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Cavnic (Kapnikbánya, Kapnik, Oberstadt)

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Rumänien / Maramures, Kreis / Cavnic (Kapnikbánya, Kapnik)

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Die Lagerstätte liegt etwa 30 km östlich von Baia Mare.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Gruben, Halden

Geo­lo­gie

Blei-, Zink-, Silber-, Gold- und Kupfererzlagerstätte. Erzgänge in Pyroxen-Andesit, aber auch in Sedimenten.

Zu­gangs­be­schrän­kun­gen

Nicht bekannt!

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1086
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Verkürzte Pfadangabe

Cavnic, Maramures, RO
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Bilder von Fundstellen (2 Bilder gesamt)

Cavnic, Rumänien
Aufrufe (Bild: 1116445507): 4005
Cavnic, Rumänien

Blick auf die "Galeria" der Mina Roata. (August 1998)

Copyright: loparit
Beitrag: loparit 2005-05-18
Cavnic, Rumänien
Aufrufe (Bild: 1116443285): 3894
Cavnic, Rumänien

Blick über das neue Cavnic "Unter Kapnik", im Hintergrund die alte Aufbereitungsanlage. (April 2004)

Copyright: loparit
Beitrag: loparit 2005-05-18

Ausführliche Beschreibung

Allgemeines

Erste urkundliche Informationen zum Bergbau in Kapnikbánya gehen auf das Jahr 1336 zurück. Einige Gruben wurden im 15. Jahrhundert durch Bergleute aus dem nahen Felsobánya (Baia Sprie), unter der Leitung von Johannes HUNYADI in Betrieb genommen. Mehrmals mußte der Bergbau wegen großer Schwierigkeiten mit der Wasserhaltung vorübergehend stillgelegt werden.

Durchfährt man Cavnic hat man die Gründe für diese Schwierigkeiten direkt vor Augen. Die Häuser der beiden Ortsteile, des neueren Untercavnic und desr älteren Ortsteil Cavnic liegen rechts und links eines Bachlaufes welcher das Tal entwässert. Dass diese anfallende Menge Wasser, damals zu Schwierigkeiten führte, ist durchaus verständlich.

Der Bergbau von Cavnic ist wohl die größte Blei-, Zinkerzlagerstätte der Region. Die Lagerstätte liegt etwa 30 km östlich von Baia Mare. Die zahlreichen Gänge (ca. 90) streichen NE-SW und erreichen Längen zwischen 600 und 1200 m bei einer Breite zwischen 0,5 und 6 m. Die farbenprächtigen Minerale, hell- und dunkelgefärbte Amethyste, himbeerfarbene Rhodochrosite, grüner und violetter Fluorit, braunglänzende Sphalerite, knallrote Realgare sind auch heute noch von Sammlern und Museen begehrte Objekte. Alte Stufen aus Cavnic führen manchmal die Bezeichnung "Kapnik, Ungarn" und manchmal auch "Kapnik, Siebenbürgen". Diese Tatsache ist auf den ehemaligen Grenzverlauf zwischen Ungarn und Siebenbürgen zurückzuführen. Der Bach war genau die Grenze zwischen Ungarn und Siebenbürgen. Der größte Teil der Gruben befand sich allerdings auf ungarischer Seite. Die Hauptstollen sind: Boldut, Roata und die beiden nicht mehr in Betrieb befindlichen Stollen Varvara und Gottlieb. Die gewonnenen Erze werden heute mit einem Grubenzug durch einen 11 km langen Stollen von Cavnic über Suior nach Baia Sprie transportiert und dort weiterverarbeitet.

Mineralien (Anzahl: 80)

Mineralbilder (186 Bilder gesamt)

Realgar
Aufrufe (Bild: 1589138798): 2496, Wertung: 9.69
Realgar

Roter Realgar mit nadeligem Zinkenit und Pyrit. BB: 2,9mm; Stacked from 46 images.

Sammlung: Mabu
Copyright: Mabu
Beitrag: Mabu 2020-05-10
Mehr   MF 
Galenit
Aufrufe (Bild: 1183052560): 1593
Galenit

auf Chalkopyrit von Cavnik, Rumänien; Bildausschnitt etwa: 5 x 3 mm

Sammlung: rtbstone
Copyright: rtbstone
Beitrag: rtbstone 2007-06-28
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Rhodochrosit
Aufrufe (Bild: 1365802621): 1198
Rhodochrosit

Fundort; Kapnik, Rumänien; Größe: 8,0 x 6,0 x 4,0 cm

Sammlung: Josef Huber
Copyright: Josef Huber
Beitrag: huber 2013-04-12
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 7)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Palache, C., Berman, H., & Frondel, C. (1951). System Min. J.D. & E.S. Dana, Yale Univ. 1837-1892, Vol.II. Wiley and Sons, Inc., New York, 7th ed., 1124 S.963, 1101.
  • Motiu, A. (1979). Rhodochrosit von Cavnic in Rumänien. Lapis, Jg.4, Nr.10, S.23.
  • Hochleitner, R. (1985). Die Totalfälschung einer Vivianitstufe von Cavnic, Rumänien. Lapis, Jg.10, Nr.5, S.33.
  • Huber, P. & Muresan, I. (1996). Farbenprächtige Mineralien aus Cavnic. Vererzung und Mineralien von Cavnic (Kapnikbánya, Kapnik). Lapis, Jg.21, Nr.7, S.45.
  • Huber, P. & Muresan, I. (1996). Mineralienübersicht der wichtigsten Bergbaue des Bezirkes Maramures. Lapis, Jg.21, Nr.7, S.60.
  • Brandstetter, R. (1996). 'Noroc Bun': Grubenfahrten im rumänischen Bergbaubezirk Maramures - ein Erlebnisbericht. Lapis, Jg.21, Nr.7, S.61.
  • Brandstetter, R. (1999). Aktuelle mineralogische Notizen aus Maramures, Rumänien - Funde und Sammler-Informationen aus den Jahren 1997/1998. Lapis, Jg.24, Nr.3, S.31.
  • Hyrsl, J. (2001). Neu: Chalkostibit und Zinckenit aus Cavnic. Min.-Welt, Jg.12, Nr.4, S.43.
  • Szakáll, S., Ed. (2002): Minerals of the Carpathians. Weise Verlag, Munich, 480 S.
  • Sommer, R. (2002). Lapis Aktuell: Neufund: Zinkenit und Chalkostibit aus Rumänien. Lapis, Jg.27, Nr.9, S.8.
  • Schlegel, P. (2003). Lapis Aktuell: Vorsicht Fälschung ! Lapis, Jg.28, Nr.5, S.6.
  • Hîrtopanu, P., Andersen, J., Hârtopanu, I., & Udubaşa, S. Ilvaite From The Cavnic Deposit, Romania. S.62-65.
  • Brandstetter, R. (2019). Rumänien...In: Rhodochrosit, ExtraLapis Nr.56, S.68-75.

Quellenangaben:

  • (Quellen: DUNNING 1982; MÖLLER 1986; HUBER & MURESAN 1996; COOK & DAMIAN 1997)
  • Verfasser: loparit

Weblinks und Quellen

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