aus der früheren Abbauzeit. Seit Öffnung der Grenzen sind immer wieder rötliche Baryte gefunden worden, doch sind diese Stufen zum Teil nur rötlich Zonar eingefärbt. Die durch und durch roten blumenkohlartigen Stufen sind nicht wieder gefunden worden.
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
r
DUNNING 1982; MÖLLER 1986; HUBER & MURESAN 1996; COOK & DAMIAN 1997
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
BM
Bournoniti
Bekannt sind Bournonitkristallen bis 2 cm Größe als kurzprismatische zyklische Zwillinge (Rädelerze)als ganz typische Erzstufen in Paragenese mit Sphalerit, Chalkopyrit, Pyrit, Arsenopyrit, Semseyit und Quarz.
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
r
(Quellen: HUBER & MURESAN 1996)
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
BM
Ferberiti
Metallisch schwarze prismatische und auch tafelige Kristalle bis 10 cm Länge. Auch radial und schuppig angeordnete Kristallaggregate von mehreren cm in Paragenese mit Chalkopyrit, Quarz, Calcit, Dolomit.
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
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(Quellen: DUNNING 1982; MÖLLER 1986; HUBER & MURESAN 1996; COOK & DAMIAN 1997)
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
BM
Goldi
Bei Gold aus Rumänien, denkt man natürlich immer sofort an die weltberühmten Goldstufen, die in vielen Museen zu bewundern sind. Diese sind jedoch überwiegend aus den Goldbergwerken um Brad. Von der Mina Baia Sprie sind Goldfunde mit locken- und blechförmigen Aggregaten in Paragense mit Quarz und Silber bekannt.
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
r
(Quellen: HUBER & MURESAN 1996)
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
M
Quarzi
Quarz zählt zu den häufigen Mineralien aus der Mina Baia Sprie. In den letzten Jahren fand man Stufen mit Kristallen von 30 cm Länge und 5 cm Dicke. Die Kristalle sind in vielen verschiedenen Bildungen bekannt. Zepterquarze, Quarze mit Negativzepter, Zwillinge, selten auch Japanerzwillinge. Auch bei den Sammlern begehrt sind die Stufen mit Kristallenrasen von 10 bis 12 cm hohen Kristallen. Im Jahr 2003 fand man sehr schöne Stufen mit Sprossenquarzen welche von einer Seite mit gediegen Arsen, Arsenolith und auch Realgar besetzt waren.
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
r
(Quellen: DUNNING 1982; MÖLLER 1986; HUBER & MURESAN 1996; COOK & DAMIAN 1997)
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
BM
Scheeliti
Gesucht und begehrt sind die bis 3 cm großen grau- bis blauschwarzen Scheelitkristalle aus Baia Sprie. Die Kristalle zeigen die typischen Bipyramiden und kommen in Paragenese mit Quarz, Chalkopyrit, Sphalerit, Dolomit und Calcit vor.
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
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(Quellen: DUNNING 1982; MÖLLER 1986; HUBER & MURESAN 1996; COOK & DAMIAN 1997)
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
BM
Stibniti
Stibnit bis 15 cm lange nadelige Kristalle; radial-strahlige Aggregate mit Quarz, Baryt, Realgar oder Antimonocker. Baia Sprie ist ohne Zweifel einer der bekanntesten Fundorte der Welt für prächtige Antimonitstufen. Die nadeligen oder lanzenförmigen Kristalle, fast immer ohne erkennbare Endflächen, sind gut von den kurzen breiten (meißelförmigen) Herja-Stibnitkristallen aus Baiut zu unterscheiden. Oft sind auf den Stibnitnadeln farblose oder weiße Barytkristalle ´aufgespießt´.
(Stibnit ist der Englische Name für Antimonit)
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
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(Quellen: DUNNING 1982; MÖLLER 1986; HUBER & MURESAN 1996; COOK & DAMIAN 1997)
(Maramures, Kreis/Baia Sprie (Felsöbánya)/Mina Baia Sprie (Felsöbánya Mine))
BM
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Mineralbilder (114 Bilder gesamt)

Auripigment
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Auripigment

Bildbreite: 5 mm; Fundort: Baia Sprie Mine, Baia Sprie, Maramures, Rumänien

Copyright: Stephan Wolfsried
Beitrag: Hg 2014-05-09
Mehr   MF 
Stibnit
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Stibnit

FO: Baia Sprie, Maramures,Rumänien; Größe: 13 x 9 cm;

Sammlung: rtbstone
Copyright: rtbstone
Beitrag: rtbstone 2010-05-19
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Realgar
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Realgar

Mina Baia Sprie, Baia Sprie, Kreis Maramures, Rumänien, 43 x 30 x 23 mm

Sammlung: Embarak
Copyright: Embarak
Beitrag: Embarak 2014-03-23
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Gesteine (Anzahl: 3)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Kenngott (1853). Felsöbanyait. (Typ-Publ.)
  • von Schröckinger (1877). Szmikit. (Typ-Publ.)
  • von Schröckinger (1878). Dietrichit. (Typ-Publ.)
  • Krenner (1881). Semseyit. (Typ-Publ.)
  • Krenner (1892). Andorit VI. (Typ-Publ.)
  • Zsivny (1929). Klebelsbergit. (Typ-Publ.)
  • Borcos, M., Lang, B., Bostinescu, S. & Gheorghita, I. (1975): Neogene hydrothermal ore deposits in the volcanic Gutii Mountains. III. Dealul Crucii-Baiut district. A. Herja, Baia Sprie and Suior ore deposits. Revue Roumaine de Geol., Geophys.Geogr.: Geologie, 19, 21-35.
  • Klebelsbergit. Amer.Miner. 65 (1980), 499. Redefiniert von Nakai & Appleman (1980) .
  • Weiner, K.L. & Hochleitner, R. (1982). Steckbrief: Semseyit. Lapis, Jg.7, Nr.10, S.6.
  • Andorit VI. N. Jb.Min., Mh (1984), 175.
  • Anthony et al., Semseyit. Handbook of Mineralogy. 1, (1990), 471.
  • Huber, P. & Muresan, I. (1996). Baia Sprie - Typlokalität seltener Mineralarten. Die Erzlagertätte Baia Sprie (Felsöbaánya). Lapis, Jg.21, Nr.7, S.35.
  • Brandstetter, R. (1996). 'Noroc Bun': Grubenfahrten im rumänischen Bergbaubezirk Maramures - ein Erlebnisbericht. Lapis, Jg.21, Nr.7, S.61.
  • Weiß, S. & Triebl, R. (1998). Neufunde aus Rumänien, 1997/98. Lapis, Jg.23, Nr.6, S.26.
  • Brandstetter, R. (1999). Aktuelle mineralogische Notizen aus Maramures, Rumänien - Funde und Sammler-Informationen aus den Jahren 1997/1998. Lapis, Jg.24, Nr.3, S.31.
  • Henkel, M.M. (1999). Rumänien: Sensationeller Realgarfund im Mai '99. Min.-Welt, Jg.10, Nr.5, S.6-7.
  • Anthony et al., Felsöbanyait, Dietrichit, Szmikit. Handbook of Mineralogy 5 (2003), 219 (Felsöbanyait), 186 (Dietrichit), 687 (Szmikit).
  • Triebl, R. (2006). Spektakulärer Realgar-Neufund in Rumänien. Lapis, Jg.31, Nr.1, S.40-41.

Quellenangabe:

Einordnung