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Seifenlagerstätte / Seife

(engl.: placer, alluvial deposit, alluvium / eluvial )

Die Anreicherung von spezifischen, widerstandsfähigeren und schwereren Materialien während des Transports von Sedimenten oder der Verwitterung von Materialien wird Seifen genannt.

Bedingt durch das Transportmedium unterscheidet man:

Als Seifenlagerstätten bezeichnet man abbauwürdige Konzentrationen von detritalem Material (Detritus) in Geröll- und Sandablagerungen. Befinden sich die Vorkommen in der Nähe der ursprünglichen Lagerstätte, bezeichnet man das Vorkommen als eluvial. Liegen die Lagerstätten im Schwemmgebiet von ehemaligen oder existierenden Flüssen, werden diese Vorkommen als alluvial bezeichnet.

Als detritales Material bezeichnet man Partikel von Mineralien (seltener Gesteinen), welche aus ehemaligen Gesteinen durch Verwitterung, resp. Erosion übriggeblieben sind und durch Flüsse transportiert und weggeschwemmt wurden und sich dann im Schwemmgebiet des Flusses abgelagert haben.

Detritale Mineralien sind i.d.R. schwer (Schwermineralien), chemisch stabil, verwitterungsbeständig und widerstehen mechanischem Abrieb oder Zersplitterung/Spaltung.

Zu den wichtigsten detritalen Mineralien gehören Kassiterit, Gold, Diamanten, Ilmenit, Rutil sowie Platin, Palladium und Rhodium

Bekannt sind vor allem Gold-, Titan-, Zinnerz-, Platin-Rhodium-Rhenium-Seifen oder die Seifen diverser Edelsteine. Edelstein-Seifen stellen in der Regel im Vergleich zu primären Vorkommen den besseren Lagerstätten-Typ dar. Erstens liegen Seifen i.d.R. oberflächennah und sind kostengünstig gewinnbar (Bagger im Tagebau), zweitens findet sich eine höhere Konzentration und drittens ist die Qualität der Steine besser (nur die "guten" Edelsteine haben den Transport überlebt, rissige oder inhomogene Steine sind fort).

Seifen können zudem Fossillagerstätten sein.

s.a. > Geologisches Portrait/Lagerstätten



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