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Sauer, Adolf

Prof. Dr. Gustav Adolf Sauer (* 10. Juli 1852 Weißenfels; † 2. Mai 1932 Stuttgart) war ein deutscher Mineraloge und Geologe.

Sauer studierte in Halle, wo er auch 1876 promovierte über phonolithisches Gestein der kanarischen Inseln. Danach war er in der geologischen Landesaufnahme von Sachsen und Baden und erster Direktor der 1888 gegründeten geologischen Landesaufnahme von Württemberg. Gleichzeitig war er von 1900 bis 1923 Professor für Geologie und Mineralogie an der TH Stuttgart. Während des Ersten Weltkriegs war er drei Jahre Rektor der TH Stuttgart.

Im Jahr 1885 wurde er zum Mitglied der Leopoldina in Halle gewählt.

Er entdeckte und benannte 1888 das Mineral Riebeckit, ebenso benannte er Prismatin. 1879 zeigte er an Geröllgneisen im Erzgebirge, das Gneis auch aus Metamorphose von Sedimenten entstehen kann (Paragneise). 1888 wies er mit Theodor Siegert (1835–1913) nach, dass Löß aus Flugstaub besteht (Äolische Herkunft).

1921 wurde er Ehrenmitglied des Oberrheinischen Geologischen Vereins (OGV) und 1922 Ehrenmitglied des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg.


Literatur:

  • Mineralkunde als Einführung in die Lehre vom Stoff der Erdrinde, Stuttgart: Kosmos, Franckh 1907.
  • Über Conglomerate in der Glimmerschieferformation des sächsischen Erzgebirges, Z. gesamt. Naturw. 1879.
  • mit Theodor Siegert: Über Ablagerung rezenten Lösses durch den Wind, Z.D. Geol. Ges., 40, 1888, 575-82.
  • Manfred Bräuhäuser, Nachruf in Jb. Oberrhein. Geol. Verein, 21, 1933, IX-XV.
  • L.J. Spencer (1933). Min. Mag. J. Min. Soc., 33, 355-56, Nachruf.

Weblinks:


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