'._('einklappen').'
 

Dobschau (Dobsina), Revier

Steckbrief

Land

Slowakei

Re­gi­on

Kosicky kraj / Roznava, Okres / Dobschau (Dobsina), Revier

An­fahrts­be­sch­rei­bung

24 km S von Deutschendorf (Poprad)(LL). Man fährt die 67 S für 24 km, dann noch weitere 4 km O auf der 535.

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Lagerstätte mit mehreren Bergwerken/ Abbauen. (aufgelassen).

Geo­lo­gie

Bedeutendste slowakische Co-Ni-Lagerstätte. (Arsenide). Fe- und Cu-Lagerstätte.

Komplizierte Einheiten: Es gibt einen tektonischen Knoten mit schuppenförmig aufeinander geschobenen paläozoischen Einheiten. Es überwiegen metamorphe Gesteine (Schiefer, Pyllite, Metabasalte), außerdem Gabbrodiorite und Diorite, Konglomerate, Marmore, serpentinisierte Ultrabasite etc.

Hydrothermale Gänge und h.-metasomatische Körper, die sich in 2 Gürteln erstrecken.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Dobschau (Ortsmitte)



Dobschau (Ortsmitte)

WGS 84: 
Lat.: 48,82370599° N, 
Long: 20,36298752° E
WGS 84: 
Lat.: 48° 49' 25,342" N,
   Long: 20° 21' 46,755" E
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=8550
Bitte fühlen Sie sich frei auf diese Seite zu verlinken.

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Die Stadt liegt in den Bergen des O-Slowakischen Erzgebirges an einem Zufluss der Slaná (Dobschauer Bach/Dobšinský potok) zwischen dem Rauschenbacher Bergland (Revúcka vrchovina) und den Volovecer Bergen. Die bekannte Dobschauer Eishöhle liegt auf dem Territorium der Stadt.

Die ehemals deutsch geprägte Stadt mit Bergbautradition wurde 1326 zum ersten Mal als Dobschau schriftlich erwähnt. Die Bergbausiedlung förderte vor allem Kupfer-, Gold-, Silber- und Eisenerz. Das Marktrecht bekam sie 1417, der Nachweis zur Erhebung zur Stadt fehlt allerdings. Der Niedergang des Bergbaus im 19. Jhd. führte zum starken Schrumpfen der Gemeinde, um 1900 waren es 5115 Einwohner, 1930 nur mehr 4681 Einwohner (davon 1291 deutschstämmige).

  • D. war früher die bedeutendste slowakische Co-Ni-Lagerstätte. Wichtig sind hier die Ni-Co-Arsenide. Man kann von einer tatsächlich fast 1000-jährigen Bergbautradition sprechen. Am Anfang förderte man hier Eisen- und Kupfererze. Im 14. und 15. Jhd. wurden die Kupfererze der Oxidations- und Zementationszonen abgebaut. Man fand stellenweise auch Silber (Windzog, Michaeli, Peckenberg). Im 18. Jhd. baute man den Gang Himmelskorn (Nebeska) bis über 100 m ab. Kupferbergbau ging bis nach dem I. Weltkrieg. 1918 förderte man noch 1156 t Kupfererze (Grube Hirschkohlung).
  • Seit dem 18. Jhd. gewann die Eisenförderung an Bedeutung. Tagebaue Altenberg, Biengarten, Massörter, Wolfseifen, Stenberg. Seit 1918 nur noch Eisenerzförderung im Revier. Dieser wurde 1968 ganz eingestellt.
  • Seit 1780 wurden Co- und Ni-Erze gefördert. Im 19. Jhd. gab es einen beträchtlichen Aufschwung, so daß D. zum größten Produzenten in Europa wurde. Zwischen 1840 und 80 förderte man 26.000 t Erz, woraus dann 1.000 t Nickel und eine kleinere Menge Kobalt gewonnen wurde. 1897 wurde die letzte Grube Zemberg geschlossen.

Mineralien (Anzahl: 151)

Gesteine (Anzahl: 15)

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Lampadius, W.A. (1819): Wodanium, ein neues Metall, entdeckt in einem ungarischen Erze. Ann. Phys., 16, 99-101.
  • Andrian, F. v. (1867): Umgebungen von Dobschau. Verh. Geol.
  • Niedzwiezki, J. (1872): Beobachtungen an Löllingit, Granat, Chlorit. Jb. K.-kön. geol. Reichsanst., 3, 160-62.
  • Melczer, G. (1896): Baryt Dobsinárol. Földt. Közl., 26, 11-12, 321-23.
  • Melczer, G. (1907): Gömörmegye ásványai. In: Eisele: Gömör és Borsód vármegyék bányászati és kohászati monografiája. Selmeczbánya, 521-46.
  • v. Böckh (1908): Bemerkungen zu „Die Erzlagerstätten von Dobschau".
  • Woldrich, J. (1913): Geologische und montanistische Studien in den Karpathen N von Dobschau. Archiv für Lagerstättenf., 11, 108 S.
  • Goll, J. (1938): Metalografické studie o niklových rudách od Dobšiné. Rozpr. Čes. Akad. Věd Umění, Tř. II (Praha), 47, 1-17.
  • Hyrsl, J. und Korbel, P. Tschechien und Slowakei: Mineralien und Fundstellen. Ed. Freudenstein, Bode Verlag, Haltern, 2008. S 506-11.
  • Russ, A., M. Stevko & M. Timko (2012). Eisenblüte aus Dobsina im Slowakischen Erzgebirge. Lapis, Jg.37, H.12, S.24-29.

Weblinks:

Einordnung