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Bergau und Minen in und um Rodalquilar / Rodalquilar Mines

Steckbrief

Land

Spanien

Re­gi­on

Andalusien (Andalucía) / Almería, Provinz / Níjar / Nationalpark Cabo de Gata-Nijar / Rodalquilar

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Schürfe, Stollen, Schächte (aufgelassen).

Geo­lo­gie

Alunit-Gold-Vererzung. Epithermale "high sulfidation" Lagerstätte.

GPS-Ko­or­di­na­ten

Zyanidlaugung Rodalquilar



Zyanidlaugung Rodalquilar

WGS 84: 
Lat.: 36,85287351° N, 
Long: 2,04651154° W
WGS 84: 
Lat.: 36° 51' 10,345" N,
   Long: 2° 2' 47,442" W
Regionale Wetter Information, Macrostrat geologische Karten

Verkürzte Mineralienatlas URL:

https://www.mineralienatlas.de/?l=10093
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Historische Erzgewinnung - „Planta Denver“-Anlage“
Historische Erzgewinnung - „Planta Denver“-Anlage“

Nationalpark Cabo de Gata-Nijar / Almería / Spanien

Stefan

Geschichte

Während kein bestimmtes Datum für die Eröffnung der Bergbautätigkeit festgestellt wurde, wurde 1864 die erste Aktivität dokumentiert und regelmäßig fortgeführt bis 1966. Um dann wieder 1989 bis zur endgültigen Schließung 1990 fortgeführt zu werden. Im Einklang mit dem Fortschritt wurden verschiedenste technologischen Verfahren zur Erzgewinnung und Transport angewendet. Im Jahr 1956 wurde sie als eine der größten Goldminen in Westeuropa erfasst.

Der erste dokumentierte bergbauliche Tätigkeit geht auf das 19 Jahrhundert zurück (1864). Die eigentliche dokumentierte Tätigkeit geht mit den frühen Minen: "Las Niñas", "Ronda y el Resto" "Consulta" und viel später der Mine "Maria Josefa" und "El Estanquillo" (Rodalquilar Dorf) auf das 20. Jahrhundert zurück. Pro Tonne Gestein wurden zwischen 12 und 25 Gramm Gold produziert. Im ersten Welkrieg brach die Produktion vorrübergehend ein.

Im Laufe der Zeit haben die Minen zahlreiche neue Eigentümer gesehen und die Abbaumethoden änderten sich ständig. Dies führte zu höherer Ausbeute. Ab 1930 war der Abbau mit Pressluftbohrern und Sprengung die bevorzugte Abbaumethode. Die neuen Abbaumethoden gingen auf die GEsundheit der Bergleute und die Silikose nahm deutlich zu. Um 1943 wurden die Bohrhämmer mit Wasser unterstützt und der Feinstaub und damit verbunden die Silikose nahm deutlich ab.

Zwischen 1945 und 1956 übernahm der spanische Staat die Kontrolle über die Goldminen. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Mine "La planta Denver", aufgrund der neuen Maschinen - die von einer nordamerikanischen Firma "Denver" ausgeliefert wurden - genannt.

Im Laufe der Zeit wurde die Produktion von 5.000 auf 200.000 Tonnen Erz erhöht. Dies führte zur Unrentabilität und damit zur Schließung der Minen. Auf Ihrem Höhepunkt wurden 280 kg Gold pro Jahr produziert.

Rodalquilar ist das Ergebnis einer kolabierten Caldera (Arribas Rosado, A. et al. 1995).

Weitere Nutzung

Die Kulissen der Bargwerke wurden für zahlreiche Filme verwendet:

  • Sergio Leone - Duck You Sucker (1972)
  • Steven Spielberg - Indiana Jones and the Last Crusade (1989)
  • Tonino Valeri - A Reason to Live, A Reason to Die (1972)
  • Alan Johnson - Solarbabies (1986)
  • Paul McGuigan - The Reckoning (2003)

Mineralien (Anzahl: 115)

Mineralbilder (3 Bilder gesamt)

Halotrichit
Aufrufe (Bild: 1234639961): 3377, Wertung: 7.45
Halotrichit

Größe: 5 x 4,5 cm; Fundort: Rodalquilar, Cabo de Gata, Spanien

Sammlung: Hg
Copyright: Hg
Beitrag: Hg 2009-02-14
Mehr   MF 
Chalkanthit
Aufrufe (Bild: 1341777253): 1782
Chalkanthit

Größe: 3 x 1,5 cm; Fundort: Rodalquilar, Cabo de Gata, Spanien

Sammlung: Hg
Copyright: Hg
Beitrag: Hg 2012-07-08
Mehr   MF 
Arthurit als typisch grüne nadelige xx
Aufrufe (Bild: 1143099481): 2144
Arthurit als typisch grüne nadelige xx

Fundort: Rodalquilar, Cabo de Gata, Spanien; Bildbreite: 3 mm

Copyright: loismin
Beitrag: loismin 2006-03-23
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 23)

Fossilien (Anzahl: 2)

Untergeordnete Seiten

Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Sierra Lopez, Leal, Pierrot, Laurent, Protas, Dusausov (1968). Rodalquilarit. Bull. Société Franç. Minéral. Cristallogr. 91, 28. (Typ-Publ.)
  • Sanger-von Oepen, E., G. Friedrich & A. Kisters (1990): Comparison between the fluid characteristics of the Rodalquilar and two neighbouring epithermal gold deposits in Spain. Min. Depos., 25 (Suppl.), S.36–41.
  • Queralt, I., M. Kanazirski & M. Gorova (1995): Adularia-sericite type wallrock alteration at the Maria Josefa gold mine: an example of low sulfidation epithermal ore deposit, within the volcanic Rodalquilar caldera (SE, Spain). Geol. Acta, 30(4), 91–100.
  • Arribas, A., Hernandez, F., Fernandez, M.A., Gröbner, J. & Leal, G. (2005). Rodalquilar El Oro del Cabo del Agata. Bocamina, Nr.15, S.12-79.
  • Wagenplast, P. (2006). Geologische Wanderungen in Andalusien - Edelmetall-Lagerstätten in der Provinz Almeria. Aufschluss, Jg.57, Nr.3, S.159-62.
  • Rewitzer, C. & R. Hochleitner (2014). Rodalquilar bei Almeria - Goldbergbau in Andalusien. Lapis, Jg.39, Nr.6, S.12-29.

Weblinks

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