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Steingut

Siehe auch unter Keramik!

Steingut zeichnet sich aus durch kostengünstigen Herstellung und auch seiner dem Porzellan ähnlichen Gebrauchseigenschaften. Daher wird es gut nachgefragt. Es ist allerdings stoßempfindlicher als Porzellan und nicht so reinweiß im Scherben. Noch deutlicher unterscheidet es sich vom Steinzeug, mit dem es wegen des Wortlauts sehr häufig sprachlich verwechselt wird.

Die Unterschiede: Steinzeug gehört zur Klasse Sinterzeug und ist wasserundurchlässig, hat einen dunkleren, härteren (hell klingenden) Scherben und ist selten so glatt und dünn glasiert wie Steingut. Nur bei Erzeugnissen aus jüngerer Zeit gibt es durch ähnliche Dekore und gleiche Glasurtechniken Abgrenzungsprobleme zum Feinsteinzeug. Historische Steingutgeschirre sind oft unansehnlich, weil sich in den Rissen der Glasur Verfärbungen ausbreiteten.

Hauptanwendungsgebiet des Steinguts ist seit Beginn das Tafelgeschirr. Im 19. Jhd. kamen Haushaltswaren hinzu: die damals üblichen Waschgeschirre und alle Arten von Vorratsdosen, Brotkästen etc.


Literatur:

  • Lexikon der Kunst, Bd.4, Leipzig 1977, S.668–69.
  • Gustav E. Pazaurek: Steingut - Formgebung und Geschichte, Stuttgart o.J.
  • Wolf Mankowitz: Wedgwood, London 1966.
  • Michael Weisser: Jugendstilfliesen. Bremen 1978.
  • Gustav Weiß: Keramik-Lexikon, Berlin 1984.

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