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Sphärolith

Sphärolith (Sphärulit), kugeliges Mineralgebilde, teils strukturlos, teils radialfaserig oder körnig struiert, wird je nach seiner Zusammensetzung oder nach der Natur seiner Bestandteile mit verschiedenen Namen (Kumulit, Globosphärit, Belonosphärit, Felsosphärit, Granosphärit, Sphärokristall, s. d.) belegt. Zahlreich nebeneinander gelagerte Sphärolithe rufen in vielen Eruptivgesteinen eine kugelige oder sphärolithische Struktur hervor. Sphärolithe, die nicht scharf gegen die Gesteinsmasse begrenzt, sondern innig mit dieser verwachsen sind, werden gewöhnlich als Variolen bezeichnet; Sphärolithe, deren Fasern sich nicht um einen Punkt, sondern um eine Linie gruppieren, nennt man Axiolithe; sie haben gewöhnlich eine mehr ellipsoidische Form. Größere, durch mehrere konzentrisch angeordnete dünne Schalen gekammerte, kugel- oder eiförmige Blasen, die in vielen Obsidianen und Quarztrachyten vorkommen, nennt man Lithophysen; sie sind entweder durch aufsteigende Dampfblasen oder durch Zersetzung von Sphärolithen entstanden.


Quelle

  • Meyers Konversationslexikon, 1909; Gemeinfrei

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