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Sau (Kupfersau)

Die Sau, plur. die Säue, ein nur in einigen wenigen Fällen, besonders im Hüttenbaue übliches Wort.

1) Eine Masse Schwarzkupfer wird daselbst eine Sau oder Kupfersau genannt. Wenn aber im Seigern und Kupferschmelzen diejenigen Schlacken, welche noch viel Erz in sich enthalten, Säue genannt werden, so scheinet hier die figürliche Bedeutung des folgenden Wortes, eines Fehlers, zum Grunde zu liegen. Eine Sau machen oder das Silber in die Sau jagen, ist eben daselbst, wenn das Silber den Treibeherd aufhebt, und unterkriecht, da es sich denn in den Schlacken verlieret.

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Exkursion 2011
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Exkursion 2011

im Bild eine fast 2 m große sog. "Kupfersau". Solche Teile haben noch einen immensen Anteil an Kupfer und anderen Mineralien. Oft eine mühevolle Arbeit diese Sauen klein zu bekommen! Sachsen-Anhalt...

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Beitrag: horst knoll 2019-03-26
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Kupfersauen
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Kupfersauen

im Steinbruch 2011

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Beitrag: horst knoll 2019-03-17
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Kupfersau bei einem Schurf freigelegt
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Kupfersau bei einem Schurf freigelegt

Größe dieses Stückes zwischen 1,20- und 1.80 m. In diesem Steinbruch wurden zu DDR-Zeiten in den Jahren 1963 bis1970, Kupfer- und Silbersauen gesprengt. 2011 wurde durch eine Firma aus Helbra, hier...

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Beitrag: horst knoll 2018-05-02
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2) Bey den Planenherden ist die Sau eine flache Grube unter dem Herde, in welcher der Schlich, der mit der Trübe abfällt, aufgefangen wird.

Im ersten Falle bedeutet es eine Masse, und im zweyten eine Vertiefung, einen hohlen Raum. Die Übereinstimmung mit dem folgenden Worte ist gewiß nur zufällig. Allem Ansehen nach stammet es hier von einem Zeitworte her, welches eine gleichlautende schnelle Bewegung bedeutet hat, wovon unser säen ein Ast ist, und wovon mit verschiedenen Endlauten auch Same, sauber u.s.f. abstammen. Nach sehr gewöhnlichen Figuren bedeuten alle diese Zeitwörter eine Bewegung theils in eine Masse, theils aber auch in die Tiefe. Das Latein. sus in susque, so wie die Sylbe su in super, supra u.s.f. gehören gleichfalls dahin, so wie in suere eigentlich auch der Begriff der Verbindung Statt findet, wovon der Begriff der Masse eine nahe Figur ist.[1]


Einordnung


 

Einzelnachweise

  • 1. Johann Christoph Adelung - 1793. 1793–1801.