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Blei-Zink-Bergwerk

Steckbrief

Land

Schweiz

Re­gi­on

Wallis / Westlich Raron, Bezirk / Ferden / Goppenstein / Blei-Zink-Bergwerk

An­fahrts­be­sch­rei­bung

Direkt oberhalb der BLS-Autoverladestation. Am Rothenberg.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Bergwerk (aufgelassen)

Geo­lo­gie

Blei-Silber-Grube. Alpidisch überprägtes Erzlager, hydrothermale Silbervererzung.

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=6934
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Zur Geschichte

Gemäss einer Urkunde begann 1474 der Bergbau bei Goppenstein. Der Bischof von Sitten verlieh das Recht auf Bergbau einer Gemeinschaft von Kaufleuten aus Bern, Basel und Deutschland.

Im Jahre 1610 war Landeshauptmann Michael Megeran Hauptbesitzer der Mine und ab 1650 beteiligte sich noch Kaspar Jodok Stockalper am Bergwerk. Er wurde 1679 von den eigenen Landsleuten nach Italien ins Exil verjagt, darunter litt auch das Bergwerk.

Zwischen 1742 und 1746 produzierte Kastlan Joseph Burgener über 300 Tonnen Blei, mehr als im Wallis verkauft werden konnte. Durch hohe Zollkosten wurde der Export ins Ausland erschwert, somit musste Mitte 1750 die Mine eingestellt werden.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Mine durch verschiedene Ausländer betrieben. Einige investierten viel Geld in das Bergwerk, Andere waren nur darauf bedacht mit Aktien an den Börsen viel zu verdienen.

1896 kaufte der Berliner Ingenieur Richard Tiebel die Mine Goppenstein und gründete die „Bergwerksaktiengesellschaft Helvetia“. Kurz vor dem 1. Weltkrieg musste auch er kapitulieren, da er sich in der Reichhaltigkeit der Erzgänge getäuscht hatte.

Ab 1944 betrieb der Unterwalliser Bergbaukönig Joseph Dionisotti die Mine. 1948 – 53 erstellte er für 1. Mio. Franken, die noch heute zu sehende Erzaufbearbeitungsanlage, die über der BLS-Autoverladestation des Lötschbergtunnel liegt. Mit der Senkung des Bleipreises endete die Bergbaugeschichte in Goppenstein.

Seit 1988 steht die ganze Anlage unter Schutz (Inventar der Kulturgüter der Schweiz).

Mineralien (Anzahl: 26)

Mineralbilder (36 Bilder gesamt)

Akanthit
Aufrufe (Bild: 1475490586): 157
Akanthit (SNr: BmR-Akan-2-1-1)

Bildbreite etwa 6 mm; Akanthit als Sekundärbildung vom Pb-Zn-Bergwerk am Rotenberg, Goppenstein, Lötschtal, Wallis, Schweiz.

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-10-03
Akanthit als Sekundärbildung
Aufrufe (Bild: 1475493704): 146
Akanthit als Sekundärbildung (SNr: BmR-Akan-2-1-5)

Bildbreite etwa 2,5 mm; Akanthit als Sekundärbildung vom Pb-Zn-Bergwerk am Rotenberg, Goppenstein, Lötschtal, Wallis, Schweiz.

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-10-03
Silber
Aufrufe (Bild: 1475489706): 220
Silber (SNr: BmR-Ag-3-1-1 01)

Bildbreite etwa 4 mm; gelblich angelaufenes Silber zusammen mit schwarzem Akanthit vom Pb-Zn-Bergwerk am Rotenberg, Goppenstein, Lötschtal, Wallis, Schweiz.

Sammlung: Klaus Schäfer
Copyright: Klaus Schäfer
Beitrag: Klaus Schäfer 2016-10-03

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Schmidt, C. (1903). Die Erzbergwerke im Wallis. Ztschr. prakt. Geol., 11, S.205-08.
  • Rykart, R.(1973). Der Blei-Zinkerzbergbau bei Goppenstein. Schw. Strahler, Nr.3, S.128-30.
  • Graeser, S. & Stalder, H.A (1974). Mineral-Neufunde aus der Schweiz und angrenzenden Gebieten I. Schw. Strahler, Nr.7, S.265-77.
  • Stalder, H.A., A. Wagner, S. Graeser & P. Stuker (1998). Mineralienlexikon der Schweiz. Wepf Verlag Basel. S.65.
  • Rüegg, H.-R. & Klemm, L. (2002). Silbererze aus dem Bergwerk Goppenstein, Wallis (Schweiz). Lapis, Jg.27, Nr.3, S.25-34.

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