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Säure

Säure, eine chemische Verbindung, die in wässriger Lösung infolge der elektrolytischen Dissoziation Wasserstoffionen und Säurerestionen liefert und sauren Geschmack hat.

Säuren bilden mit Metallen, Metalloxiden und -hydroxiden Salze, indem Wasserstoffionen durch Metallionen ersetzt werden. Je nach der Anzahl der Wasserstoffatome im Molekül spricht man von ein- und mehrbasischen Säuren (z. B. einbasische Säure: HCl, dreibasische Säure: H3PO4), je nach dem Vorhandensein oder der Abwesenheit von Sauerstoff im Molekül von Sauerstoffsäuren (z. B. H2SO4) oder sauerstofffreien Säuren (z. B. HCl).

Die Stärke einer Säure entspricht dem Grad der Dissoziation, d. h. der Konzentration der Lösung an Wasserstoffionen (pH). So sind z. B. die Schwefel-, Salz- und Salpetersäure (Mineralsäuren) starke, die schweflige Säure und die Phosphorsäure mittelstarke und die Blau-, Essig- und Borsäure schwache Säuren.

Die Säure kann u. a. an der Farbreaktion eines Indikators erkannt werden. So färbt sich z. B. Lackmusfarbstoff in saurer Lösung rot, Kongorot blau, rotes (basisches) Phenolphthalein wird farblos. Saure Salze (Hydrogensalze) sind Salze, die durch unvollständigen Ersatz des Wasserstoffs einer Säure durch Metall entstehen.


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