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Ernst Friedrich von Schlotheim

Ernst Friedrich von Schlotheim (* 2. 4. 1764 Allmenhausen bei Sondershausen; † 28. 3. 1832 Gotha) war ein deutscher Geologe und Paläontologe. Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Paläobotanik.

1804 erschien in Gotha sein Werk „Beschreibung merkwürdiger Kräuter-Abdrücke und Pflanzen-Versteinerungen“, etwas später die „Beyträge zur Naturgeschichte der Versteinerungen in geognostischer Hinsicht“ (München, 1817) und „Die Petrefactenkunde auf ihrem jetzigen Standpunkte durch die Beschreibung seiner Sammlung versteinerter und fossiler Überreste des Thier- und Pflanzenreichs der Vorwelt“ (Gotha, 1820).
Seine Veröffentlichungen waren mit grundlegend für die damals gerade erst entstehende Wissenschaft der Paläontologie. Schlotheims nachhaltigste Leistung war die Anwendung des Aktualismus in der Paläontologie - er verglich die Fossilien mit rezenten Lebewesen und gliederte sie in das binäre System Linnés ein. Daraus konnte er Rückschlüsse auf die Paläo-Umwelt ziehen.

Nach Schlotheims Tod wurde seine private paläontologische Sammlung – eine der umfangreichsten und bedeutendsten seiner Zeit – an den preußischen Staat verkauft und befindet sich noch heute im Museum für Naturkunde (Berlin).


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