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Spissenkluft

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Schweiz / Wallis, Kanton / Goms, Bezirk / Binn / Lercheltini-Gebiet (Lärcheltini) / Spissen / Spissenkluft

Fund­s­tel­len­typ

Natürlicher Aufschluss

Geo­lo­gie

Zweiglimmergneise in der Monte Leone Decke im Penninikum der Westalpen

GPS-Ko­or­di­na­ten

Spissenkluft



Spissenkluft

WGS 84: 
Lat.: 46,36377778° N, 
Long: 8,23458333° E
WGS 84: 
Lat.: 46° 21' 49,6" N,
   Long: 8° 14' 4,5" E
CH1903: 
Y: 661253,
 X: 135021
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=43611
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Verkürzte Pfadangabe

Spissenkluft, Spissen, Lercheltini-Gebiet, Binn, Goms, Wallis, Kanton, CH
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Anatas, "Seligmann-Typus"
Anatas, "Seligmann-Typus" (SNr: Binn-Lt-Go-Anat-4-1-10)

Prismatischer Anatas mit flachen Pyramidenflächen im sogenannten "Seligmann-Typus" aus der großen Spissenkluft auf der Alp Lercheltini im Binntal, Wallis, Schweiz. Größe des Kristalles etwa 3,5 mm ...

Klaus Schäfer

Die "Spissenkluft" an der Ostseite des Michibaches stellt eigentlich eine Art Steinbruch dar, in dem viele kleinere Klufttaschen abgebaut wurden. Der Abbau geschah zuerst mit konventionellen Mitteln, wurde aber aufgrund der Zähigkeit des Gesteines mittels Handbohrens und Sprengens weitergeführt. Man kann hier immer noch einige Bohrlöcher von damals erkennen. Sie besitzen etwa vier Zentimeter Durchmesser. Zwei Mann waren zum Bohren notwendig: einer hielt und drehte den Bohrer, der andere schlug kernig auf die Bohrstange. Das Sprengmittel der damaligen Zeit war Schwarzpulver, das aufgrund seiner mäßigen Brisanz und großen Gasentwicklung zum schonenden Sprengen recht gut geeignet war.

Die "Spissenkluft" ist in ihren enormen Maßen (Etwa 4 Meter hoch, je zwei Meter tief und breit) heute noch erkennbar und in ihrem Umfeld gelingen auch heute noch - bei hohem Aufwand an Zeit und einem nicht unerheblichen Quentchen Glück- kleinere Funde (S.Weiß 1998, M.Andres 2004).

Typisch für den Bereich Spissen sind ditetragonal-pyramidale (133) gelbe Anatase, wobei diese Fläche meist matt ausgebildet ist. Diese spindelförmigen Kristalle sind insbesondere am Waschplatz der Spissenkluft mit etwas Glück heute noch aufzufinden (siehe dort). Die später an der "Spissenkluft" gemachten Funde (S.Weiß 1998, M.Andres 2004) zeigen eher prismatisch ausgebildetete Anatase vom sogenannten Seligmann-Typus (1886).

Im Jahr 2015 war dieser Bereich von den lokalen Berufsstrahler neu angeschrieben und damit belegt.

Mineralien (Anzahl: 12)

Mineralbilder (11 Bilder gesamt)

Orientierte Verwachsung von Magnetit und sagenitischem Rutil
Aufrufe (Bild: 1479456564): 3233
Orientierte Verwachsung von Magnetit und sagenitischem Rutil (SNr: Binn-Lt-Sp-Magn-2-1-2)

Orientierte Verwachsung von Magnetit und sagenitischem Rutil (Pseudomorphose nach Ilmenit) zusammen mit Hämatit aus der "Spissenkluft" auf der Alp Lercheltini, Binntal, Wallis, Schweiz. Bildbreite ...

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-11-18
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Rutil
Aufrufe (Bild: 1479460663): 160
Rutil (SNr: Binn-Lt-Sp-Rutil-2-1-2)

Kurzprismatischer Rutil aus der "Spissenkluft" auf der Alp Lercheltini, Binntal, Wallis, Schweiz. Kristalldurchmesser etwa 7 mm.

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-11-18
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Anatas, "Seligmann-Typus"
Aufrufe (Bild: 1479117868): 201
Anatas, "Seligmann-Typus" (SNr: Binn-Lt-Go-Anat-4-1-10)

Prismatischer Anatas mit flachen Pyramidenflächen im sogenannten "Seligmann-Typus" aus der großen Spissenkluft auf der Alp Lercheltini im Binntal, Wallis, Schweiz. Größe des Kristalles etwa 3,5 mm ...

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-11-14
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Weiß, S. (2004). "Anatas im Anatas" vom oberen Mischibach, Lärcheltini, Binntal, Schweiz. Lapis, Jg.29, Nr.4, S.26-31.
  • Weiß, S., Praeger, M., Peter, J. & Stoll, W. (2007). Prismatische Anatase aus dem Binntal: Weltweit einmalig. Lapis, Jg.32, Nr.6, S.24-28+30.