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Speläothem (Speleothem)

Speleotheme sind sekundäre Minerallagerstätten, welche sich durch Interaktion von Wasser, Gestein und Wind in Höhlen bilden. Ihre Entstehung und das Wachstum der Mineralien können durch ontogenetische Techniken untersucht und definiert werden. Das Alter von Speleothemen wird u.a. sehr akkurat durch die U-Th-Methode bestimmt.

Speleotheme unterscheiden sich von primären Mineralkörpern (Erzkörpern) wie z. Bsp. dem Grundgebirge, was die Höhlen umgibt, von mineralführenden Gängen im Grundgestein und von den in der Höhle akkumulierten Sedimenten. Die primären Mineralien sind jedoch eine wichtige Quelle, aus welcher neue Mineralkörper (Speleotheme) unter bestimmten vorausgesetzten physikalischen und chemischen Prozessen entstehen und wachsen können.

Die wichtigsten Speleotheme sind: Calcit, Aragonit und Gips. Weniger häufig sind Speleotheme von Halit, Carnallit und Sylvin.

Unter anglo-amerikanischen Höhlenforschern wird Speleothem auch als allgemeiner Begriff für Höhlenformation benutzt (kolloq.: "pretties")

s.a. > Ontogenese , Speläologie, Kora , Höhle, Tropfstein, Mondmilch


Literatur

  • Moore, G.W.; 1952; Speleothem - A new Cave Term; Nat. Speleol. Soc. News, 10, 6, p.2
  • Self, C.A.; Hill, C.A.; 2003; How Speleotherms grow: An Introduction to the Ontogeny of Cave Minerals; Journ. of Cave and Karst Studies; 65(2), 130-151

Quellangaben


Einordnung