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Schneiderhöhn, Hans

Prof. Dr. Hans Schneiderhöhn
Prof. Dr. Hans Schneiderhöhn

1935 in der Pfalz.

Archiv Doc Diether
Prof. Dr. Hans Schneiderhöhn
Prof. Dr. Hans Schneiderhöhn

1935 in Potzberg, Pfalz. 3. von rechts.

Archiv Doc Diether

Prof. Dr. Hans Schneiderhöhn (* 2.6.1887 Mainz, † 5.8.1962 Sölden (Breisgau)). Deutscher Mineraloge.

Sein Abitur legte er in Mainz ab. 1906-1909 erfolgt ein Studium der Mineralogie, Geologie, Chemie, Physik und Mathematik an den Universitäten Freiburg, München und Gießen. Er promovierte bei Prof. Erich Kaiser in Gießen. Danach noch 2 Jahre als Assistent am Mineralogischen Institut der Universität Gießen. Er legte 1910 die Prüfung für das höhere Lehramt ab. Danach wechselte er als 1. Assistent von Theodor Liebisch zur Universität Berlin, wo er bis 1914 blieb. Nach Anbruch des 1. Weltkriegs 1914 ging Schneiderhöhn im Auftrag der Otavi Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft als Berater für die Erzlagerstätten des Otaviberglandes nach Deutsch-Südwestafrika. Anschließend bis 1915 war er in englischer Kriegsgefangenschaft. Er konnte 1915-1918 seine Tätigkeit in Südwestafrika fortsetzen.

Ein Jahr später folgte er einem Ruf an die Universität Gießen mit Lehrauftrag als a.o. Professor und wenig später als o. Professor. Im Jahr 1924 wechselte er als Ordinarius für Mineralogie, Petrographie und Lagerstättenlehre an die der RWTH Aachen. 1926 nahm der einen Ruf an die Freiburger Universität an, wo er bis zu seiner Emeritierung blieb. 1948 wurde er zum ständigen Mitarbeiter des Badischen Geol. Landesamtes ernannt.

Seine Arbeitsgebiete lagen auf dem Gebiet der mineralogisch-mikroskopischen und geologischen Erforschung von Erzlagern. Schwerpunkte waren dabei z.B. Untersuchung und Deutung der sedimentären Erze des Schwefelkreislaufs; die geochemischen Grundlagen der Lagerstättenbildung und ihrer Auswertung für rohstoffkundliche Fragen; der Lagerstättensystematik.

Er war Herausgeber und Schriftleiter des Neuen Jahrbuches und des Zentralblattes für Mineralogie. Zahlreiche Veröffentlichungen und Ehrungen. So war er seit Gründung Mitglied der VFMG und Vorsitzender des Schwarzwaldvereins.


Weblinks:

Literatur:

  • Schneiderhöhn, H. (1929). Die Erzlagerstätten am Schauinsland im südwestlichen Schwarzwald. Metall u. Erz, 7, S.161-66.
  • Schneiderhöhn, H. (1943). Zur Entstehung der Zink- und Schwefelkieslagerstätten von Wiesloch. Metall u. Erz, 40, S.?
  • Schneiderhöhn, H. (1948). Neue Beobachtungen und Hypothesen im Kaiserstuhl. Mitt.bl. bad. geol. LA, S.30-36.
  • Schneiderhöhn, H. (1952). Vergleich der Uranerzvorkommen des mittleren Schwarzwaldes mit anderen Lagerstätten. Mitt.bl. bad. geol. LA, S.84-105.
  • Schneiderhöhn, H. (1953). Die Uranvorkommen bei Wittichen im Schwarzwald. Aufschluss, Jg.4, Nr.2, S.18-23.
  • Chudoba, K.F. (1963). Prof. Dr. phil. Hans SCHNEIDERHÖHN 2.6.1887 - 5.8.1962. Aufschluss, Jg.14, Nr.4, S.106-07.

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