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Salzstock

(auch als Salzdiapir, resp. Salzdom bezeichnet)

Salzstöcke sind unter Gebirgsdruck verformte, mächtige diapirische Salzgesteinsstrukturen (Evaporite), welche kegel- oder zapfenförmig durch überliegende Gesteinsschichten (bzw. das Deckgebirge oder Cap rock (engl.) dringen und diese plastisch deformieren, manchmal die Oberfläche der Erde erreichen und zu landschaftsprägenden Gebilden werden - den Salzgletschern. Salzdiapire verhalten sich bei ihrer Bildung ähnlich wie magmatische Intrusionen.

Viele dieser Evaporitschichten liegen an der Oberfläche, andere wurden jedoch durch später erfolgte geologische Aktivitäten bedeckt.

Salzstöcke (Salzdiapire, Salzdome) können mehrere Kilometer Mächtigkeit und Höhe aufweisen. Sie gelten auch als Erdölfallen und sind wichtige Indikatoren für Erdöllagerstätten (am bekanntesten am Golf von Mexiko, e.g. in Mexiko, Louisiana und Texas).

Werden die Salzgesteine durch Grundwasser ausgelaugt, bilden sich schwer lösliche Rückstände aus Anhydrit, Gips, Ton und anderen schwer löslichen Gesteinen. Je nach Vorherrschen von Gips oder Anhydrit werden diese sogenannten Residualgebirge als Anhydrithut oder als Gipshut bezeichnet. Durch den bakteriellen Schwefelkreislauf können aus diesen Residualgesteinen abbauwürdige Schwefellagerstätten entstehen (Golf von Mexiko, Louisiana, Texas, Utah, Polen, Turkmenistan, Sizilien, Apenninen, Südostspanien etc.)

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Schematische Darstellung eines Salzstocks


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