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Azcárate (Cantera Azkárate)

Die weltweit schönsten Dolomit-Kristalle

Steckbrief

Fund­s­tel­lenpfad

Spanien / Navarra (Navarre; Nafarroa) / Esteribar / Eugui (Eugi) / Azcárate (Cantera Azkárate)

Auf­schluss­be­sch­rei­bung

Steinbrüche.

Geo­lo­gie

Magnesit.

Verkürzte Mineralienatlas URL

https://www.mineralienatlas.de/?l=1284
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Verkürzte Pfadangabe

Azcárate, Eugui, Esteribar, Navarra, ES
Nützlich für Bildbeschreibungen und Sammlungsbeschriftungen

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

Ausführliche Beschreibung

Lage

Die Lagerstätte Eugui liegt ca. 87 km N von Pamplona und ist über die Landstraße 135 zwischen Quinto Real und dem französischen Ort St. Etienne de Baygorri erreichbar. Die beiden Magnesit-Steinbrüche befinden sich etwa auf der Höhe der km 33 und 34. Der nächste Ort ist Eugui (4 km S), Landkreis Esteribar, Provinz Navarra.


Geologie und Lagerstätte

Ein paläozoisches Grundgebirge (Devonisch-Karbonische Schiefer), auf welchem während der herzynischen Orogenese eine Sequenz von Karbonaten und anderen sedimentären Materialien auffalteten. Es wird angenommen, dass die ursprünglichen Dolomit-Sedimente metasomatisch durch Mg-reiche hydrothermale Lösungen ersetzt wurden; in einer darauffolgenden teilweisen Re-Dolomitisierung permeabler Zonen entstanden die großen Linsen, in welchen sich die Dolomitkristalle bildeten.
Die Magnesitschichten haben Mächtigkeiten zwischen 50 und 150 m und erstrecken sich über 19 km Länge entlang der paläozoischen Schiefer.


Bergbau

Der Magnesit wurde am Flüsschen Arga, welcher parallel zur o.a. Landstraße führt, entdeckt. Man fand heraus, dass der Flusssand hauptsächlich aus Magnesit besteht. Geologische Untersuchungen erbrachten, dass entlang des Westufers des Flusses größere Magnesitkörper anstehen.
Der erste Abbau auf Magnesit begann Mitte der 1940er Jahre; der damalige Name des Steinbruchs war Cantera de los Militares. In der Folge, bis ca. 1977, wurde die Lokalität unter dem Namen Asturreta bekannt (tw. noch auf alten Etiketten). Magnesit wird als gesintertes Material zur Herstellung von Schamotte und feuerfesten Ziegeln für die Industrie verwendet.

Einer der beiden Steinbrüche ist geflutet und ein Abbau findet nur sporadisch an seinen Rändern statt. Aus Sicht des Mineraliensammlers ist der 2., d.h. der westliche Bruch, interessanter. Die Reserven werden auf 20-50 Jahre geschätzt.


Dolomitkristalle und ihre Entdeckung

Im Jahre 1945 entdeckte der Chefingenieur der Steinbruchbetriebe (Juan Cordoba) ungewöhnliche, oberflächlich etwa 50 m2 große und bis 20 m tiefe Linsen, welche komplett mit Dolomit-Kristallen gefüllt waren. Glücklicherweise erkannte Cordoba den mineralogischen Wert dieser wunderbar kristallisierten Dolomite und barg eine große Menge davon, welche er seit Mitte der 60er Jahre an Museen in der ganzen Welt und an private Sammler verkaufte. Nach Cordobas Tod im Jahr 1970 versiegte der Fluss der Dolomitkristalle; einige Linsen wurden 1978 durch Arbeiter gerettet; seit Anfang der 80er Jahre jedoch wurden fast alle Stufen von Sammlern geborgen. Die Qualität der jüngeren Dolomite ist bei weitem nicht so, wie die der Funde der ersten Jahrzehnte. Neuere Dolomite haben eher gefrostete Oberflächen, sind tw. korrodiert oder oxidiert, wohingegen die alten Kristalle hochglänzend sind.

Einer der letzten großen Funde gelang 1993, als aus einer einzigen Linse mehr als 200 Matrixstufen mit Kristallen bis zu 7 cm geborgen wurden. Interessant war, dass derselbe Finder gleichzeitig auch Malachite pseudomorph nach Chalkopyrit entdeckte; die matrixfreien Stufen waren bis zu 6 cm groß.


Sammler-Info

Das Betreten der Steinbrüche ist wegen durch Sammler verursachte Unfälle und Schäden nicht mehr erlaubt. Genehmigungen werden nur in Ausnahmefällen erteilt, wobei diese jedoch meist wertlos sind, da die kristallführenden Linsen in sehr unregelmäßiegn Zeitabständen gefunden werden. Es gibt keine gezielte Bergung von Stufen; durch das Spengen werden die meisten zerstört.

Mineralien (Anzahl: 28)

Mineralbilder (38 Bilder gesamt)

Dolomit
Aufrufe (Bild: 1287779923): 506
Dolomit

Größe: 16,1 x 13,9 cm; Fundort: Azcarate, Eugui, Navarra, Spanien

Copyright: Rock Currier
Beitrag: slugslayer 2010-10-22
Mehr   MF 
Aragonit auf Calcit
Aufrufe (Bild: 1288812129): 599
Aragonit auf Calcit

Größe: 10,8 x 8,8 x 5,0 cm; Fundort: Azcarate, Eugui, Navarra, Spanien

Copyright: Fabre Minerals
Beitrag: slugslayer 2010-11-03
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Dolomit
Aufrufe (Bild: 1288814305): 1165
Dolomit

Größe: 48x44x29 mm; Fundort: Azcarate, Eugui, Navarra, Spanien

Copyright: Fabre Minerals
Beitrag: slugslayer 2010-11-03
Mehr   MF 

Gesteine (Anzahl: 3)

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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur:

  • Calvo, M. & Sevillano, E. (1991). The Eugui Quarries, Navarra, Spain. Min. Rec., Vol.22, H.2, S.137-42.
  • García, G. (1994). Eugui - la mejor dolomita del mundo (Der beste Dolomit der Welt). Bocamina, Nr.00, S.24.
  • Calvo, M. & Vinals, J. (2003). El Yacimento de Magnesita de Eugui (Navarra) (Das Magnesitvorkommen Eugui (Navarra)). Rev. Min., Vol.2, Nr.4, S.6-21.
  • Lit.:Doc Diether

Quellangaben